Hallo ihr,

da es hier immer wieder mal zu "Notfällen" kommt und die Betroffenen in ihrer Betroffenheit nicht mehr wissen, wohin sie sich wenden können, und da bei therapeutischen Einrichtungen oft lange Wartezeiten sind, oder auch Schwellenängste wegen der Identität, will ich auf die Möglichkeit hinweisen, sich an eine anonyme Selbsthilfegruppe zu wenden.

Die gibt es inzwischen für sehr viele Erkrankungen/Störungen sowie für Angehörige von Erkrankten. Eine Übersicht: http://www.zwoelf-schritte.de/index....id=8&Itemid=28

Ich selbst habe zwar keine praktische Erfahrungen damit, habe sie aber als Teil des Therapiekonzeptes der psychotherap/psychossom. Klinik kennengelernt, in der ich kürzlich arbeitete. Der Vorteil ist der, dass sie eine Struktur bildeten, die dann in der nachstationären Zeit Halt geben kann. Aber das nur nebenbei...

So ziemlich alle anonymen Selbsthilfegruppen arbeiten nach dem 12-Schritte-Programm:http://de.wikipedia.org/wiki/Zw%C3%B...ritte-Programm

Das ließt sich vll etwas gruslig, weil religiös. Mir wurde das aber in einer Form erklärt, die ich als Betroffene hätte annehmen können, nämlich mehr spirituell als religiös ausgerichtet und ich verstehe darunter ein Eingebunden-sein und darum loslassen-dürfen. Aber man muss sich damit nicht zwangsläufig auseinandersetzen und einverstanden erklären. Dieses 12-Schritte-Programm ist lediglich eine Empfehlung, keine Voraussetzung für die Teilnahme.

Ich glaube, dass diese Gruppen eine gute Erste-Anlauf-Stelle sein können. Denn die soziale Unterstützung von anderen Betroffenen kann durchaus ein erstes Auffangbecken und eine dauerhafte Hilfe sein.

Vll gibt es hier ja jemanden, der persönliche Erfahrungen als Betroffener mit einer solchen Gruppe gemacht hat und darüber berichten will.

LG Gaby