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Thema: Angst vorm Schlafen

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst vorm Schlafen

    Hallo ihr!

    Ich habe seit nun ca 5 Jahren Angst vorm EInschlafen (ich habe Angst, dass ich nicht mehr aufwache) und zusätzlich noch in Verbindung mit diesem Schlafen Zwänge. Es gab eigentlich kein Erlebnis, dass das ausgelöst haben könnte! Habe auch bereits medikamente versucht und bin noch immer in aktiver Verhaltenstherapie! Nur wird es einfach nicht besser und niemand kommt auf mein Problem drauf! Bin ansich keine labile Person, deswegen verwirrt mich das alles so!
    Jetzt habe ich die Frage: Kann die Pille diese Zustände in mir auslösen? Ich kann die Pille leider nicht absetzen, da ich Endometriose habe. Kann das sein?
    Vielleicht könnt ihr mir helfen!!!

    vlg,
    carina

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo,
    die Frage mit der Pille kan ich dir leider nicht beantworten.
    Vielleciht liegt deine Angst vor dem nicht mehr aufwachen ganz tief in dir drinn und deswegen kann die Verhaltens Therapie nicht so greifen?

    liebe grüße licht

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Carina,

    Du schriebst:
    "Es gab eigentlich kein Erlebnis, dass das ausgelöst haben könnte!",

    was heißt bei dir "eigentlich" und worauf bezieht sich diese angst genau??
    Auf Angst vor der Hölle oder dass du Menschen hinterläßt, die ohne dich nicht leben könnten???

    lg ragdee

  4. #4
    Neuling
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    Ja ich meine dass es kein "Trauma" gegeben hat, es hat einfach so begonnen?

    ich habe einfach Angst nicht mehr aufzuwachen.. mal ist es besser, dann wieder schlechter, nur es ist seitdem nicht mehr weggegangen!

    Hast du vielleicht einen Tipp oder weißt du was darüber?
    Bin dankbar für alles!

    Viele liebe Grüße

  5. #5
    Neuling
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    Du meinst also, kein Trauma erlebt zu haben und dein Statement endet mit einem Fragezeichen, was wohl soviel heißt, dass du dir nicht einhundert prozentig sicher bist.
    Ein Trauma muß nicht zwangsläufig ein kurzes einschneidendes Ereignis sein, es kann auch eine länger währende seelische Belastung, die gar nicht bewußt als solche wahrgenommen werden muß und die vielleicht auch schon länger zurückliegt, vorliegen.
    Zu der Verhaltenstherapie: Wenn du einen vollen Wassereimer mit Loch immer wieder auffüllst, ändert das nichts daran, dass das Wasser aus dem Leck wieder rausläuft! Aber der Eimer kann gefüllt bleiben, bis das Leck gefunden ist!
    Gestern rief z.B. eine Frau bei Domian an, die mit 35 Jahren, fast aus heiterem Himmel, einen Nervenzusammenbruch hatte und sich danach wieder errinnern konnte, zwischen ihrem 4. und 9. Lebensjahr, von ihrem Vater mißbraucht worden zu sein, was sie bis zu diesem Zeitpunkt völlig verdrängt und wirklich vergessen hatte.
    Du schreibst:
    "....und niemand kommt auf mein Problem drauf!", du hättest ja auch schreiben können, dass niemand auf die Ursache draufkommt!! Aber nein, du schreibst von deinem "Problem"!! Hast du vll doch irgendeine unbewußte Ahnung??

    Du sagst auch nichts über deine Lebensumstände, sondern einzig und allein etwas über deine Krankheit, bestimmt sie evtl dein ganzes Leben??
    Und wie hast du dich gefühlt, als du die Diagnose "Endometriose" gestellt bekamst??
    Hast du Kinder?? oder Kinderwunsch der evtl. nicht mehr in erfüllung gehen kann??

    Und was sind das für Zwänge, die in Verbindung mit diesem Schlafen stehen??

    Und gibt es überhaut noch Nächte komplett ohne diese Angst??

    Als Tipp kann ich dir noch sagen, ruf doch mal bei Domian in einer freien Themennacht an!! Kennst du Domian? Wenn nicht, dann schreib es einfach und ich erklär dir dann etwas dazu!!

