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Thema: Arbeit und Privatleben

  1. #1
    Neuling
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    Standard Arbeit und Privatleben

    Hallo erstmal,
    ich habe lange überlegt... zu reden...oder weiter zu schweigen...
    Nunja... ich schreibe... in der Hofnung auf einen brauchbaren Rat.

    Vor 8 Jahren habe ich eine Frau kennengelernt. Wir sind zusammengezogen, sie hat hier eine Arbeit??? gefunden und das übel begann...
    Anfangs hatten wir gemeinsame Pläne...so z.b. auch noch mindestens ein Kind (sie hat ne Tochter, damals 11 Jahre). Nun gut... Sie hatte einen Job gefunden, wobei das Bewerbungsgespräch schon schief lief. Einstellungsvorrausetzung war: Das sie keine Kinder mehr möchte und das Ihre Tochter betreut wird. Ok, so laufen ja 90% aller Bewerbungsgespräche ab und das erste hat sie mit einer Lüge beantwortet und das zweite war ja gegeben, da ich im 3 Schicht Betrieb tätig war und für die Spätschicht ja unsere Nachbarin zu Verfügung stand.
    Also, sie hat den Job (Bürotätigkeit) und den Anfang alles übels bekommen (allerdings nur nen 6 Monate Vertrag)
    Von Anfang an lief es eigentlich so, das sie z.b. zum Pinkeln ausstempeln musste. Mittagspause ca. 10 Minuten und Arbeitszeit jeden Tag ca. 10h. Naja... in den 10 Minuten hat sie oft zuhause Angerufen wegen Ihrer Tochter und wenn sie hat länger Arbeiten müssen hat sie Ausgestempelt und kurz angerufen, um bescheid zu sagen das es später wird. Zum damaligen Zeitpunkt, hatten wir uns auch darauf geeinigt, das der Kinderwunsch erst zur debatte steht, wenn sie einen festen Arbeitsvertraqg hat.
    Ok, das mit den telefonieren hatte sich schnell auch erledigt, weil Ihre Kollegen ihr eingetrichtert haben, das das wohl moslemische Verhältnisse wären und es nicht sein könne das man seinem Partner "rechenschaft" ablegen MÜSSE! Wie gesagt, eigentlich waren die Anrufe auch freiwillig von Ihrerseite aus, und ich fand das auch super so. Irgenwann hat sie uns Verboten, das wir uns bei Ihr melden, wenn sie auf Arbeit ist. Das kam bis dahin eigentlich auch nur dann vor, wenn z.b. Ihre Tochter nach der Schule überfällig wahr, und ich wissen wollte, ob sie evtl. was weis, ob die kleine was vorhat.
    Stutzig gemacht hat mich dann Irgendwann mal, das JEDER Urlaub, denn wir gemeinsam geplant hatten 2-3 Tage vorher aus dringenden betrl. Gründen gestrichen wurde. Sie meinte, sie müsse das machen wegen Festvertrag usw. So hat sie z.b. bei unserer Hochzeit nur ein paar Stunden frei genommen und ist nach dem Standesamt wieder auf Arbeit, weil sie davon ausging, das auch der Tag gestrichen wird, wenn jemand mitbekommt, das wir vorhaben zu heiraten. Schon zu dieser Zeit hab ich oft mit Ihr geredet, ob es nicht sinn machen würde sich nen neuen job zu suchen, weil mir diese Firma eher wie eine Sekte vorgekommen ist. Sie meinte nur, das Ihr die Arbeit sehr viel spass machen würde und das sie sich das nicht mehr gefallen lassen würde, wenn sie einen Festvertrag hätte.
    Nach 2 Jahren, hat sie dann Endlich auch ihren Festvertag bekommen.
    Nun gut.... dachte ich... endlich wird alles entspannter... doch IRRTUM.
    Ihre Firma veranstaltet Firmenfeste z.b. nur ohne Familienangehörige. Was an und für sich nix schlimmes ist, machen ja viele Firmen. Auf diesen Festen ist sie aber nie erschienen, weil sie der Meinung war... das ist Ihre Freizeit, und die möchte sie lieber mit mir verbringen, was ich auch super fand. Nun, in der Firma haben sie sie fertig gemacht... von wegen ich würde sie nicht alleine fort lassen... und zuhause habe ich ihr Irgendwann in den Ohren gelegen... sie möchte bitte hin gehen um des friedens willen.
