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Thema: Angst, zu viele Gedanken

  1. #1
    Neuling
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    Standard Angst, zu viele Gedanken

    Hallo!

    Ich hoffe, dass das, was ich jetzt schreib, nicht zu verwirrend für euch wird, ich steig nämlich langsam selbst nicht mehr durch bei mir... Aber erstmal zu mir, ich bin 25 Jahre alt und Studentin.

    Am besten fang ich in der Schulzeit an. Ruhig und schüchtern war ich schon immer. Aber dann ist nach und nach mehr dazu gekommen. Es gab eine Phase, in der in der Pause diejenigen mit denen ich eigentlich zu tun hatte, immer vor mir weggerannt sind und mich ausgelacht, gemieden oder geärgert haben (ich glaube ca. 6. oder 7. Klasse). Dadurch hab ich die Pausen alleine verbracht und versucht mich zu verstecken vor ihnen, damit sie nicht sehen, dass ich alleine bin. Nach einer Zeit war das geklärt, aber das sitzt irgendwie immernoch in mir dieses Bild wie alle vor mir weglaufen und ich war trotzdem immer irgendwie eine Außenseiterin, weil ich so ruhig bin. Zusätzlich war zu Hause noch immer viel und laut Streit. Meine Reaktion hierauf war immer mich so weit zurückzuziehen wie möglich, Musik zu hören, dass ich nichts mehr mitbekomm, und abzuwarten bis alles wieder besser ist. Mittlerweile wohne ich alleine.

    Allerdings komm ich aus meinen eingefahrenen Verhaltensmustern nicht raus. Ich will es, aber kriegs irgendwie nie bzw. nicht dauerhaft hin. Zum einen ist da noch immer diese Angst ausgelacht zu werden, wenn ich was mach. Das führt dann meistens dazu, dass ich gar nichts mach, bzw. alles tu, um nicht aufzufallen. Das hat mittlerweile dazu geführt, dass ich so eine Mauer um mich aufgebaut hab, dass wenn ich z. B. gefragt werde, was ich wegen einer Sache denk, ich teilweise gar nicht darauf antworten kann, weil alles einfach irgendwie leer ist oder ich mich nicht trau, zu sagen, was ich davon denk und das sag, was der andere gesagt hat, um Stress zu vermeiden. Auch wenn ich weiß, dass zwei unterschiedliche Meinungen nicht zu Streit führen müssen. Ich achte auch immer darauf, was andere sagen könnten wegen mir oder dem was ich tu oder nicht, auch wenn ich weiß, dass das nicht sein muss, aber ich hab es noch nicht geschafft, das abzustellen.

    Dann kommt noch dazu, dass ich immer und überall wegen allem nachdenk. Mir wird immer gesagt, dass ich lockerer werden sollte. Das versuch ich auch, aber meine Gedanken stehen mir im Weg. Selbst darüber denk ich nach wie ich das machen soll oder wie ich aufhören kann nachzudenken. Dadurch verkrampf ich immer völlig und dann klappt natürlich erst recht nichts mehr so wie es sollte. Das ärgert mich dann wieder so, dass ich mich schäm für mich und wieder mehr zurückzieh und gar nichts mehr sag, womit wir dann wieder oben wären und sich alles weiter im Kreis dreht...

    Es ist auch so, dass wenn ich zu Hause bin, ich hätte so viele Dinge zu tun (lernen, aufräumen usw.), aber ich bin dann meistens so alle bzw. mein Kopf ist so leer oder voll (je nachdem), dass ich mich gar nicht mehr richtig konzentrieren bzw. aufraffen kann und dann doch wieder nichts schaff oder nicht so wie ich weiß, dass ich es könnte, und mich dann wieder über mich ärger, warum ich nichts schaff und dann drehen sich die Gedanken in die Richtung wieder weiter.

    Alles in allem schaff ich es nicht, aus diesem Kreis aus Angst und zu vielen Gedanken rauszukommen und versteh mich selbst nicht mehr so wirklich. Vielleicht habt ihr ja noch eine Idee

  2. #2
    Neuling
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    Hallo Dine,
    erinnert mich irgendwie an meine Jugendzeit - zich mal umgezogen, keine Freunde und in der Familie Streit mit 3 Stiefvater usw. usw.
    Denke du musst dich mit einer Kraftanstrengung aus dem Kreislauf und der Vergangenheit lösen - etwas finden was "dir" Freude macht und wobei du Leidenschaft empfindest. Das kann alles mögliche sein. Bei mir war das damals "Alaska" - ja Jack London und so. Ich hatte gefallen an dem Bild gefunden, dass ich alleine in Alaska an meiner Blockhütte baue und wenn ich schon alleine sein muss, dann aber in dieser Umgebung und nicht bei den Menschen, bei denen ich mir über vorkomme.

