Hallo ihr Lieben...
Ich bin 16 Jahre alt und gehe noch zur Schule.
Seit dem 07.09.2011 hat die Schule angefangen und ich bin auf eine völlig neue Schule gewechselt. (Meinen Realschulabschluss habe ich nun, jetzt bin auf einem Gymnasium).
Der erste Tag, so sagt man, ist immer der schlimmste. Doch für mich war es der pure Horror. Die neuen Leute, die neue Umgebung ...all dies ist für mich kein Problem und daran habe ich mich schon gewöhnt.
Die Lehrer haben uns in JEDEM Fach ausdrücklich gesagt was gefordert wird bzw. welcher Stoff drankommt. Und genau dort fängt mein Problem an.
Ich bin eher jemand von der faulen Sorte bzw. jemand der mal einen kräftigen Tritt in den Hintern braucht um zu lernen. Bis zur 9. Klasse hatte ich auch wirklich schlechte Noten, nur im letzten Jahr der Realschule habe ich einen Notendurchschnitt von 2,6 erreicht.
Wenn ich mich mit den anderen Neuen vergleiche, merke ich sofort, dass diese von Anfang an gut in der Schule waren bzw. es einfach gewöhnt sind viel zu lernen.
Nun könnte man natürlich meinen "Dann lern' einfach mehr", doch so einfach ist das nicht. Ich könnte so viel lernen wie ich will, was ich auch in der 10. gemacht habe, dennoch bin ich nur mit Ach und Krach durchgekommen. In Mathe und allen naturwissenschaftlichen Fächern bin ich schlecht, schlechter als schlecht!
Obwohl nur 3 Tage vergangen sind, bemerke ich einfach, dass ich mit dem Gymnasium einfach zu viel wollte, mich viel zu sehr überschätzt habe.
Mein Wille ist zwar noch da und sagt mir "Komm du schaffst das", doch mein Selbstvertrauen ist...weg.
Ich kann es kaum bzw. nur schwer in Worte fassen was ich fühle und denke.
Seit dem ersten Tag bin ich zuhause nur am weinen, kaum eine Stunde vergeht in der keine Tränen fließen. Auch esse ich kaum noch was, nur noch Häppchenweise irgendwelche Kleinigkeiten.
Zu mir selbst kann ich nur noch sagen, dass ich fast ein halbes Jahr in einer depressiven Phase war, bei meiner Psychologin war ich fast alle 2 Wochen. In den Sommerferien (letztes Jahr) hat alles begonnen. Die Depressionen meiner Mutter, die Krebserkrankung meiner Oma und meiner Mutter, der Tod meines Opas, Ameisen in der Wohnung und Dauerstress mit den Nachbarn. So vieles hatte sich angesammelt und in den Sommerferien brach alles heraus.
Es hat sich sogar in körperlichen Symptomen geäußert: Bauchschmerzen die fast unerträglich waren.
Jahrelang hat meine Familie vermutlich gedacht ich wäre so gestärkt, dass mich ihre Probleme nicht sonderlich belasten würden, doch irgendwann konnte auch ich nicht mehr.
Nach den Ferien begann natürlich wieder die Schule und dort wurde ich von zwei Klassenkameradinnen gemobbt bzw. runtergezogen.
Mittlerweile bin ich einfach unglaublich verzweifelt und nachdem ich mit meiner Mutter über das Problem "Neue Schule" gesprochen habe, wurde sie sauer...sehr sauer. Das Resultat ist nun, dass ich für sie gestorben bin (und das sagte sie wirklich). Nicht nur, dass ich nun mit mir selber zu kämpfen habe, nein, meine eigene Mutter will mir nicht helfen auf eine andere Schule zu wechseln bzw. sie will mich nicht unterstützen.
Am liebsten würde ich mich tief in einer Ecke verkriechen und nie wieder hinauskommen, mich von allen abschotten sodass keiner sieht wie schlecht es mir geht.
Andere sagen nun ich würde übertreiben, mich hineinsteigern, doch das tue ich ganz gewiss nicht! Ich versuche mich wirklich abzulenken, mich mit anderen Dingen zu beschäftigen, aber es geht einfach nicht anders!
Es tut mir wirklich leid, dass der Text so lang geworden ist und eigentlich müsste ich schon schlafen, doch diese Schule raubt mir den Schlaf und jegliche Entspannung.
Was soll ich nur machen? Mit meinen 16 Jahren kann ich schlecht Zuhause rumhocken, das will ich auch gar nicht. Ich will etwas schaffen, doch da ist wieder nur der Wille..


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