    So ist es z.b. wenn bei uns Volksfest ist üblich, das Firmen Tische reservieren für Firmenangehörige. Nur bei Ihrer Firma, durften keine Familienangehörigen auftauchen. Also...auf gut Deutsch... sie durfte an jenem Tag auch mit mir nicht aufs Volksfest und sich z.b. mit mir zu meinen Kollegen setzen bzw. gab es bei Ihr auf Arbeit ärger, wenn wir getrennt gegangen sind und ich dann an Ihrem Tisch war und mit Ihr geredet habe.
    Nun gut... vor ein paar Jahren wollten wir künstlich befruchten lassen, da wir ja auch schon ein gewisses alter erreicht hatten. Wir hatten auch schon einen Termin usw. Nun, nach dem ersten Versuch haben wir abgebrochen. Sie hat damals begründet, das sie mir den stress nicht antun wolle. Später hat sie dann erzählt, das sie mit ner Kollegin so allgemein geredet hat und dabei auch wohl erwähnt, das sie nicht verhütet und evtl. irgendwann mal schwanger werden könne. Jedenfalls scheint sie...wenigstens Ihrer Erzählung nach, diese Kollegin beim Chef verpfiffen zu haben...welcher sie auch zu einem 4 Augen Gespräch ins Büro zitiert hat. Ihrer Erzählung nach, hat er Ihr wohl erklärt, das sie ja eingestullt wurde, weil sie keine kinder mehr wolle... und das es mittel und wege gibt auch Schwangere zu feuern.
    Ich war natürlich sauer...aber so richtig geglaubt habe ich Ihr das eigentlich nicht.
    Nun... ca. 6 Monate später wurde sie an der Schilddrüsse (Verdacht auf Krebs, zum Glück aber Gutartig) operiert. Nach der op hatte sie eine Stimmbandlähmung... und eine Körperhälfte konnte sie nicht koordinieren bzw. war taub. (eingeklemmter Nerv während op). Als sie vom Krankenhaus heim kam, hat Ihre Vorgesetzte angerufen und wollte sie sprechen. Ich hab Ihr dann freundlich erklärt, das das nicht möglich sein, da meine Frau noch nicht sprechen kann. Daraufhin ist Ihre Vorgesetzte am telefon verbal ausgerastet. Nun ja, wir sind dann auch sofort in Ihre Firme gefahren (wunsch meiner Frau) damit sie sieht, das meine Frau wirklich nicht sprechen kann. Ich hab meine Frau selbstverständlich an Ihren Arbeitsplatz begleitet, da sie noch halbseitig nicht ganz fit war. Dort angekommen, wurde ich in Empfang genommen mit den Worten... das währe ja noch schlimmer als Moslemsische verhältnise... und meine Frau könne wohl gar nix allein. Ich war erstmal überfahren und habe nur Verdutzt geguckt.
    Nun...ein paar Wochen später, als meine Frau auf Wiedereingliederung war, durfte sie beim Geschäftsführer antanzen. Grund war, das sie für ca. 6 Monate die Abteilung wechseln wollte, bis Ihr Stimmband wieder funktioniert. (Sie hat bis dahin Telefonmarketing gemacht.) Nun... Ihr Chef hat Ihr mitgeteilt, das sie hätte die OP gar nicht hätte machen lassen Dürfen. Als sie im erklärt hat, das Verdacht auf Krebs bestand... meinte er nur... Das wäre Egal, allein das Risiko, das ein Stimmband kaputt geht hätte die OP verboten da sie damit gegen Arbeitsvertrag verstößt... und mutwillig Ihre Gesundheit ruiniert hätte. Ok... sie durfte aber die Abteilung für ca. 9 Monate wechseln und es ist weiter auch nix passiert.(So hat sie es mir erzählt)
    Jedenfalls... gehen wir seit dem Vorfall den ich miterleben durfte nicht mehr gemeinsam weg, weil sie Panik hat, das uns einer Ihrer Kollegen zusammen sieht.
    Die ganzen Jahre... und das sind jetzt 7 Jahre... habe ich versucht mit Ihr zu reden. Sie dazu zu bringen sich nebenbei einen neuen Job zu suchen...alles Fehlanzeige. Die Einzige reaktion Ihrerseits war...ich geh morgen und Kündige... und das auch nur, weil sie wusste, das das nicht geht, weil wir 2 Einkommen brauchen.
    Grundsätzlich darf ich nichts gegen Ihre Firma sagen... sie nimmt Ihre Firma sofort in Schutz. Nichtmal mit der Tatsache, das ja Ihre Chefin erst geheiratet hat bevor sie in Vorruhestand ging... hat sie wachgerüttelt.

