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Thema: Arztphobie beim Kleinkind möglich?

  1. #1
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    Frage Arztphobie beim Kleinkind möglich?

    Hallo. Ich versuche mal mein Problem so kurz wie möglich zu schildern, vielleicht kann mir hier ja jemand einen Tip geben oder vielleicht kennt jemand etwas ähnliches. Meine Tochter ist erst 2 1/2 und sie hat panische Angst vor Ärzten, das ist nun schon seit über 1 Jahr so extrem schlimm. Ich vermeide Arztbesuche soweit es geht um mein Kind nicht zu stressen, für mich ist jeder Arztbesuch der Horror schlechthin, auch ich bin dann mit meinen Nerven am Ende. Heute war wieder so ein "Horror-Tag". Ich musste mit meiner Tochter zu einem Krankenhaus zu einem Hörtest und ca. 10 m vor dem Eingang hat sie wohl geahnt wo es hingeht (obwohl wir noch nie dort waren) und sie fing an zu brüllen und durchzudrehen. Ich dann mit dem Kinderwagen in das Haus und wollte ihr aus dem Wagen helfen, da hat sie sich direkt auf den Boden geschmissen und gebrüllt, geheult, wirklich total durchgedreht. Bis ich sie die 5 Stufen hochgeschleppt hatte, hat es einige Zeit gedauert. Sie entwickelt extreme Kräfte und ich kann sie nicht mehr bändigen. Ich darf sie dann auch nicht anfassen oder auf den Arm nehmen, sie haut, kratzt und schreit wie irre. In eine Praxis wo wir schon waren geht sie kein 2. mal rein, sie merkt sich die Wege dorthin auch genau. Ich bin mit meinen Nerven am Ende, von Ärzten fühle ich mich nicht verstanden. Ein Kinderarzt hat mich aufgrund ihres Verhaltens in der Praxis zu einer Frühförderstelle geschickt mit der Bemerkung "Entwicklungsstörung". Bei dieser Frühförderstelle hat man mir nach 30 minuten erklärt das mein Kind "stark Entwicklungsgestört" ist und an Autismus erkrankt wäre. Ich habe gedacht mich tritt ein Pferd! Mir ist klar das ihr Verhalten nicht normal ist, aber sie hat die Ausbrüche/Anfälle nur bei Ärzten und sonst nicht, darum regt es mich auf, das aus meinem sonst fröhlichem Kind aufeinmal ein schwerbehindertes Kind gemacht wird und das alles ohne irgendwelche körperlichen Untersuchungen. Ist es denn so unwahrscheinlich das ein Kleinkind eine Arztphobie hat???? Hat vielleicht jemand schon einmal von sowas gehört oder so?

  2. #2
    Wunderlampe
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    Hallo Waldkatze

    Ich möcht dich mal ein bischen beruhigen. Ich hatte das Probem mit meiner Tochter auch. Ich mußte nur sagen, dass wir zum Arzt gehen und schon hat sie losgebrüllt. Einmal hatte sie große Schmerzen am Fuß und ich wußte nicht, ob sie sich einen Fremdkörper eingetreten hatte. Mein Kind hat so ein Geschrei und Theater beim Arzt gemacht, dass ich schweißgebadet war, der Arzt das Fenster schloß, um nicht den Anschein zu erwecken wir würden ein Kind mißhandeln.

    Deine Tochter ist 2,5 Jahre alt, also im schönesten Trotzalter und wenn es etwas nicht will, dann wehrt es sich mit Händen und Füßen. Schon gar nicht will es Handlungen an sich durchführen lassen, die ihm widerstreben. Ganz normal und auf keinen Fall krankhaft. Das Kind weiß vorher gar nicht was mit ihm beim Arzt geschieht. In seiner Fantasie können das Horrorvorstellungen sein. Ach, und dann ist das auch die Phase, der "ich will einfach nicht und dann kannst du machen was du willst" Ich denke mal einen Hörtest kannst du sowieso vergessen, wenn das Kind nicht mitmacht.

    Klar können so kleine Kinder eine Arztphobie entwickeln. Besonders wenn Schmerzen mit weißem Kittel, Geruch, Athmosphäre in Verbindung gebracht werden. Den Verstand, dass es sein muß, dass es gar nicht so schlimm ist, hat ein kleines Kind nicht. Ein Kind lebt im Hier und jetzt. Jetzt ist es gerade sehr blöd oder gleich wird es sehr blöd. Es wehrt sich einfach mit allem was es hat.
    Mal ganz ehrlich, ich würde auch lieber ein Eis essen gehen, als mir von einem Wildfremden an den Ohren rumfummeln lassen. Dass einem geholfen wird, interessiert doch so ein kleines Kind nicht.

    Ich verstehe manchmal die Welt nicht mehr, bei solchen Beratungsstellen oder Ärtzen.

    Ich bin damals von Arzt zu Arzt gegangen in der Hoffung einen Kinderarzt zu finden, der genügend Einfühlungsvermögen und Verständnis besitzt. Ich habe sie mitgenommen, wenn ich zum Arzt mußte. Sie durfte sich in Ruhe anschauen, wie ich untersucht wurde ( Brust abhören und so ) und sie bekam hinterher entweder von mir oder von der Arzthelferin eine Belohnung. Ich habe ihr einen Doktorkoffer und Bilderbücher gekauft. Und irgendwann war es besser.

    Übrignens hat mein Hund auch eine furchbare Angst vor dem Tierarzt und stemmt alle Pfoten in den Boden, wenn wir in die Nähe er Tür kommen. Kein Tierarzt würde behaupten, das Tier sei autistisch oder verhaltensgestört.

  3. #3
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo Waldkatze,

    mit meinen Kiddis geht mein Mann am liebsten in die Kinderambulanz im Krankenhaus, weil sie dort bunte Kittel haben. Klar zu den U-Untersuchungen nicht, da muss schon ein Kinderarzt her, aber davon gibt es ganz viele und wenn die Kleinen so Angst haben, dann haben die eigentlich viele Tricks um es nicht so wie Früher zu halten.

    Resquebonbons von Bachblüten helfen den Kiddis auch ungemein viel. Die Tropfen sind auch voll klasse bei histerischen Anfällen oder Schrecksituationen wo sie nicht aufhören können zu schreien. Habe damit nur gute Erfahrungen gemacht und nutze sie auch selbst, weil ich in der Kindheit von Arztbesuchen schwersttraumatisiert bin und es mir nicht so einfach möglich ist irgendwo hinzugehen wo weisse Kittel oder Steriliumgeruch.

    Die Frühförderstelle ist garnicht schlecht für die Kleinen. Mein Kleinster geht dort auch einmal die Woche hin und wird gefördert mit Büchern und Themen rund ums Körperwahrnehmen und Motorik und Sprachförderung und emotionale Stärke. Klar hört man sowas nicht gerne, das das Kind Förderung braucht, zumindest wollte ich mir nie nachsagen lassen, das ich den Kindern nicht alles gegeben habe.

    Seitdem bei meinem Sohnemann ADS diagnostiziert wurde, weil er auffällig war in Kiga und Schule, sehe ich es lockerer...Förderstellen sind ein gutes Sprungbrett für die Kinder und eine gute Möglichkeit entlastet zu werden und Tips zu bekommen ohne den bösen Finger, sie machen da was falsch...

    Lass den Kopf nicht hängen

    Geht alles vorbei...

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

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