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Thema: Anti-Depressiva hier, Anti-Depressiva da -.-

  1. #1
    Neuling
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    Standard Anti-Depressiva hier, Anti-Depressiva da -.-

    Hallöchen

    Wollte ganz gerne ein Thema anreissen , was mich manchmal echt zum Kopfschütteln bringt und evtll. kennt hier jemand das Problem.

    Ich habe es nun schon 2x erlebt das mir einfach willkürlich Anti-Depressiva verschrieben wurde...(ich persönlich vertrete hierbei die Meinung, das diese Mittel nur was für Leute sind, die echt irgendwo garnicht mehr mit sich klar kommen...wo auch eine Therapie nicht mehr wirklich weiter hilft, bzw. sie in ihrem Alltag arge Schwierigkeiten haben, die sie ohne diese Tabletten nicht mehr meistern können.)

    Fall 1)

    War vor ca. einem halben Jahr.. ich arbeite damals in einem Lebensmittelladen. Dort angekommen hatte ich solche kreislaufprobleme, das ich fast umgekippt wäre (habe schon seid ich 6 jahre bin probleme mit einem zu niedrigen blutdruck). Habe mich hingesetzt, schwarzen tee getrunken etc...wurde aber nicht besser...ich also meinem chef bescheid gesagt, das ich bitte zum arzt möchte..bevor ich noch weg klappe...

    Ich also zum Arzt marschiert, dort angekommen, messte er meinen Blutdruck und stellte fest das mein Blutdruck in einem normalen Bereich war (fühlte mich aber immernoch so schlapp) daraufhin fing an mich der allgemein-mediziner auf dinge wie : wie geht es ihnen? kann es sein, das sie zuviele emotionen überall rein stecken? etc...auszufragen...ich bejahte natürlich alles...war ja auch irgendwie so..worauf der arzt meinte, das er mir dann mal ein mittel aufschreibt, damit es einem seelisch besser geht... ich fragte ihn nur empört , ob es ein anti depressiva sei...was er verneinte!! Zuhause angekommen, wühlte ich das Rezept heraus und schaute im Internet nach..und natürlich war es ein anti depressiva....!

    Ist so ein Verhalten nicht gröbst Fahrlässig? Ein Arzt , der noch nicht mal Psychologe ist, jemanden den er vielleicht seid 5 min. kennt ein Anti-Depressiva zu verschreiben?

    2 Fall)

    Ich hatte einen Psychater ausfindig gemacht, zu dem ich wollte.... Habe 5 mins (noch nichtmal!) mit ihm gesprochen und prompt wollte er mich in die Klinik einweisen ...hallooooo Oo...*kopfschüttel*

    Zumal ich an sich nichts von Anti-Depressiva halte... ich sehe diese Mittel nur wie eine art droge an... die die symptome überdecken aber sie nicht an der wurzel packen... sie lösen die probleme nicht..sondern vernebeln einen nur.. da könnt ich mir ja auch gleich nen joint rein pfeiffen... war damals genau der gleiche effekt bei mir -.-

    was meint ihr dazu... allgemein zum thema anti-depressiva... und habt ihr auch schonmal solche erfahrungen gemacht?

    LG Zoey

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo Zoey,

    das das ist auch seit geraumer Zeit ein Aufregthema für mich

    Ich selbst hab zwar wenig Arztkontakte, ich hab lediglich mal eine Kurztherapie gemacht in einer Umbruchsituation, da wurde es mir auch schnell angeboten. Mit den Worten: das wäre nur ein ganz leichtes ich hab drauf verzichtet, was soll das?! da trink ich doch lieber heiße Milch mit Honig, menno....

    Aber ich habs als Fitness-Trainerin mitgekriegt, dass erschreckend viele junge Leute kamen, weil sie Antidepressiva einnahmen und der Arzt ihnen zusätzlich Sport verordnet hat. Zum einen wegen der psychischen Komponente, aber vor allem wegen der Gewichtszunahme, die sich daraus ergibt, weil das Zeugs den Stoffwechsel verlangsamt.