    Nun, es ist auch so, das sie Arbeitsmässig so überlastet ist, das sie gar nicht mehr zur ruhe kommt. Privatgespräche zu führen ist sinnlos, da sie nicht zuhört. Wenn ich was erzählen will kommt immer die gleiche Antwort: "Ich war nicht dabei, ich kann dazu nichts sagen"
    Zum Psychologen bekomme ich sie nicht, auch nicht gemeinsam mit mir. Ihre Reaktion ist nur, denn hätte ich nötig, weil ich auf Ihre Arbeit Eifersüchtig bin.

    Auch über Trennung haben wir schon geredet... dann ändert sie sich für ca. 2 Wochen und das spiel geht wieder von vorne los.
    Im Ergebnis heist es, ich setze sie zwischen 2 Stühle...

    So... und nu, nach 7 Jahren Theater bin ich ratlos...
    Ich weiß, das sie in einer normalen Firma auch anderst währe...
    Für mich schaut das nach "Sektenmässiger Gehrinwäsche" aus... und sowas kenne ich zu gut.

    Für Meinungen und Tips... bin ich sehr dankbar aber bitte nicht in der Art "Jag sie zum Teufel"!!!
    Ich Versuche immer noch, sie zu Verstehen... und was an der Situation zu ändern....
    Nur Momentan geht mir die Puste aus.

    Vielleicht zur Ergänzung:
    Da wo ich aufgewachsen bin (und da bin ich 3x umgezogen) war`s immer so z.b. Ich frage: Wir grillen heut abend, kommst Du auch? Da bin ich dann mit Partnerin hin, weil es so üblich war, das diese immer mit eingeschlossen waren.

    Da wo meine Frau aufgewachsen ist, war es ähnlich.

    In der Gegend wo wir jetzt wohnen... ist diese Frage wortwörtlich zu zu nehmen, also in diesem Falle hast Du alleine da aufzutauchen.
    Geändert von Free Eagle (20.08.2010 um 11:39 Uhr)

  2. #2
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Standard

    Hallo Free Eagle,

    Für Meinungen und Tips... bin ich sehr dankbar aber bitte nicht in der Art "Jag sie zum Teufel"!!!
    Garantiert nicht! Dazu ist die Situation, so, wie Du sie beschreibst, einfach zu vielschichtig.
    Die Frage, IMHO, scheint mir da zu sein: wie könnt ihr etwas verändern und wieder zu dem zurückfinden, was Euch immer noch so eng verbindet, wenn alles, was es da an "Lösungsmöglichkeiten" gäbe, den Kernkonflikt nur noch mehr verschärfen würde ...