    Liebe Grüße ragdee :-)

  6. #6
    Gast784
    Gast

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    Hallo Carina,

    es fing vor 5 Jahren an. Kannst Du Dich an irgend was erinnern, was damals anders war? Eine belastende Situation vll, oder gibt es zeitliche Übereinstimmungen mit der Verhaltenstherapie bzw Pillenwechsel oder so was?

    In der Einschlafphase fallen unsere Bewusstseins- und Alltagsfilter weg. Wir sind da in einem "Zwischenreich", in einer art Trance (das wegfallen der Filter und des inneren Zensors ist auch der Grund, warum man sich für bestimmte Prozesse in Trancezustände begibt). Bist Du jemand mit sehr großem Kontroll- u. Strukturbedürfnis?

    Wäre es Dir möglich, Dich mal eine zeitlang auf diesen Zustand einzulassen, indem Du Dir die Bilder und Gefühle in dieser Phase wie einen Kinofilm anguckst? Vll kann da jemand bei Dir übernachten, wenn Du normalerweise niemanden neben Dir liegen hast, z.B. eine Freundin, oder Du nimmst ein Stofftier in den Arm (erfährt ja keiner ), damit Du Dich sicherer fühlst. Was sind das dann für Bilder oder wie geht es Dir damit, diese Phase einfach anzunehmen und wie einen Film an Dir vorbeisurren zu lassen?

    Auf unser (Ein-)Schlafverhalten wirken sich unsere gesamten Lebensumstände aus. Entsprechend breitgefächert kannst Du auch mal ansetzen, also Wechsel zwischen Spannung und Entspannung (Entspannungsübungen wie Progressive Muskelrelaxion, autogenes Training etc), Ernährung (ausgewogen, regelmäßig), Reizüberflutung eindämmen (wie ist der Medienkonsum, vor allem abends?), evtl Sport und Sauna in den frühen Abendstunden. Du kannst mal das Bett/Zimmer umstellen, eine andere Schlafposition einnehmen (Kopf da hin, wo bisher die Füsse waren etc). Das fühlt sich dann auch schon anders an und lässt vll auch mal andere Gedanken und Gefühle zu.

    Also vll erstmal ne Art Analyse über die gesamten Lebensgewohnheiten machen und die abgleichen mit der Zeit, in der noch alles in Ordnung war.

    Mit was beschäftigst Du Dich aktuell in der Verhaltenstherapie oder gab es vor ein paar Wochen/Monaten etwas, das Dir näher ging und Dich emotional doch ziemlich beschäftigte?


    @all: generell will ich davor warnen, Leuten ein etwaiges Trauma zu suggerieren. Natürlich kann das alles sein, jedoch ist auch schon die reine Spekulation, dass da was sein könnte, ausreichend, um jemanden in diese Energie zu bringen, d.h. Störungen, die für ein Trauma typisch sind, müssen nicht mal ein reales Trauma in der Vergangenheit haben.
    Fast jeder Mensch hat irgendwann in seinem (meist sehr frühen) Leben etwas traumatisches erlebt. Man muss aber nicht immer dahin zurück, um Symptome zu beheben. Wenn sich ein Trauma nicht zeigt, ist die Seele vll auch einfach nicht reif dafür, dann machts das Rumbohren auch nicht besser. Deswegen kann man aber trotzdem die aktuellen Symptome verbessern. Vll verlagern die sich dann, vll löst sich die gestaute Energie aus dem Trauma aber auch mit der Zeit auf und man wird nie mit dem Trauma selbst konfrontiert.
    Geändert von Gast784 (25.03.2011 um 08:08 Uhr)

  7. #7
    Neuling
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    lieber ragdee!
    vielen dank für deine antwort!
    nein ich weiß es auch nicht genau!
    wie kommst du denn auf endometriose bitte?
    lg

  8. #8
    Neuling
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    Standard

    Hallo liebe carina!