    Und auch von Leuten, die in sozialen Berufen arbeiten, habe ich das schon bestätigt bekommen, dass die Behandlung mit Therapie und Antidepessiva bei Kinder und Jugendlichen zugenommen hat.

    Ich hab dafür nur eine Erklärung: €€€€€€€€€€

    Es werden im medizinischen Bereich alle (un-)möglichen Märkte erschlossen, die schnelles und bequemes Geld bringen. Man kann jedem Menschen was psychisches anhängen, sogar einem mit schwachem Kreislauf, wie Du weisst. Die Diagosen sind schnell zu stellen, da wischiwaschi und das Rezept ist auch schnell geschrieben. Und der Patient ist ruhiggestellt.

    Das geht auch entsprechend selbstverständlich in die Mentalität der Leute über. Es gibt doch immer weniger, die noch etwas über Krisen und Lebensthemen, die es zu bewältigen gilt, wissen, über das auf und ab, dass wir immer wieder phasenweise "neu geboren und sterben"müssen, also sich auf die Schwankungen und Stationen, die Krisen und Entwicklungen mit sich bringen, einstellen können.

    Irgendwie scheint es für das normale Lebensgefühl gehalten zu werden, ständig in Watte gepackt sein zu müssen. Und dann wundert man sich, dass es überall Störungen in Selbstvertrauen, Selbstliebe, Selbstbewusstsein usw. gibt. Aber das kommt halt nicht von der Watte, sondern das kommt vom durchleben, vom sich-etwas-erarbeiten. Schmerzen sind schlimm und ich muss sagen, ich selbst habe zu all dem auch erst ein natürlicheres Verhältnis, seit ich selbst im Physischen geboren habe. So eine Geburt, das ist der Rhythmus des Lebens, durch den wir immer wieder hindurch müssen, mit all den Schmerzen und Verlusten. Aber nur so entsteht Neues.

    Sry, wurde wieder länger, aber das wollte ich schon lange mal loswerden.
    Bitte nicht miverstehen: ich rede jetzt nicht von schwerwiegenden Erkrankungen, sondern von einer Massenbewegung.

    LG Gaby

  3. #3
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Ich finde auch, das Antidepressiva viel zu schnell verschrieben werden.

    Schon bei kleinsten Verstimmtheiten oder mal Grübelphasen werden sie verschrieben. Meiner Meinung nach helfen sie vielen garnicht vom Wirkstoff her, weil sie sie nur ein paar Tage nehmen und sie sie dann wieder absetzen.
    Meistens ist das Vertrauen in Pillen grösser, als in die eigenen Heilkräfte.
    Viele hätten auch nur ein Placebo gebraucht, um die Phase umzubekommen.

    Ich weiss garnicht genau, wie man die Stoffwechselerkrankung im Blut vielleicht feststellen kann. Muss ja irgendwie nachweisbar sein, weiss jemand was davon.

    Habe bisher nur gehört, das es nach dem Fragenkatalog geht...
    und wenn man mal eine Krisenphase hat, passen die Symptome ja zu einer Depression, obwohl es ja keine wirkliche ist. Depression ist eine Krankheit, die man nicht loswird, weil der Stoffwechsel gestört ist. Heilung habe ich bisher noch nie was von gelesen, nur der Umgang mit der Krankheit kann einem helfen sich nicht aufzugeben, sondern die Phasen auszusitzen und die Hoffnug nicht zu verlieren.

