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Thema: Angst zu erblinden!

  1. #1
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    Standard Angst zu erblinden!

    Hi,
    ich würde mich gerne mal vorstellen, mein Benutzername ist wie ihr seht Boby, bin 15 Jahre alt (in einem Monat 16) und wohne in Wien/Österreich.
    Ich habe in letzter Zeit extrem große Angst zu erblinden, das hat alles damit angefangen als ich vor ca. 2 Monaten unabsichtlich mit einer Lupe in die Sonne geschaut habe, mir ist Gott sei Dank nichts passiert, aber es hätte auch anders ausgehen können.
    Wenige Tage nach diesem Vorfall hatte ich starken Schwindel, und das ein ganzen Monat lang, ich habe zu diesem Zeitpunkt gedacht dass ich diesen Schwindel für immer bei mir tragen musste, dieser legte sich aber wie schon gesagt. Psychisch ging es mir zu diesem Zeitpunkt nicht gut.
    Nur wenige Tagen nachdem der Schwindel komplett weg war (zur Info: es lag nur an einer Infektion), ging unsere Klasse in einer Ausstellung namens "Dialog im Dunkeln", im Internet könnt ihr mehr darüber erfahren.
    Es war eine Führung wo alles stockdunkel war, unser Führer war blind wie er uns sagte (sein rechtes Auge eine Netzhauterkrankung, sein linkes der Grüne Star).
    Ich fand diese Austellung auf jeden Fall sehr interessant, nur machte ich mir danach sehr komische Gedanken....
    Ich informierte mich im Internet über den Grünen Star, war sogar in einigen Foren wo gesagt wurde dass die Leidenden die Krankheit plötzlich bekamen und vorher gesund waren, ich machte mir große Angst und dachte dass es mich vielleicht auch erwischen könnte. Wie viele sicher wissen, bemerkt man den Grünen Star unter anderem an einer Verkleinerung des Gesichtsfeldes, deshalb schaute ich dauernd nach rechts und ganz nach links um zu schauen ob mein Gesichtsfeld noch in Ordnung ist, ich habe mir sogar eingebildet dass mein Gesichtsfeld eingeschränkt ist, machte mir deshalb zeitweise große Sorgen.
    Unter meinen Hobbies gehört auch die Astronomie, (bin auch im Besitz eines Teleskops, beobachtete und beobachte damit noch immer sehr viele Himmelsobjekte) und ich kenne die Gefahr der Sonne fürs Auge, die geringste Blendung meiner Augen durch die Sonne macht mich wahnsinnig, ich denke sofort an eine Netzhautschädigung, auf dem Weg zur Schule schaue ich mit dem Kopf auf dem Boden, da ich Angst habe dass mich die Sonne blendet.
    Da meine Psyche zu diesem Zeitpunkt wirklich "beschädigt" war, ging ich zum Augenarzt um mich kontrollieren zu lassen, dieser meinte dass mein Auge völlig gesund ist, ich bin nur leicht kurzsichtig (0.75), das wusste ich aber schon und deshalb benutze ich meine Brille fast andauernd (eigentlich immer, nur auf dem Weg zur Schule nicht). Er verschrieb mir außerdem Tropfen da meine Augen ein bischen trocken sind. Heute, keine 3 Wochen nach dem Arztbesuch, habe ich erneut Angst zu erblinden. Ich hatte dazwischen auch einen richtigen Kreislaufkollaps in der Schule, mir war extrem schwindlig, und ich sah große schwarze Punkte vor Augen, mein Hausarzt meinte das kam vom Kreislauf, ich erzählte auch teilweise von meinen Problemen (auch vom Grünen Star), er sah mich an als wär ich ein Wahnsinniger, und meinte es wäre eine ganz normale Phase der Pubertät, die völlig normal ist, und das mit dem Grünen Star sollte ich vergessen, vorallem in meinen jungen Jahren.
    Zurück zu jetzt, wie gesagt habe ich erneut Angst zu erblinden, durch die sogennante Netzhautablösung, habe mich auch hier wieder im Internet erkundigt, diese Krankheit bemerkt man unter anderem daran wenn man im Dunkeln Blitze sieht und große schwarze Kreise. Komischerweise sehe ich Nachts manchmal große schwarze Kreise, aber keine Blitze, gestern probierte ich es im Dunkeln aus, ich sah weder große schwarze Kreise nich Blitze (die ich bisher noch nie gesehen habe). Dennoch kann ich mich an einer Nacht errinern, als ich wirklich große schwarze Kreise sah, vielleicht war es nur Einbildung, oder es kann auch Übermudung gewesen sein, ich beruhige mich damit immer wieder, dass ich erst vor 3 Wochen beim Augenarzt war und so eine Krankheit nie und nimmer so schnell entstehen kann.
    Ich fragte meine Freund und auch diese sagten dass sie im vorallem im 16 Lebensjahr (und aktuell bin ich wie gesagt noch 15) solche Erfahrungen hatten. Sie stellten sich vor wie es wäre körperlich behindert zu sein und das machte auch sie verrückt, und obwohl ich mir im Klaren bin dass es sicher nur eine Phase der Pubertät ist, geht mir diese Sache nicht vom Kopf weg, ich habe mir auch Gedanken gemacht zum Psychiater zu gehen, was meint ihr, vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
    Mit freundlichen grüßen
    Boby