    Wenn ich da jetzt einfach mal so in das hineinfühle, was sich in mir da bei Deinem Post an Bildern geformt hat ... es ist nicht leicht, da in Projektion zu verfallen.
    Projektion deswegen, weil ich glaube, die Seite Deiner Frau (die Zwänge, die hinter ihrem Verhalten stecken) durchaus selbst mal gekannt zu haben.
    Muss das jetzt erst einmal sortieren und Eure von meinen Anteilen trennen. Daher hier auch nur (hoffentlich ) ein paar kurze Skizzen, okay?

    Ihr steckt beide in einer Lage, in der Ihr von Zwängen gesteuert und dringehalten werdet. Mit der "normalen Logik" kommt man da zu oft einfach nicht weiter, weil sie gar nicht greifen kann.
    Objektiv und nüchtern könnte man bestimmt mit einer gewissen Berechtigung sagen: löst Euch aus diesem Umfeld, entzieht Euch diesen äußeren Zwängen und Vorschriften, sie sollte ihren Job ("Sklavenstellung" ) in den Wind schießen und Du ihr dadurch dabei helfen, indem Du ihr Grenzen setzt - Grenzen, bis zu welchem Punkt Du ihre Entscheidungen mittragen kannst und darfst, und ab welchen sie deren Konsequenzen selbst tragen muss. Abgrenzung als "Wachmacher" - und das hat nichts mit Verlassen und "zum Teufel jagen" zu tun, im Gegenteil.

    Soweit die "Logik" des Verstandes - was aber in diesem Teufelskreis festhält und "den Verstand ausschaltet" ist, IMHO, aber auf einer ganz anderen Ebene angesiedelt: der der Gefühle und Ängste ...
    Ihr Verhalten: kann es denn nicht sein, dass dies nur eine "Überlebensstrategie" ist, weil die eigentlichen Konflikte, die sich so dominierend auswirken, nicht angegangen werden können?
    An solchen Strategien klammert man sich nur allzu schnell fest, weil sie einem Halt zu geben scheinen - sie zu hinterfragen (gerade auch darauf hin, ob sie denn auf Dauer wirklich zum Überleben verhelfen ...) ist fast unmöglich: verlöre man denn dann nicht den einzigen Halt, ohne bereits eine sichere(re) Alternative zu besitzen?!?
    Alleine schon der Versuch von außen, hieran zu rühren, ist dann schon, undewusst (!), eine Bedrohung - umso schlimmer dann, wenn man eigentlich selbst gleichzeitig spürt, dass dies sehr wohl "berechtigt" sein könnte ...

    Du schreibst, sie hat in Eure Beziehung eine damals 11 Jahre alte Tochter mit eingebracht. Darf ich mal "spekulieren"?
    Was wäre, wenn sie vorher für sie alleine hätte sorgen müssen, wenn sie sich für sie und ihre Sicherheit, Zukunft, für ihr materielles Leben so verantwortlich gefühlt hat, dass dem alles andere bedingungslos untergeordnet werden musste?
    Was, wenn sich dies über einen längeren Zeitraum "festgefressen" hätte und auch dann nicht mehr diese zwingende Priorität bei allen Entscheidungen gehabt hätte, als sie in Dir und Eurer Beziehung eine zusätzliche Stütze und (sorry für das Wort) Absicherung gefunden hatte?

    Ich muss alles schlucken und erdulden, weil ich das Wohl und die Sicherheit meiner Familie/Kinder unter allen Umständen garantieren muss ...
    Dazu gehört dann auch, sich einem Job widerstandslos zu unterwerfen, der, objektiv und ohne diese Verpflichtungen im Hintergrund gesehen, einen nur selbst zerstört und jede Lebensqualität nimmt ...
    Einerseits das legitime und eigentlich zwingend zu berücksichtigende Bedürfnis, sofort zu flüchten und/oder sich zur Wehr zu setzen (um des eigenen seelischen Überlebens willen) - und andererseits die Pflicht, für seine Angehörigen sorgen zu müssen ... koste es einen selbst, was auch immer es wolle ...

