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Thema: Assoziation Psychologie mit Negativem

  1. #1
    Neuling
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    Standard Assoziation Psychologie mit Negativem

    Hallo,

    mich würde mal interessieren, weshalb Psycholgie oft mit negativen Sachen assoziiert wird?

    Nehmen wir als Beispiel dieses Forum:

    Hier gibt es massig Beiträge über Ängste, Depressionen und viele weitere negative Zustände.
    Allerdings nur sehr wenige Beiträge über persönliche Weiterentwicklung.
    Hält Psycholgie tatsächlich als Sammelsurium für alle negativen Zustände der Menschen her?
    Wo bleibt das Positive?

    Um noch genauer zu werden:

    Für mich kommt es so vor, dass der Begriff Psychologie in den Mund genommen wird, wenn es den Menschen schlecht geht und sie möchten, dass es ihnen wieder gut geht.
    Wieso wird der Begriff Psychologie so selten verwendet, wenn es Menschen gut geht und sie möchten, dass es ihnen noch besser geht?

    Steht Psychologie als Sinnbild für alle "Von-weg-Menschen"?
    Oder gibt es nur so wenig "Hin-zu-Menschen"?

    Sind meine Aussagen objektiv vertretbar, respektive belegbar oder ist das viel mehr meine subjektive Wahrnehmung der Realtität?

    Viele Grüße

    LuckyBlue

  2. #2
    Neuling Avatar von martin
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    Deine Aussagen sind - so denke ich - vollkommen korrekt.

    Wieso das Ganze? Wie viele Menschen gehen wohl zum Arzt und sagen "Hiho, ich will mich umbringen, kannst du mir helfen?" und wie viele gehen hin und sagen "Ha, heute bin ich einfach so verdammt gut drauf und genau das und nichts anderes wollte ich ihnen mitteilen".

    Auch die Erfolge von bereits begonnenen und im negativen assozierten Behandlungen werden dabei oft nicht gesehen. Nur die Tatsache, dass der Suizidgefährdete existiert - nur selten aber die, dass er nun "normal" ist.

    Grundsätzlich beinhaltet der Begriff also natürlich etwas Gutes und etwas Schlechtes, das ist richtig.

    Warum bemerkt das niemand? Weil der Mensch das dümmste Wesen ist das es gibt.

    He's as blind as he can be,
    just sees what he wants to see.
    Nowhere Man can you see me at all?

    Ich könnte genau so gut fragen: "Warum sagt der nette Mann der Freiheitlichen Partei im Fernsehen, dass Ausländer nicht arbeiten und nicht, dass Ausländer zu einem Teil nicht arbeiten?". Oder: "Warum denken die meisten, Alkohol wäre ungefährlich und Cannabis dein Todesurteil obwohl es schon viele Alkohol- und noch keinen Cannabistoten gibt?".

    Was einem erzählt wird, was man hören will - das sind die Faktoren für die eigene Definition, keine objektive Beurteilung.

    Und speziell bei diesem Thema - wo das meiste nur im Negativen an die eigenen Ohren gelangt - da ist es noch schwieriger, ein positives Anschauungsbild durch zu drücken.
    Die größe Heldentat der Menschheit besteht darin, daß sie überlebt hat und gewillt ist, dies weiter zu tun.

  3. #3
    Schreiberling Avatar von daysleeper82
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    Ich denke, du hast schon Recht, viele verbinden Psychologie mit Krankheit und psychischen Störungen. Dabei beschäftigt sich Psychologie mit soviel mehr: z.B. im Bereich der Pädagogik wird Psychologie angewandt oder nehmen wir die Sozialpsychologie, die Organistationspsychologie usw.. Psychologie beschäftigt sich als auch mit der Erforschung des normalen Verhaltens, das nehmen viele wohl nicht so war. Es mag aber auch daran liegen, dass sich Menschen negatives eher einprägen als positives.

    Aber es gibt eine Gegenströmung, die so genannte positive Psychologie. "Die positive Psychologie entstand, um dem differenzierten wissenschaftlichen Verständnis psychischer Krankheiten ein genauso differenziertes wissenschaftliches Verständnis des menschlichen Wohlergehens gegenüberzustellen." [Quelle: Atkinsons und Hilgards; Einführung in die Psychologie; 2007]
    LG daysleeper

    „Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.“ (Mutter Teresa)

  4. #4
    Neuling
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    @martin
    Für mich ist ein Arzt auch eher dazu da, dass er kranken Menschen hilft, wieder gesund zu werden.
    Klar geht man auch wegen Prävention zum Arzt.
    Das macht man allerdings nicht, weil man sich dann noch besser fühlen möchte, sondern viel mehr, da man Angst hat, sich irgendwann schlecht zu fühlen.

    Deine weiteren Ausführungen gehen in den Bereich Medienrhetorik.
    Weshalb ich darauf nicht weiter eingehen möchte.
    Ich weiß zwar ungefähr worauf du hinaus willst, möchte mir diese Transferleistung momentan nicht zumuten, da ich denke, dass man dieses Thema auch diskutieren kann, ohne zu weit von hinten auszuholen

    @daysleeper82
    Als ich meine Frage geschrieben habe, habe ich gar nicht an die Organisationspsychologie gedacht.
    Eng verknüpft mit der Arbeitspsychologie haben sie überwiegend "Positives".
    Da sieht man mal wieder, dass selbst ich Psychologie mit den negativen Seiten des Lebens assoziiere und die positiven Bereiche außer Acht lasse...

    Das mit der positiven Psychologie hört sich sehr interessant an.
    Wenn ich Psychologie studieren würde, dann am ehesten diesen Bereich.
    Ich denke, dieser Bereich wird zukünftig sehr vielversprechend werden.

  5. #5
    Neuling
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    Psychologie ist eine empirische Wissenschaft. Sie beschreibt und erklärt das Erleben und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung im Laufe des Lebens und alle dafür maßgeblichen inneren und äußeren Ursachen.

    das ist die definition von wikipedia für psychologie..
    also kann man wohl sagen,dass da alles reinzählt,positives wie negatives..
    es ist also eher ein erklären des verhaltens.. das ist ja weder negativ noch positiv.

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