    Mir haben viele schon geraten, die ADs abzusetzen, weil andere das auch gemacht haben. Sie halten die Tabletten, wenn man sie dauerhaft nimmt als Wesensänderung, ich kann es nicht bestätigen, weil sie mir endlich Freiheit gibt, das zu tun, wovon ich in der Depressionsphase nur denken konnte.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  4. #4
    Verleger Avatar von Waris
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    Kann mich da nur anschließen. Auch mir wurden bereits zwei mal Mittelchen verschrieben. Keine Antidepressiva, sondern Neuroleptika und Downer. Jedenfalss Psychpharmaka. Einmal von einer Psychiaterin und einmal von nem Hausarzt. Und das obwohl ich zumindest beim zweitenmal, eigentlich jemanden gebraucht hätte, mit dem ich über all die Probleme reden hätte können. Und nicht Medis, die mich noch verwirrter gemacht haben. Ich möchte nicht wissen, wieviel Prozent der Bevölkerung abhängig ist von solchen Mitteln.
    Für mich sind Psychopharmaka sinnvoll, für Menschen denen es sehr schlecht geht, in der Übergangsphase bis eine Therapie anschlägt. Manchmal muss man auch erst mal etwas runterfahren, um eine Therapie überhaupt machen zu können. Und es gibt eben auch, wie Knuddel schon sagte, chemische Veränderungen im Gehirn, welche mit Medikamenten behandelt werden müssen.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  5. #5
    Gast1220
    Gast

    Standard Antidepris

    Hallo Zoey,

    von Antidepressiva in verschiedener Dosierstärke kann ich ein Lied singen. Gut das ich das Zeug z. Zt. nich brauch. Am Schluß der Einnahmen habe ich es dann so gehalten, daß ich z. B. Homöopathie, oder Sport (auch Spaziergang), oder Tee, auch heiße Milch mit Honig erstmal so zur Besserung probiert habe und dann kombiniert habe, wenn's sein mußte. Beim Kombinieren habe ich meinem Psychiater gesagt, dass ich wenig Medi möchte.

    Antidepressiva sehe ich mittlerweile als eine art psychische Asperin an.
    Heißt, wenn ich körperlich Schmerzen habe nehme ich Asperin - die Schmerzursache ist damit aber auch nicht erledigt, da kann man Asperin fressen soviel man möchte.
    Wenn ich psychische Schmerzen habe nehme ich u. a. Antidepressiva - auch hier ist die Schmerzursache dann nicht erledigt und kommt meistens wieder. Vielleicht beruhigt sich die Psyche bei Antidepressiva auch mal und ne Sache ist erledigt, ist doch beim körperl. Schmerz auch nicht anders, mit Asperinbehandl.

    In Deinem 1. Fall hat Dich der Arzt schlichtweg angelogen, das geht gar nicht. Wenn er vielleicht mit der Wahrheit Bedenken hatte, dass Du sie nicht nimmts, ist seine Aufgabe die Frage nach der Ursache zu stellen und dann zu reagieren, wie dann auch immer oder zu erklären, warum die Antidepris.

    Psychische-Schmerzbesserung ist Arbeit, auch für Ärzte.

    Gruß Min

  6. #6
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo Min,

    wirken ADs denn auch innerhalb von Stunden? Ich dachte immer sie brauchen meist 14 Tage mindestens bis ein Spiegel im Blut vorhanden ist, um zu wirken??
    Zumindest wurde mir es so erklärt und als ich in schwerster Depressionsphase steckte, hat es auch lange gedauert bis was gegriffen hat.

    Irgendwie hab ich das Gefühl es wird leichtfertig damit umgegangen. Medis alleine kriegen das Problem nicht an der Wurzel gepackt. Nur Schmerzmittel beim Beinbruch sind ja auch nicht wirklich die Lösung.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  7. #7
    Verleger Avatar von Waris
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    Also, ich weiß nicht, wie es mit AD´s ist. JEdenfalls die Mittel die ich genommen habe, die bauen zwar auch diesen Spiegel auf nach 2 wochen, aber die hauen trotzdem sofort rein. Ich denke aber nicht, dass sie da schon die gewünschte Wirkung erzielen.
    Wenn Sie mich suchen, ich halte mich in der Nähe des Wahnsinns auf, genauer gesagt auf der schmalen Linie zwischen Wahnsinn und Panik, gleich um die Ecke von Todesangst, nicht weit weg von Irrwitz und Idiotie.

    Ich bin frei und ich l(i)ebe es!!!

  8. #8
    Gast1220
    Gast

    Standard

    Hallo Knuddel,

    wo hab ich was von Stunden geschrieben bei AD's?
    Beim Deiner restlichen Antwort sind wir uns ja einig.

    Gruß Min

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