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Thema: Angst - wie es weiter gehen soll.. (Vorsicht, langer Text)

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst - wie es weiter gehen soll.. (Vorsicht, langer Text)

    Hallo, ich bin neu hier..

    Ich fange nun einfach mal an zu schreiben und hoffe, dass mir evtl jmd einen Rat geben kann.

    Ich bin in einer Situation angekommen, in der ich nicht mehr ein und aus weiß. Jeden Abend plagt mich die gleiche Angst einzuschlafen und wieder zu träumen - es sind immer die gleichen Träume. Immer wieder Erlebnisse bis ins kleinste Detail. Ich bin ziemlich traumatisiert. Wahrscheinlich hilft mir nur noche eine Therapie, aber ich habe Angst vor dem ersten Schritt.

    Kurz zu meiner Geschichte:

    Meine Kindheit war sehr schwer und ziemlich unschön. Liebe habe ich nur von meinem Paps bekommen - dieser war, wenn, nur am WE Daheim, und von meinen Großeltern. Leider wurde mir dahingehend oft der Kontakt von meiner Mutter verboten. Unter ihr hatte ich sehr zu leiden. Sie hat sich nur um meinen kleineren Bruder gekümmert. Ich musste selbst für mich aufkommen. Sie sagte mir immer wieder, dass ich es nicht verdient habe, dass man mich lieb hat und hat immer all ihre Agressionen an mir ausgelassen - außer sie war nicht mit mir allein, da war sie ein ganz anderer Mensch..

    Als ich 12 war ließen sich meine Eltern scheiden - ich wollte und sollte zu meinem Paps. Doch das zog meine Mutter zurück, da sie den Unterhalt wollte. Mein Paps zog aus und es war schwer für mich mit ihm in Kontakt zu bleiben. 4 Monate später hatte meine Mutter einen neuen Partner - dieser wohnte in einer anderen Stadt. Nun ließ sie meinen Bruder und mich allein - mitten in der Pampa, am Wald, ohne jegliche Busverbindung. Zur Schule mussten wir 4 km laufen. Jede Woche legte sie uns Geld hin und wir mussten sehen wo wir bleiben.

    2 Jahre später kümmerte sie sich wieder etwas mehr um meinen Bruder und ich ging weg. Mit meiner besten Freundin versuchte meinen Paps zu finden, war in einer Stadt, wo ich wusste, dass er da öfters ist. Leider vergebens. Ich bin vollkommen abgerutscht..

    Wir haben da gemeinsam sehr viel erlebt und durchgemacht. Bis meine Freundin in meinen Armen starb. Diese Bilder bekomme ich nie aus meinem Kopf - mir zerreißt es das Herz..

    Ich bin zurück in meine Heimat - habe versucht allein klar zu kommen. Meinen Paps habe ich ab da etwas öfters gesehen, aber ihm wollte ich nicht zur Last fallen, da auch er eine neue Partnerin hatte.

    Bei mir ging es von Beziehung zu Beziehung, nur damit ich eine Unterkunft hatte. Ich habe trotz allem meinen Schulabschluss gemacht und eine Ausbildung begonnen. Mit 18 zog ich in eine eigene Wohnung. Meine Mutter interessierte sich auf einmal für mich - was im Nachhinein alles nur ein Spiel war..

    Mit 17 lernte ich jmd kennen, für den ich große Gefühle entwickelt habe. Wir hatten sehr viel und sehr guten Kontakt - doch ich wusste, dass das eine einseitige Liebe ist..

    Als ich 20 war zog ich mit einer Freundin zusammen. Wir verstanden uns sehr gut, unternahmen jeden Tag etwas gemeinsam - sie hatte mein Vertrauen. Bis sie eines Tages weg war - ich kam von Arbeit und all ihre Sachen waren aus der Wohnung verschwunden. Ich hab sie nicht mehr erreicht und es gab nie eine Aussprache..

    Ich suchte mir eine neue Wohnung. In der Übergangszeit - den 3 Monaten bis zur neuen Wohnung ... War ich allein. Ich hatte zwar einen Freund, aber dieser war mit sich beschäftigt - Sport, Freunde, etc. Ich lief da bisschen nebenher.. Eines Tages war ich shoppen - bzw. eigenlich nur bisschen durch die Kaufhäuser schlendern. Ich merkte, wie ich von 3 jungen Männern verfolgt werde. Rief meinen Freund an und schilderte ihm das - er ist gerade beim Fitness, ich soll mich nicht so haben, ich bilde mir alles nur ein ... Es war keine Einbildung - sie verfolgten mich bis ins Parkhaus und schnappten mich weg. Sie vergingen sich an mir, haben mich fast zu tote geprügelt. Ich weiß nur noch, wie ich irgendwann wieder aufwachte und allein da lag ...