    Das Schlimme daran ist: dies wird u.U. zu solche einem fixen Gedanken, dass man sich noch nicht einmal dann von ihm lösen kann, wenn ihm jede Grundlage und Berechtigung entzogen ist.
    [Hoffentlich ohne eigene Projektion: aus dieser "Logik" heraus handelnd habe ich meine eigene Familie und Ehe zerstört - u.a. deswegen, weil ich sie mit aller Gewalt "absichern" wollte und mich daher lieber von diesem Konflikt habe fressen lassen. Materiell waren sie "abgesichert" (na ja: ein Hungerlohn und Sklavenjob für den Zeit- und Verantwortungsaufwand eines Managers ...), aber mein Teil der Basis Ehemann/Partner/Vater/Eltern ging dabei vor die Hunde - sehenden Auges und dennoch immer paralysierter und "hilfloser" treibend ...]

    Was auch immer in ihrer Firma an Strukturen herrschen mögen, wie krass auch immer Euer Lebensumfeld sein mag: es verschärft diese Konflikte nur. Sie aufzulösen (auch für die Zukunft - damit sie nicht vielleicht doch irgendwann mal wieder durchbrechen werden) ... da müsste man wohl an deren eigentliche Wurzeln heran.

    Spontan habe ich gedacht: diese Frau muss in Therapie, bevor sie endgültig untergeht - und Du eigentlich auch, um die Begleitung zu bekommen, die Du brauchst, um sie dabei unterstützen zu können, ohne dabei selbst so tief mit hineingerissen zu werden, dass Du selbst in eine unlösbare Lager gerätst.

    Dass sie sich da mit Händen und Füßen dagegen wehrt: na ja - kanns sowas von nachfühlen ...
    Es ist aber leider dennoch so, dass sich nichts ändern kann, wenn sie nicht irgendwann einmal bereit ist, diesen Schritt selbst gehen zu wollen. Mit ihm sind oft aber riesige Ängste etc. verbunden - an diesem Punkt kannst Du ihr helfen und sie unterstützen = sie begleiten.
    Aber gehen muss sie ihn dennoch selbst.

    Projektion ein:
    Ich selbst bin erst dann bereit dazu gewesen, als ich klipp und klar die Alternativen aufgezeigt bekommen habe: entweder etwas gegen das Ertrinken unternehmen, oder aber ertrinken: und zwar alleine und ohne dabei meine Familie mitzureißen.
    Das hat nichts mit "zum Teufel jagen", verstoßen, Trennung etc. zu tun! Es war der einzige Weg, um die Liebe und Beziehung vielleicht noch gerade so retten zu können.

    Könntest Du Dich ihr gegenüber so abgrenzen, wie es für Euch beide erforderlich wäre, sie in ihrem Empfinden "verletzen", weil es der für alle gemeinsam "heilende" Weg sein könnte?
    Ist verd*** schwer! Meine dann Ex-Frau hat mir danach mal erzählt, dass sie sich dabei wie ein Verräter vorgekommen ist, der seine eigene Ethik wegwirft ...
    Daher auch meine Frage, ob Du für Dich selbst bereit wärst, Dir hierfür professionelle Hilfe und, später dann, Begleitung zu suchen?

    Ich Versuche immer noch, sie zu Verstehen... und was an der Situation zu ändern....
    Nur Momentan geht mir die Puste aus.
    Genau deswegen nämlich ...

    Eine Bitte zum Schluss:
    Wenn ich hier einfach mal meine eigenen Bilder eingestellt habe, dann nicht deswegen, weil ich damit sagen wollte: so isses und nicht anders - es könnte da etwas ähnlich sein, muss es aber nicht.
    Es ist kein "Rat", keine Musterbogen für irgendeine "Lösung", keine Vorgabe, keine irgendwie geartete Erwartung an Dich, okay?!
    Nichts, das in Deiner persönlichen Lage irgendwie relevant sein müsste. Es sind eigene Bilder in mir, die Du Dir ansehen kannst - aber auch genauso gut und mit aller Berechtigung ignorieren darfst, wenn da zu viel Projektion drinstecken sollte!
    Ich maße mir auch nicht an, Dir irgendwie helfen zu wollen oder gar zu können - ist überhaupt nicht meine Intention
    Wenn so ein paar neue Gedankenansätze für Dich abgefallen sein sollten (auch dann, wenn Du sie als für Dich nicht zutreffend/"verwertbar" ansehen würdest) - schön Wenn nicht: auch okay


    lg

    P.S.: soviel zum Thema "kurze Skizze" ...