  2. #2
    Verleger Avatar von Natz
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    Standard

    Hallo Boby!
    Das hat ja fast hypochondrische Züge. Ich will jetzt nicht ins Detail gehen, da das zu lange werden würde aber Deine Befürchtungen sind wirklich völlig an den Haaren herbeigezogen. Ich denke, Du solltest Dich eher darum kümmern, dass Du Dich nicht ständig in eine andere Krankheit reinsteigerst. Es ist ja eine Sache, mal über etwas nachzudenken und es furchtbar zu finden, oder von einer eingebildeten Krankheit in die Nächste.
    Vll. solltest Du mal mit einem Jugendpsychologen darüber sprechen, damit man die Ursache dieser Ängste findet-nicht jeder Pubertierende entwickelt hypochondrische Züge, da ist es besser, die Ursachen rechtzeitig zu beleuchten, gerade, da Du ja schreibst, selbst zu merken, dass er Dir psychisch nicht gut ging. Ich glaube eher, dass Du da ansetzen musst.
    LG, Natz




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    Boby (12.05.2010)

  4. #3
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    Hallo,
    ich habe mir wie schon erwähnt überlegt zum Jugendpsycholohen zu gehen, nur ist es mir wenn ich ehrlich bin sehr peinlich wenn ich zu meiner Mutter sage: Ich will zum Psychiater........
    Ich frage mich wie ich das machen sollte und wie andere dann über mich denken würden, heute wird man ja sofort als verrückt gestempelt wenn man psychologische Hilfe braucht.
    MfG
    Boby

  5. #4
    Verleger Avatar von Natz
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    Ich finde es gut, dass Du merkst, das es o.k. ist, Hilfe anzunehmen-da brauch sich niemand schämen. Wenn Du das lieber für Dich behalten willst, ist das doch o.k., Du musst es ja nicht an die große Glocke hängen.
    Klar, in Deinem Alter denken vll. noch viele Deiner Freunde, man wäre verrückt, was totaler Blödsinn ist. Fast jeder kommt in seinem Leben mal in eine Situation, wo er fachlichen Rat braucht, der Eine früher, der Andere später. Im Gegenteil: ich finde es toll und reif von Dir, dass Du da so ehrlich zu Dir selbst bist!
    LG, Natz




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  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Natz für den sinnvollen Beitrag:

    Boby (12.05.2010)

  7. #5
    Neuling
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    Hi,
    vielen Dank erstmal!
    In den letzten 3-4 Monaten war ich zusätzlich körperlich sehr wenig aktiv, zu meinen Hobbys gehört der Fußball, der lange Winter zwang mich dazu kaum mehr zu spielen, und seit das Wetter sich besserte bin ich zu faul geworden. Vielleicht lässt mich der Sport an etwas anderem denken und ablenken, falls dem nicht so wird, werde ich sicher therapeutische Hilfe annehmen.
    MfG
    Boby

  8. #6
    Verleger Avatar von Natz
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    Das ist auf jeden Fall ein Versuch wert-Bewegung ist gut für die Psyche. Ich wünsche Dir alles gute!
    LG, Natz




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  9. #7
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Hallo Boby,

    ich finde es auch wichtig und gut das Du versuchst
    Ablenkung zu suchen um auf andere Gedanken zu
    kommen.
    Sport ist da sicherlich ne sehr gute Idee
    Aber auch andere Hobbys sind ideal, hauptsache
    sie machen Dir Spass und Du geniesst Dein Leben
    und Deine Freizeit

    Du fixierst Dich viel zu sehr auf eine evtl. auftretende
    Blindheit.

    Es ist völlig OK wenn Du regelmässig zum Augenarzt
    gehst und Dich untersuchen lässt, schaden kann das nie.
    Aber Du musst dem Ergebnis des Arztes auch Glauben schenken
    und es damit dann auch gut sein lassen und nicht ewig weiter
    grübeln. Das macht Dich kaputt und führt zu nichts!

    Liebe Grüsse und alles Gute
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

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