Hallo,
ich habe mich mal getraut, dieses Thema zu eröffnen, weil ich mir ein wenig Mut und ein wenig guten Zuspruch von euch erhoffe. Auch, weil ich nicht sehr viel über Zahnarzt-Behandlungsangst hier in diesem Forum gefunden habe.
Schon seit meiner Kindheit begleitet mich diese massive Angst, einen Zahnarzt aufzusuchen. Sicher, einige Male war es unumgänglich und meistens dann auch zu spät. Sprich: einen Zahn musste ich meistens "dalassen". Bei jeder Schwangerschaft (ich habe 2 Kinder) bekamm ich Probleme mt den Zähnen.
Ich nehme stark an, dass dies auf ein sehr unschönes Ereignis in meiner Kindheit (ich war ca. 6/7 Jahre alt) zurück zu führen ist. Mir wurde ohne jegliche Ankündigung und Betäubung ein Milchzähnchen gezogen, was schrecklich schmerzhaft für mich war. Meine Mutter reagierte auf meinen Schmerzensschrei ohne Verständnis, ihr war es schrecklich peinlich vor den anderen Patienten und dem Arzt: "...ich solle doch nicht so ein Theater deswegen machen..." waren ihre Worte...
Ein ähnliches Erlebnis hatte ich mit ihr, diesmal aber wurde meiner Tochter ein Zahn gezogen. Da sie ziemlich große, verzweigte Wurzeln hat, war es für sie eine regelrechte Tortur. Mir tat sie schrecklich leid und ich habe sehr viel mit ihr geredet, sie gehegt und gepflegt danach, damit es ihr schnell besser geht. Mein Mutter kommentierte das Ganze mit: ... ich solle mit ihr nicht so viel "Gedöns" machen. Das hat mich sehr aufgewühlt und ich war so froh, dass meine Tochter "meine Tochter" und nicht dieser Frau "ausgeliefert" ist. Zum Glück hat meine Tochter keinerlei Ängste "davongetragen". Ich bin sehr stolz auf sie o))
Aber nun, bin ich dran. Habe mir für morgen einen Termin bei einer Zahnärztin geholt, die wohl laut Internet auf Angstpatienten spezialisiert ist. Da ich in der vergangenen Woche Zahnschmerzen bekam, habe ich mich am Donnerstag "aufgerafft" und bin zu dieser Praxis gefahren. Konnte kaum atmen, kam ins schwitzen und zittern aber ich habe mein Anliegen geschildert und bekam ne ziemlich ruhige und verständnisvolle Reaktin der Schwester zu spüren.
Doch meine Angst vor morgen lässt mich nicht los. Ich will stark und vernünftig sein, aber das hilft mir nicht wirklich. Ich habe einfach riesige Angst vor großen Schmerzen während der Behandlung.
Eine Behandlung mit Voll-Narkose kommt aus Kostengründen nicht in Frage. Ich bin alleinerziehend und wir (meine Tochter und ich) kommen immer gerade so über den Monat, trotz, dass ich berufstätig bin.
Vielleicht kann mir Jemand ein bisschen Mut machen.
Allen einen schönen Sonntag,
Sari.


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und kann Dir nur sagen, das Du manchmal auch ein wenig probieren mußt und auch auf Deinen Bauch hören sollst. Wenn die Chemie nicht stimmt (und das ist manchmal einfach so) dann mußt Du die Praxis wechseln. 
)) und die zahlreichen positiven Patientenfeedbacks empfand ich als ziemlich glaubwürdig. Und du wirst lachen - dass mit dem "erstmal zum schnuppern kommen..." hatte ich mir auch schon überlegt, falls ich mich total unwohl fühlen sollte.


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