    Ich musste mehrfach operiert werden. Versuchte mich umzubringen, leider ohne Erfolg..

    Von meinem Freund trennte ich mich - ich hab ihn nach dem Vorfall auch nie wieder gesehen. Ich konnte einfach nicht..

    Der einzige, der mir immer zur Seite stand, war derjenige, den ich mit 17 kennen und lieben gelernt habe. Obwohl er nie wusste, was mit mir ist. Niemand weiß über mich bescheid, da ich über nichts rede..

    Er lernte mich auch lieben und nach 5 Jahren "warten" sind wir ein Paar geworden. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich Glück verspürte..

    Leider träume ich nachts und er hat mitbekommen, dass mit mir etwas nicht stimmt. Er versuchte mich auszufragen und ich hab ihm so manches erzählt. Er ist am Boden zerstört. Er weckt mich nachts mit Tränen in den Augen.. Er ist immer für mich da, aber ich kann ihm und auch mir das nicht länger antun.

    In der Woche und auch öfters am WE, bin ich allein. Ich versuche mich so gut es geht immer wach zu halten. Denn wenn ich allein schlafen muss, wache ich irgendwann auf, weil ich nachts in den Träumen weine - mein Kissen ganz nass ist oder weil ich schreie. Wenn ich aufwache, sehe ich die Menschen - die mir je etwas angetan haben, neben mir. Obwohl hier niemand sein kann. Ich traue mich nicht, meine Augen wieder zu schließen, weil ich dann weiter träume.. Jedes kleine Detail. Ich geh kaputt daran. Wäre froh, wenn ich gar nichts mehr träume oder einfach einschlafe und nicht mehr aufwache..

    Nach allem, was passiert ist, traue ich mich nicht mehr allein auf die Straße - einkaufen ist eine Qual für mich.. Meinen Job habe ich gekündigt, weil ich auch da große Probleme mit den männlichen Kollegen hatte. Ich vertraue niemanden mehr, außer meinem Freund. Aber das ist kein Leben, wenn ich mich nur an ihn klammere ...

    Bitte helft mir. Ist es sinnvoll eine Therapie zu machen oder mich evtl gleich stationär aufnehmen zu lassen? Ich weiß nicht mehr weiter - ich verletze mich selbst, denn nur so komme ich mit den inneren Schmerzen zurecht. Ich möchte alles endlich aus meinem Kopf haben ...

    Sorry, dass der Text so lang geworden ist. Aber mir tut alles so schrecklich weh.

  2. #2
    Schreiberling
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    Standard

    Hallo
    es tut mir leid das du soviel mitmachen musstest.
    Ersteinmal möchte ich sagen das du liebenswert bist
    und ich denke das dein freund dich sehr liebt und dir helfen möchte (papas sind auch dafür da um zu helfen wenn sie können)
    Ich denke es wäre gut wenn du eine Therapie machen würdest und das mit dem stationären kling in meinen augen auch gut.
    Du hast viel mitgemacht und viel erlebt und wenig verarbeitet ,
    weil du nie das gefühl hattest jemandem diese ganzen sachen erzählen zu können.
    Aber jetzt muss es raus sonst wirst du platzen.
    Du schreibst das du dich umbrineg willst wenn das immer noch der fall ist solltest du dich einweisen lassen.
    Du brauchst dich nicht schämen du brauchst hilfe und die holst du dir frag deinen freund ob er dir beim ersten schrtitt hilft.
    Du wirst glaube ich merken ,dass wenn du über die geschenisse sprichst es dir besser gehen wird.
    ganz viel erfol und glück wünsche ich dir

  3. #3
    Gast784
    Gast

    Standard

    Bitte helft mir. Ist es sinnvoll eine Therapie zu machen oder mich evtl gleich stationär aufnehmen zu lassen?
    Hallo,

    was Du beschreibst, klingt sehr nach den Folgen der Traumatisierung(en).
    Therapie ist da schon sehr angesagt. Stationäre kann auch durchaus Sinn machen, weil da schon viel zu lange bei Dir ungute Dinge auflaufen und Du Dich in Deinem Umfeld derzeit ja nicht gerade sicher zu fühlen scheinst.

    Was Du sofort machen kannst, um Hilfe zu bekommen, sind folgende Möglichkeiten:

    psychol. Beratungsstelle,

    psychatr. Notfallambulanz

    Frauenhilfeverein

    weisser Ring (da Du Opfer einer Straftat bist)

    Und natürlich zu einem Arzt, der Dich überweisen könnte, wie Psychater oder Hausarzt, wenn Du einen hast.

    Aber nimm Dich ernst und warte nicht länger. Damit aus akuten Symptomen keine chronischen werden!