    Als ich etwas gefunden hatte, dass mich aktiv beschäftigt hat, bin ich ein wenig mehr "ich selber" geworden - meine Identität als "Trapper".
    An diesen Gedanken haben dann plötzlich auch zwei Mitschüler Gefallen gefunden. Das kann bei dir auch heute alles mögliche an "Leidenschaft" sein -
    Sport, die Pfadfinder, Natur, Tiere,Musik - teile deine "eigene" Leidenschaft, dann kann der Weg über dein "Du selbst werden" auch zu anderen führen.
    Sei nicht passiv sondern aktiv im "irgendwas" mit Leidenschaft tun, dann verschwinden die kreisenden und lähmenden Gedanken.
    Dies ist natürlich nur eine Erfahrung aus meinem Leben, die dir vielleicht aber einen Gefühls- oder Denkanstoss für dein Leben gibt.
    Es würde mich sehr freuen
    Liebe Grüße
    Mikel

  3. #3
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    Hallo Dine!

    Ich lasse jetzt bewusst das Konjunktiv weg, ich stelle meine Vermutung jetzt einfach als Tatsache hin, lässt sich leichter für mich niederschreiben, auch wenn es somit sehr bestimmend und als "richtig" rüberkommt...

    Habe auch in Schülerjahren Ausgrenzung und Hänseleien erlebt etc. und habe mich auch damit selbst noch mehr zum Aussenseiter gemacht, weil ich wie du auf Abstand ging. Das Problem was damit meist einhergeht ist, dass man sein Selbstvertrauen in vielen Dingen komplett verliert, bei mir war es das Auftreten und flüssige Sprechen. Letzteres erlebe ich gelegentlich bei mir noch heute selbst, wenn ich eine längere Zeit mich von Mitmenschen abgrenze und somit wenige spreche.

    Durch deine defensive Art, welche du dir jahrelang antrainierst hast, bleibst du auch in deinem Teufelskreis und kannst diesem nur schwer ausbrechen.

    Um meine Meinung auf den Punkt zu bringen, such dir eine Möglichkeit daraus herauszubrechen und dein Leben so zu leben wie du dir es immer geträum hast! Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben!
    Ich fing an mir halt beim Aussehen zu suchen, weil diese Oberflächlichkeit dir viel Aufmerksamkeit, Zuspruch und Tür und Tor öffnet. Selbst beim finden eines Partners.
    Dadurch erhältst du am meisten "Ego pushing" wie ich zu sagen pflege und du "siehst" wirklich jeden Tag was du "erreicht" hast. Natürlich neigt man hier leicht dazu in Oberflächlichkeit abzuratschen. Da ich eh sehr groß bin, sehr nahe der 2 m Grenze ^^, stand ich schon immer sofort im Fokus, wenn auch nur "negativ" was mich doppelt schmerzte. Ich fing an mit Fitnessstudio und baute Jahrelang Muskelmasse auf, stelle Ernährung um, bräunte mich gelegentlich, fing an wegzugehen, Leute kennenzulernen, sehr viele "schlechte" Leute und machte so meine gewünschten Erfahrungen. Bis mir eines Tages klar wurde, dass egal wie sehr ich auch mich versuche eine Art aufzuzwängen, ich kann sie niemals "leben", denn ich bin im inneren der ruhige und überlegte Typ, welcher immer Abstand zu Leuten sucht. Letztenendes widerte ich mich sogar selbst an und grenzte mich wieder ab.

    Du wirst dich somit nie komplett ändern können, du bist was du bist. Menschen können sich nicht ändern, und wenn dann nur vlt. in gewissen Maße, wenn sie es von ganz tief aus sich heraus wollen! Dafür brauchst du einen starken Willen und Disziplin! Rechne dir aus, wieviel Zeit du in deinem Leben schon "vergeudet" hast und wieviel/wie wenig noch vor dir liegt. Nutze diese, du hast nur ein Leben! Oft wirst du stolpern, aber wie es schon in Batman hieß "Warum fallen wir James? Damit wir wieder aufstehen Master Bruice!"

    Ich bin heute so wie ich es mir immer gewünscht habe, bin selbstbewusst, gelegentlich auch zu viel des guten, und habe meine Liebe gefunden und einen sehr guten Freund, was mehr als xx "gute" wert ist. Habe viele negative und schöne Erfahrungen gemacht, aber DAS ist das Leben und so SOLL es auch sein.
    Und dieses Gefühl des "nichtaufraffen könnens" ist ein Teil des Ganzens, das wirst du auch webbekommen, aber ab und an holt es dich wieder ein, evlt. auch gelegentlich Melancholie wird sich breitmachen, und letztenendes wirst du über all das nur noch lachen können

    Du musst nur deine Richtung finden, du musst nur nachdenken in welche.