    Ich kam deshalb auf Endometriose, weil du ausser den Ängsten vor dem Einschlafen, nichts weiter zu deinen Lebensumständen sagst, aber die Krankheit für so wichtig erachtest, dass du sie erwähnst. Ich kenne natürlich nicht den zeitlichen Zusammenhang zwischen der Diagnose und dem Beginn deiner Ängste, es war halt eine vage Vermutung von mir!
    Ich habe da mal einen Link für dich:

    http://www.endometriose-vereinigung.de/index.php?mod=home&sid=5263873ef829538eb81045fa5fb d12e8


    und einen Ausschnitt aus der site:
    Trotz einer Betroffenenzahl von 7% - 15% und etwa 30.000 Neuerkrankungen jährlich, wird die Endometriose im medizinischen Alltag zu wenig beachtet.
    Die Folge sind Leid und Verunsicherung bei den Patientinnen und deren Angehörige.

    Wir engagieren uns für die Interessen von Frauen mit Endometriose und deren Angehörige!

    Wir, die Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.

    * sind selbstbetroffene Frauen
    * arbeiten bundesweit auf professionellem Niveau
    * arbeiten unabhängig, frei von wirtschaftlichen Interessen Dritter, insbesondere der Industrie und Ärzteschaft
    * garantieren die vertrauliche Behandlung aller Daten und Ihrer Krankheitsgeschichte
    * bieten eine auf dem Selbsthilfegedanken basierende umfassende Beratung - auch wenn Sie nicht Mitglied bei uns sind
    * bieten diese Beratung kostenfrei und durch ausgebildete Beraterinnen
    * qualifizieren unsere Beraterinnen ständig weiter
    * suchen uns geeignete Kooperationspartner
    * vertreten die Interessen aller Endometriose - Betroffenen auf nationalen und internationalen Fachkongressen, sowie auf gesundheits- und sozialpolitischer Ebene

    Wir sind eine unabhängige "non-profit" Organisation und finanzieren unsere Arbeit größtenteils aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden.
    Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass bestimmte Bereiche der Homepage unseren Mitgliedern vorbehalten sind. Informieren Sie sich unter der Rubrik "Mitglied werden" über Vorteile und Anliegen einer Mitgliedschaft.


    Als andere Möglichkeit geht mir noch folgendes durch den Kopf:

    Zitat:
    "Ich habe seit nun ca 5 Jahren Angst vorm EInschlafen (ich habe Angst, dass ich nicht mehr aufwache)..."

    Die Angst vor dem nicht mehr Aufwachen ist scheinbar etwas geringer, du führst sie nur in Klammern auf, die Angst vor dem Einschlafen ist wahrscheinlich größer. Wenn du tatsächlich nicht mehr aufwachen würdest, bekämst du es ja gar nicht mit!
    Zitat(Wikipedia):
    Angst ist ein Grundgefühl, welches sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein.
    Vielleicht empfindest du ja nicht "das nicht mehr Aufwachen" als Bedrohung, sondern viel mehr eine andere Tatsache! Da ein "nicht mehr Aufwachen" ein "Einschlafen" vorraussetzt, könnte es sein, dass du vielleicht das unbewußte Gefühl hast, "solange ich nicht eingeschlafen bist, kann mir ja nichts passieren", was so viel heißen könnte, wie, "wenn ich wach bin habe ich noch alles unter Kontrolle, nach dem Einschlafen kann mir etwas passieren, auf das ich keinen Einfluss habe".
    Zitat(Wikipedia):
    Da die Ursache für die Entstehung einer Endometriose bisher nicht geklärt werden konnte, besteht keine Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung oder einer Vorbeugung.

    Ich wiederhole: ...Ursache...nicht geklärt... , also keine Möglichkeit der Einflussnahme (gesunde Lebensweise, etc.) um etwas Unangenehmes zu verhindern!
    Ich meine, es könnte tiefergehend vielleicht auch eine Angst, davor, Situationen hilflos ausgeliefert zu sein (Kontrollverlust), vorliegen! Das ist aber auch nur wieder eine vage Vermutung von mir!

    @ Gabiannarele,
    ich dachte, dass das selbstverständlich ist, das meine Äußerungen alles nur Vermutungen sind, ich möchte niemandem etwas einreden! Die Symptome zu beheben ist sehr wichtig, da gebe ich dir Recht, aber ich denke, es muss auch gleichzeitig begonnen werden die Ursachen zu ergründen. Es ist doch viel einfacher ein Feuer zu löschen, wenn nicht ständig neuer Brennstoff zugeführt wird! sry für das platte Beispiel, aber ist es doch irgendwie treffend, oder??

    lg ragdee :-)

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