Hallo erstmal.
Ich bin 20 Jahre alt und wohne seit ca. 2 Jahren alleine. Seitdem entwickle ich irgendwie immer neue und immer mehr Ängste. Ich hatte schon oft mit Depressionen und Borderline-ähnlichen Symptomen zu kämpfen, aber die Angststörungen sind größtenteils neu. Dabei ist im Moment eigentlich alles gut, ich habe keine Depressionen oder Sonstiges. Nur immer diese Ängste, die sich in betreffenden Situationen in Nervosität und einer starken inneren Unruhe äußern.
Ich könnte unzählige Beispiele nennen, hier einige davon:
- Aufzüge, oder Räume in denen die eventuelle Gefahr bestehen könnte, eingeschlossen zu werden.
- Verfolgungsangst - denke dauernd daran, dass mich jemand verfolgen, ausspionieren oder gar töten könnte. Ich durchsuche jedes Mal, wenn ich Abends nach Hause komme, meine Wohnung, erst wenn ich sicher bin, dass ich allein bin, ist alles ok.
- Tod generell... es KÖNNTE ja sein, dass ich morgen sterbe... dann mache ich mir Gedanken darüber, wie und wann ich sterbe und was danach kommt und es macht mich jedes Mal wahnsinnig.
- Habe unglaubliche Angst, mich irgendwie in der Öffentlichkeit zu blamieren.
- Über meine Gesundheit mache ich mir auch andauernd Sorgen. Was, wenn ich irgendwas Schlimmes habe - Krebs, HIV, irgendwas mit dem Herzen - aber zum Arzt zu gehen, traue ich mich genauso wenig.
Das alles und noch unzählige andere Gedanken machen mir echt das Leben schwer. Teilweise fühle ich mich in ganz normalen Alltagssituationen total bedrückt, obwohl ich denke 'Hey, alles ist cool, du solltest eigentlich glücklich sein' und dann muss ich erstmal überlegen, welcher Gedanke mich da gerade wieder im Unterbewusstsein quält und mich irgendwie beruhigen...
Ich wollte schon lange mal einen Termin beim Psychologen machen... wenn da nicht eben auch diese Angst vor Ärzten wäre.
Es ist echt zum kotzen