  4. #4
    Neuling
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    Vielen Dank für eure Anteilnahme.

    Es scheint mir echt so, als würde jeden Augenblick alles aus mir heraus brechen.

    Habe nun erstmal einen Termin bei meinem Hausarzt - ich hoffe, dass er mir jmd empfehlen kann. Es fällt mir einfach schwer mich zu öffnen - ich traue mich nicht einmal, anzurufen und nach einen Termin zu fragen. Ich hoffe, dass mir das etwas genommen wird, wenn er mir vllt jmd empfehlen kann.

    Über eine stationäre Behandlung denke ich sehr oft nach - da es vllt besser ist, wenn ich nicht die meiste Zeit alleine zu Hause bin. Andererseits habe ich davor Bammel, dass jmd rund um die Uhr da ist.

    Ich lass ja nicht einmal jmd zu mir kommen, weil ich da vollkommen unruhig werde, dass diese/r jene welche nicht bald wieder verschwindet. Wenn ich mich außerhalb der eigenen 4 Wände mit jmd treffe, kann ich ja einfach gehen. Irgendwie muss ich immer alles unter Kontrolle haben.

    Hoffentlich kneife ich bei meinem Hausarzt nicht wieder und sage, dass ich nicht mehr kann - obwohl er mich schon jedes Mal darauf anspricht, wenn ich bei ihm bin ... Aber "es ist ja alles gut". :-/

  5. #5
    Neuling
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    Standard

    Ich kann dir leider nicht helfen, aber ich wünsche dir alles gute und das es dir schnell besser geht. Man kann aus deinen Texten herrauslesen das du ein Mensch bist der viel Liebe in sich trägt und ein gutes Herz hat.

    fühl dich gedrückt.

  6. #6
    Neuling
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    Hallo liebe Honeytears,

    Stoss deinen Freund nicht weg... die Klammer um ihn kannst du lösen wenn du so weit bist, aber momentan solltest du nehmen was du kannst.

    psychologische Hilfe solltest du annehmen und guck da mit was du am besten klarkommst, wenn es mal aus dir ausbricht kann es sein das stationär besser ist, genauso kann "Häppchenweise" besser sein.
    Aber professionelle Hilfe wäre wirklich gut in meinen Augen....

  7. #7
    Neuling
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    Danke alone, für deine Einschätzung. Habe oft das Gefühl, dass das nicht viele von mir denken - da ich mir immer wieder anhören kann, dass ich sehr kühl meinen Mitmenschen gegenüber bin..

    Zitat Zitat von semperfi Beitrag anzeigen
    Stoss deinen Freund nicht weg... die Klammer um ihn kannst du lösen wenn du so weit bist, aber momentan solltest du nehmen was du kannst.
    Hallo semperfi..

    Leider spüre ich, wie ich ihn mit dieser "Klammer" einenge und wie ich mich auch selber damit verletze. Ich bin der Meinung, dass ich von ihm abhängig bin und ohne ihn nicht mehr kann - das ist nicht wirklich schön weder für ihn noch für mich.

    An seiner Stelle wäre ich sicher sehr genervt, wenn ich ständig von ihm gefragt werde, ob ich ihn noch lieb habe. Mein Verhalten ist nicht wirklich förderlich für die Beziehung. Vor ein paar Tagen sagt er mir, dass er erstmal wieder zu sich finden muss ... Da sehe ich schon wieder rot und habe Panik davor, dass der Tag naht, an dem alles zu Ende ist ...

  8. #8
    Neuling
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    hallo Liebes...

    Wenn er dich liebt und du ihn, solltest du mit ihm sprechen, falls du das noch nicht getan hast...

    er muss ja nur zu sich finden weil er nicht weiß was mit dir los ist und warum du ständig fragst ob er dich noch lieb hat. das verwirrt und macht ihn durcheinander denk ich, denn er kämpft für dich und mit dir, weiß nur nicht warum... und für was.

    klar hat man Angst vorm Ende... aber sieh nicht rot. so oder so, wenn ihr euch schon so lange kennt und euch auch lieben gelernt habt, wird er da sein ob als Freund oder "Freund". Aber ich kann mir nicht vorstellen dass er dich aufgibt oder die Absicht gerade hat und das sollte man mit Ehrlichkeit honorieren. Wenn du es denn schaffst mit ihm zu sprechen oder den Text zu zeigen den du hier geschrieben hast wenn sprechen schwer fällt.

    dann verändert sich auch die Klammer die euch gerade die Luft nimmt bzw. die Abhängigkeit die du gerade siehst. dann könnt ihr vielleicht gemeinsam kämpfen....

    Ich hoffe dass du weiterkommst, denk immer dran dass du es verdient hast ein gutes Leben zu führen.
    Lieber Gruß

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