    Wie möchtest du am liebsten sein und wie willst du es erreichen?

  4. #4
    Neuling
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    Hallo
    Entschuldigt, dass ich mich nun hier mittendrin einmische.
    Zu allererst möchte ich festhalten, dass meine Kindheit ganz genauso war. Meine Mutter hatte damals allerdings nicht Streit mit meinem Vater, sondern vielmehr war sie alleinerziehend und - meiner Meinung nach- schwerst depressiv. (das Thema, dass alleinerziehend und fulltimejob natürlich ein Wahnsinn sind, lasse ich jetzt beiseite)

    Ich gebe den Vorrednern allesamt Recht! Ich sehe es genauso, dass man die eigene Kraft mobilisieren muss und versuchen muss aus dem Gefühls-Wirr-Warr auszubrechen.

    Aber neben der Unfähigkeit, die ich bis dato dazu hatte bevor ich begann auf ärztliche Anweisung AD's zu nehmen, jetzt hätte ich die Kraft, aber , wie soll ich sagen, ich Checks einfach nicht. Bekomms nicht auf die Reihe! Ich versteh mich selbst nicht.
    Auf der einen Seite war ich immer unfähig meine wahren Gefühle zu zeigen, wenn überhaupt welche da waren, auf der anderen Seite habe auch ich versucht ( nach wie vor ) eher "everybodys Darling" zu sein.

    Beim geringsten Anflug von Konflikten habe ich innerlich das Gefühl, ich müsse sterben. Ja, ich kann das sehr gut verbergen, weil mein schauspielerisches Talent eigentlich fast Oskar-reif ist. Aber auch bei mir drehen sich die Gedanken! "was denkt er / sie über mich", "hoffentlich werfen die mich hier nicht raus" "mein Job ist sowieso unnötig" " ich bin ungenügend hier" "Freunde sind freunde wenn man sie am Kinn kratzt, immer und immer wieder"..

    Was ich damit sagn will ist, zum eröffnungsbeitrag, das problem kennst du offensichtlich, lass dich professionell beraten, nimm wenn's sein muss media, die dich widerstandsfähiger/stärker machen. Bei mir war's davorso schlimm, dass wenn der Chef mich nur angesprochen hat, mir teilweise schwarz vor Augen wurde.. Das ist nun alles kein Thema mehr. Allerdings weiß ich bei mir einfach nicht welche Faktoren bei mir zum mangelnden Selbstbewusstsein noch dazukommen, so das ich einfach unglücklich bin..


    Lg!

  5. #5
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo,

    kurz allgemein was dazu:

    wenn ihr den Eindruck habt, zu sehr in der einen Polarität zu sein, also im Kopf, womöglich abgespalten von Herz und Bauch, dann haltet euch doch mal nicht so lange damit auf, die Begründungen dafür zu suchen, sondern geht mal ne Zeitlang ganz bewusst in den Gegenpol: also Körperarbeit, Sport, Atemarbeit, Ausdrucksarbeit (Theater, Singen), kreatives Schaffen, oder einfach Gartenarbeit, Holzhacken, also physische und sinnliche Anregungen.

    Viel Spaß

  6. #6
    Neuling
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    Daumen hoch

    http://www.youtube.com/watch?v=oF4QNSWgUgU

    dieser mann kann euch weiter helfen z.b.. analytische denker, sollten sich analytischen aufgaben zuwenden.

    eine analytische aufgabe für den analytischen denker (mensch) ist es, (sein) leben zu verstehen. die wissenschaft versteht es bereits sehr gut.

    willenstärke ist grundvoraussetzung. solltet ihr bereits ausserstande sein diese aufzubringen veranlasst, das euch auf die weise geholfen wird, die ihr für richtig anseht. ihr habt klare vorstellungen, wie das "leben" sein soll. da lieg ich doch richtig, oder?

    wesentliche dinge, welche zuerst zu beachten sind

    ernährung, lebensziele, bewegung, familie, erwartung,...

    diese dinge haben eines gemeinsam, es sind die wesentlichsten faktoren, die das subjektiv empfundene "Glücksgefühl" verstärken.

    einen oder mehere der negativen faktoren wirken zu stark auf euer dopaminerges system

    sollte ich näher auf die einzelnen punkte eingehen (ernährung, lebensziele, bewegung, familie, erwartung,... noch mal weils so wichtig ist) oder auch die negativen, so kontaktiert mich bitte

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