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    Free Eagle (23.08.2010)

  4. #3
    Gast5559
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    Nichtmal mit der Tatsache, das ja Ihre Chefin erst geheiratet hat bevor sie in Vorruhestand ging... hat sie wachgerüttelt.
    Diesen Satzzusammenhang verstehe ich nicht. Kannst Du den bitte nochmal erklären?

    Ansonsten habt Ihr ja wahnsinnig viele Interessenskonflikte, wie es sich liest. Deine Frau muss inzwischen völlig fertig sein: Versucht sie der Firma gerecht zu werden, liegt sie in Fehde mit Dir. Tut sie alles für den Frieden mit Dir, bekommt sie in der Firma Probleme. Ich glaube, ich wäre an Euer beide Stelle schon durchgedreht. Die beste Lösung wäre wohl gewesen, sie hätte innerhalb der 7 Jahre irgendeine neue Arbeit gefunden.

    So lebenswichtig kann eine Stelle gar nicht sein, dass ich dafür heute meine psychische Gesundheit riskieren würde. Ihr hab mein Mitgefühl, seid dermaßen verstrickt ...

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Gast5559 für den sinnvollen Beitrag:

    Free Eagle (23.08.2010)

  6. #4
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    @Sweetmama:

    "Nichtmal mit der Tatsache, das ja Ihre Chefin erst geheiratet hat bevor sie in Vorruhestand ging... hat sie wachgerüttelt."

    Ihre Personalvorgesetzte, welche mir die Mosmlischen Verhältnisse vorgehalten hat...vor der anwesenden Belegschaft... hat Ihren Lebenspartner erst ca. 2-4 Wochen vor ausscheiden aus der Firma geheiratet, heimlich, und hat das auch geheim bis zum letzten Tag gehalten. Ich hab damals Versucht bzw. meiner Frau einen Denkanstoss zu geben, mal darüber nachzudenken, wieso genau jene Person... welche sich masiv in unser Privatleben eingemischt hat, erst mit verlassen der Firma heiratet.
    Sie meinte, wenn die "Alte" weg ist, wird alles besser.... Fehlanzeige... wie sich herausstellte, hatte die "Alte" sogar noch Stress von der Abteilung abgehalten.


    @Darkstar
    Super, erstmal vielen Dank für Deine Ausführungen. Viele Deiner Erklärungen sind mit meinen Denkgängen Deckungsgleich.
    Im prinzip bin ich ein sehr logisch denkender Mensch und für mich ist alles ausserhalb der Logik sehr schwer zu verstehen. Ich habe von klein auf "gelernt" mich in die Lage anderer Personen zu versetzen... und versucht sie zu verstehen... aber auch nur sol lange, wie die abläufe... sagen wir mal... rein logisch sind. Auch die Tatsache, das ich, wenn ich mich z.b. in Ihre Lage versetze ganz anderst reagiert hätte bzw. reagieren würde und die hmmm...sagen wir... Umstände so zu reagieren wie sie reagiert... sprengen meinen Verstand, meine Logik und meine Gefühlswelt mittlerweile.
    Auf gut deutsch... wie man so schön sagt... Herz und Verstand kollidieren... und vom Typ Mensch... ist das für Leute die mich näher kennen, sehr leicht zu erreichen.

    Auch an die möglichkeit mit Ihrer Tochter habe ich gedacht. Nur für solche Ängste hat sie sich devinitiv zu wenig um Ihre Tochter gekümmert. Praktisch gekümmert... also für mich unlogisch. Ok... sie hat den Kopf voll von Ihrer Arbeit...zu voll!!!

