Guten Abend!
Bevor ich das eigentliche Problem anspreche, möchte ich einige Dinge zu meiner Person sagen:
Ich bin 22 Jahre alt. Bin arbeitslos und habe den naiven Traum, irgendwann mit meinem Hobby (Musik komponieren und singen) Geld zu verdienen. Nach gescheiterten Versuchen, an einer Musikhochschule zu studieren (Aufnahmeprüfung nicht bestanden) kann ich mich irgendwie nicht entscheiden, wie es zukünftig beruflich weitergehen soll. Wahrscheinlich habe ich leichte Depressionen, da ich fast immer müde und kraftlos bin. Freunde habe ich kaum und geh auch sehr selten mal am Wochenende weg...Als Kind war ich eigentlich öfter der Außenseiter in der Schule. War eher unbeliebt und wurde oft gemobbt. Habe leichte Minderwertigkeitskomplexe...
Mit 16 habe ich angefangen mich mit Musik zu beschäftigen. Ich schrieb eigene Songs und nahm sie auf. Es machte mir super viel Spaß... Durch mein Talent konnte ich andere Menschen von mir überzeugen. Leute, die mich vorher mobbten, hatten plötzlich Respekt. Sowohl im Freundeskreis als auch in der Schule gab es viel Annerkennung.
In den letzten Jahren jedoch hat sich mein Verhalten bezogen auf mein Hobby geändert: Beim Komponieren bin ich total angespannt und perfektionistisch. Habe auch die Lust daran verloren. Es kommt nur selten vor, das ich richtig Lust habe zu komponieren. Das größere Problem habe ich jedoch bei meiner (eigentlich) liebsten Beschäftigung, dem Singen: Ich bin mitten in einer privaten Ausbildung. Ich finde meine Fortschritte in Ordnung, bin jedoch noch nicht dort angekommen, wo ich mal sein möchte: Profi-Niveau. Ich trainiere jeden Tag. Sobald ich jedoch auch nur daran denke, dass ich gleich trainieren werde, steigt dieses negative Gefühl in mir auf: Mein Körper wird unruhig, mein Herz schlägt schneller, Panik kommt auf und meine Schultern verspannen sich total... Ich kann das Gefühl nicht loswerden! Natürlich kann man sich denken, wie negativ sich mein Zustand auf das Training selbst auswirkt: Beim singen ist locker sein ein Muss. Die Folge ist natürlich, das ich schlecht singe.
Wahrscheinlich kommt dieses Gefühl daher, dass ich zu viel Angst davor habe schlecht zu singen; besser gesagt keine Fortschritte zu machen und als schlechter Sänger angesehen zu werden. Meine größte Angst ist es wahrscheinlich, als Sänger mein Umfeld nicht zu überzeugen. Ich sehe mein Hobby als eine Sache, die meine ganze Person ausmacht, da ich in anderen Lebensbereichen oft scheitere. Deshalb kann ich es kaum verkraften, wenn es beim Singen mal nicht klappt oder so, weil sowas sofort an meiner ganzen Person kratzt... Daher kommt auch wahrscheinlich dieses Gefühl, da es hier um weit mehr geht als um ein bloßes Hobby; Ich fühle mich sozusagen wertlos, wenn es mal bei meinem Hobby nicht klappt. Wenn es mal schlecht läuft im Training, bin ich den ganzen Tag schlecht gelaunt! Paradoxerweise ist es gerade mein Ehrgeiz, der mir im Weg steht mich entspannt als Sänger zu entwickeln.
Ich möchte diese Sache in den Griff kriegen, weiß aber nicht wie..
Vielleicht hat jemand von euch ein paar Tipps für mich!?
Bin mal gespannt auf ein paar Kommentare!
mfg


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