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Anpassungsstörung?
Guten Tag!
Stecke - wie offenbar viele - ebenfalls in einer schwierigen Lage. Meine Kindheit verlief nicht allzu glücklich, meine Eltern haben sich oft gestritten, oft habe ich mich ungeliebt gefühlt und meine Bedürfnisse zur Stressvermeidung besser nicht angemeldet. Auf der Schule fühlte ich mich nicht wohl, da es sich um eine Elite-Schule handelte und entsprechende Kinder von angesehenen Berufen der Eltern mit mir lernten. Mit 15 hatte ich meinen ersten Freund, die Beziehung hielt rd. 8 Jahre. Ich verliebte mich dann in einen Mann, der aber eine feste Bindung mit mir nicht richtig eingehen wollte - er hatte nicht nur im Bereich Beziehungen Probleme mit der Verbindlichkeit. Allerdings faszinierte er mich mehr als mein erster Freund, mit dem die Beziehung so "dahin dümpelte". Die Beziehung mit meinem 2. Freund hielt immerhin 3 Jahre, der Verlauf war sehr leidenschaftlich und ich hatte des öfteren das Gefühl, mich irgendwie "verloren" zu haben. Auch meine Freunde hatten wenig Verständnis dafür, dass ich bei ihm geblieben war. Nach dieser Beziehung (das Ende war ebenfalls grausig) hatte ich mich 7 Jahre auf niemanden mehr eingelassen. Der Wunsch nach einer Partnerschaft ging mir jedoch nicht mehr aus dem Kopf - und so suchte ich im Internet nach einem Mann, der zu mir passen sollte. Viele Männer habe ich in dieser Zeit getroffen, oft haben Banalitäten dazu geführt, dass ich das Interesse schnell verlor - obwohl eigentlich insbesondere zu Beginn nichts Konkretes an ihnen auszusetzen war. Mit 33 habe ich nun einen Mann getroffen, der sehr auf mich eingeht und mir jeden Tag zeigt, wie sehr er mich mag. Da ich ihn auch mag und wir zu passen scheinen, möchte ich natürlich, dass die Beziehung an Form annimmt und tue dafür nahezu alles. Und jetzt kommt mein Problem: Wir sind jetzt 1 Jahr und 5 Monate zusammen. Zu Beginn überfielen mich die üblichen Zweifel, ob das alles sich so richtig anfühlt. Diese wurden weniger. Bereits nach 10 Monaten zogen wir zusammen. Die Zeit nach dem Zusammenzug war geprägt von Stimmungsschwankungen, Kloßgefühl im Hals und zwischendurch auch mal guten Zeiten. Inzwischen kann ich damit leben, keine "Höhle" mehr für mich allein zu haben und akzeptiere das Teilen meines Lebensraumes. Von Genuss kann ich noch nicht wirklich sprechen, aber ich denke, dass es irgendwann kommen wird? Ich hatte rückblickend noch keine wirklich gute Beziehung, also kann ich schlecht sagen, was sich wie richtig oder wie falsch anfühlt. Ich habe das Gefühl, ganz schön dafür arbeiten zu müssen, dass mein Freund und ich eine gemeinsame und möglicherweise auch glückliche Zukunft zusammen haben können. Mir läge viel daran, diese Beziehung eben nicht mehr mit meinen Schwierigkeiten zu belasten, die ich im übrigen nicht für mich behalten kann (und auch nicht muss - wir können wirklich über alles reden und mein Freund scheint sehr viel Geduld mit mir zu haben). Ob eine Therapie hilft, dass ich es leichter empfinde? Oder mir zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin? Hatte gehofft, mit 35 Jahren "schlauer" zu sein... VG, Malina
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