    Ich hatte einen sehr gut bezahlten Job... und habe sie von Anfang an, als ich mitbekommen habe, was bei Ihr in der Firma läuft... erst dezent, dann nach und nach etwas lauter... dazu zu bewegen, sich nebenher nach einem anderen Job umzusehen. Ihr Alter Chef hätte sie z.b. mit Handkuss wieder eingestellt.
    Der schuß ging nach hinten los. Ich habe vor ca. 18 Monaten meinen Job aufgegeben. Sie hat den spies umgedreht. Ich hätte zu wenig Zeit für die Familie!!! Dazu muss ich Anmerken, das ich nur ein Freies Wochenende im Monat hatte, keine Feiertage usw.(14 Tage Wechselschicht, 3 Tage frei, 7 Tage wechselschicht, 4 Tage frei)
    Trotzdem, war ich im Elternbeirat... sie hat sich geweigert mit der Begründung... sie wisse nicht, ob sie an diesem Tag nicht überstunden machen müsse. Ich bin auf die Elternsprechtage und hab mir während der Spätschichten freigenommen...
    Ich hab den papierkrams MIT Ihrer Tochter erledigt... nachdem sie die kleine Monatelang nur daraufhingewiesen hat, die Zettel auszufüllen (Arbeitsamt/Kindergeld usw.)
    ...und...es ist nicht meine Tochter!!!
    Ich schreibe das auch nur, weil es für Ihre "Überlebensstrategie" unlogisch ist.
    Ich hab`s gerngemacht... und ich fordere auch keinen Dank... fals das so klingen mag.
    Ich schreibe das nur... weil es für mich unlogisch klingt.... das sie das für Ihre Tochter macht. Logisch ist für mich, das ich nur eine "zusätzliche Stütze" für sie bin.

    Als mir ein Aufhebungsvertrag angeboten wurde, war sie begeistert. Endlich gemeinsame Wochenenden usw. Nur, leider, geändert hat sich nichts... gar nichts...
    ....doch...es hat sich was geändert.... ich hab Ihr alles abgenommen und sie konnte sich noch mehr auf die Arbeit fixieren. Eigentlich hat das alles nur noch verschlimmert.

    Nun gut, am Freitag hatten wir ein sehr ausführliches Gespräch bei meiner Schwester und deren Freund.
    Im Prinzip kam folgendes dabei raus:
    1. Alles was Ihre Arbeit betrifft, und sie mir Erzählt...da habe ich nur Zuzuhören. Und zwar egal was es ist. Ich habe mich da niemals Einzumischen, in keinster weise und unter keinen Umständen.
    2. Ich Muss Stolz auf meine Frau sein. Kaum eine Andere Frau würde alles tun um Ihren Job zu behalten.
    3. Bin ich nicht Beziehungsfähig aufgrund meiner Vergangenheit (aussage meiner Schwester)
    4. habe ich meine Frau nicht mit meinen Problemen zu belasten
    5. Habe ich meine Frau alleine fortgehen zu lassen

    zu Punkt 5.) Ich habe meiner Frau zu keinem Zeitpunkt verboten alleine auszugehen. Gerade im Gegenteil, ich habe sie immer gebeten, auf Firmenfeiern zu gehen... in der Hoffnung, das evtl. das Mobbing auf Arbeit nachlässt.
    Sie hat immer gesagt, sie geht nich alleine auf Firmenfeiern. Denn bei Ihr in der Firma währen wohl Bilder im Intranet, welche die Partner diverser Angestellter besser nicht sehen sollten.

    Im Ergebnis war das Gespräch zwischen meiner Frau, meiner Schwester und deren Freund so: Ich habe so zu funktionieren wie sie es erwartet. ICH habe mich anzupassen.
    Ich würde sie zwischen 2 Stühle setzen.

