Hallo,
kann mich Waris nur anschliessen.

Von "normalen" Ärzten, ohne expliziter Facharztausbildung für Psychotherpaie, halte ich nicht viel, weil sie nicht in Sachen Psyche ausgebildet sind und häufig dann Medikamente (Antidepressiva, Tranquillizer) verschreiben, ebenso wie viele Psychiater, Neurologen) - anstatt sofort an einen Psychologen bzw. Psychotherapeuten zu überweisen. Und mein Ex ist Arzt, zudem habe ich eigene Erfahrungen dieser Art, ich weiß also, worüber ich schreibe.

Auch meine ganz persönliche Meinung ist, nicht einfach gleich ein Problem zuklatschen, egal mit welchen Mitteln, sondern versuchen, eben vllt. auch mit professioneller Hilfe, diese zu verstehen und dann psychologisch zu lösen - was dann letztlich auch eventuellen künftigen Depressonen oder anderem vorbeugt.

Medikamente sind m.E. nur dann zulässig, wenn sonst gar nichts mehr ginge, also bei starker Suizidgefahr oder Hyper-Panikattacken, fürs erste. Danach muss eine gute Therapie relativ schnell greifen, sonst ist es eben manchmal nicht der/die passende Psychotherapeut/in.

Ich habe drei Jahre mit einer Psychoanalyse vertan, weil die Therapeutin nicht passte bzw. sie nicht das richtige Gespür für mich hatte, das war das Schwerwiegendste (es war eben kein Widerstand von mir). Darüber hinaus war auch zu dem Zeitpunkt dies nicht die richtige Methode für mich. Danach hatte ich nochmal 1 Jahr Lebenszeitvergeudung. Beide Therapeutinnen fragten mich nie, wie es damit aussieht, mal vllt. die Medikamente wegzulassen, um näher gefühlsmässig an die Probleme zu kommen - und sie daraufhin besser bearbeiten zu können. Nein - und die Jahre vergingen. Nichts änderte sich.
Und dann brauchte ich noch eine 3. Therapeuten - und die war der Bringer. sie hat mir sehr gut auf meinem Lebensweg weitergeholfen, relativ schnell sogar. Passende Psychotherapeutin, richtige Methode, Sympathie und dann Vertrauen. Sehr, sehr wichtig.

Man darf nicht vergessen, auch prof. Psychos müssen ihre Miete/oder ET-Whg./Haus und sonstigen Lebensunterhalt bezahlen.

Liebsten Gruß und alles Gute,
Kimara