    Um selber mal in Bildern zu Sprechen:
    Vom Typ Mensch her würde ich z.b. in folgender Situation so reagieren:
    Ein Mann wird zudringlich. Sie wehrt sich ohne Erfolg. Dann gehe ich dazwischen.
    Dabei wäre es mir Egal, ob es Ihr Chef ist, oder Obdachloser, oder ein Minister.
    Meine Schwester und auch meine Frau haben mir erklärt, das ich genau das aber nicht tun dürfe. Wenn es jemand aus Ihrer Firma ist, dürfe ich mich unter absolut keinen Umständen einmischen und wenn sie sich nicht wehren könne, hätte ich das zu akzeptieren. Ich solle bedenken, das sie jeden Tag ca. 10h mit diesen Leuten verbringt usw. blablabla

    Irgendwie...alles unlogisch für mich. Alles absolut unlogisch!!!

    @Darkstar
    Du hast sehr gut geschrieben, herzlichen Dank :-)
    In vielen Punkten sind unsere Denkweisen sehr ähnlich.
    Nur... wie soll ich eine Grenze aufzeigen??? Wo soll die Grenze liegen???
    Wir haben auch schon über Trennung gesprochen... das regestriert sie so lange, bis sie wieder auf Arbeit ist. Dann schaltet sie wieder ab...reagiert Eiskalt....wenn ich gehen wolle, müsse ich das eben tun.
    Am Wochenende schwenkt sie wieder um...

    Ich habe ähnliches schon erlebt. Ich wollte vor ca. 20 Jahren in die Versicherungsbranche und kenne von daher das Prinzip:
    Erkläre deinem Gegenüber die Idee, von seinem Haus, seinem Auto, seinem Geld... die Urlaubsfotos vonn Sonne Strand und Meer... gefolgt von: Die einzige möglichkeit das zu erreichen, dem 80 Jährigen noch 20 Lebensversicherungen zu verkaufen, auch wenn es sinnlos ist und er die sich nicht leisten kann.... und dann Anschliesend soviel Druck ausüben das der Gegenüber keine Chance mehr zum nachdenken hat...und mehr oder weniger keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann, weil er, wie man so schön sagt, den Kopf voll hat.

    Meine Zwangslage ist die, das ihr Chef das mit Ihr macht... und ich zu Hause eben auch.
    Ich habe es auch schon anderst versucht...nix sagen, zu akzeptieren... nur dann gibt es auch am Wochenende nur noch Ihre Arbeit und kein anderes Gesprächsthema mehr.
    Klar, nach ausen hin, gibt sie die treusorgende Ehefrau vor...Ihrer Familie gegenüber... und meiner gegenüber. Erfindet sachen, wo eigentlich gar nicht so sind. Sobald wir alleine sind...ist da aber nichts!!!

    Momentan passe ich mich an. Ich lache, wenn sie das von mir verlangt. Ich rede nicht mehr von mir aus. Fragen bez. meiner Person beantworte ich nur noch mit Komentaren "möchte Dich nicht belasten, konzentrier Dich auf Arbeit" usw.
    Das Spiel mach ich seit Freitag, dem Gespräch mit meiner Schwester usw.

    Ich habe aber auch gemerkt in den 2 Tagen, das es sie trifft... das sie diese Wandlung nicht mag.
    Vielleicht ist das der Richtige weg, sie aufzuwecken, Ihr zu zeigen... das sie eine Grenze überschritten hat?
    Ich persönlich kann und werde so nicht weiter leben. Für mich ist das "Psychotherror"
    ...und seit Freitag... überlege ich mir sehr wohl, ob nicht eine Trennung der einzige und richtige Weg ist.
    Ich musste lernen, Menschen als Menschen zu akzeptieren. Das Menschen keine Maschinen sind, und das es für Menschen keine Norm gibt. Was den einen stört...kann einem anderen Menschen gefallen.
    Anpassen ist eins... aber eine 180 Grad Wendung... ist meiner Meinung nach... auf Dauer keinem Menschen zuzumuten.

    Liebe Grüsse


    Free Eagle
    Geändert von Free Eagle (23.08.2010 um 14:10 Uhr)

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