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Thema: Aus einer Trennung lernen / Selbst vernachlässigt

  1. #1
    Neuling
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    Standard Aus einer Trennung lernen / Selbst vernachlässigt

    Hallo alle zusammen!

    Mein erster Beitrag

    Ich habe mich vor kurzem von meiner Freundin getrennt, da ich das Gefühl hatte ihr sind andere Dinge wichtiger als Ich. Konkret: Ich habe mich vernachlässigt gefühlt, bzw. die Zeit welche mir zusammen verbracht haben hat mir nicht gereicht. Wenn wir uns mal längere Zeit nicht gesehen habe kein Telefonat oder ähnliches, da Sie nicht gern telefoniert. Früher meldete Sie sich noch regelmäßig per SMS, inzwischen meinte Sie es wird Ihr zuviel wenn Sie sich so oft melden muss und Sie sei durch ihr momentanes Leben zu sehr eingespannt.

    Mein "logisches" Gehirn versteht das ja auch alles und weiß das Ich mich nun ein wenig zurücknehmen muss. Dummerweiße hängt das nicht lange an und ich fühle mich vernachlässigt etc. Dies kommuniziere ich auch, wobei ich probiere meine Bedürfnisse zu erklären ohne Ihr Schuldgefühle oder Vorwürfe zu machen. Leider habe ich dabei das gefühl ihr ist das relativ egal

    Jetzt, nach der Trennung, will ich Ihr keine Vorwürfe machen sondern will einfach mal in Ruhe über mein eigenes Verhalten nachdenken. Dabei sind in mir ein paar Fragen aufgekommen, die ich einfach (noch) nicht beantworten kann.

    Fühlt "man" sich in einer Partnerschaft vernachlässigt wenn man sich selbst vernachlässigt? Konkret: Ich habe die letzten Monate kaum noch etwas mit meinen Freunden unternommen, bin überhaupt nicht mehr meinen Hobbies nachgegangen, etc. Das habe ich gemacht, damit ich immer Zeit für meine Freundin hatte. Nur wenn Sie dann halt keine Zeit hatte, habe ich mich viel schneller vernachlässigt gefühlt.

    Wie kann man dieses Gefühl abbauen dauernd für den Partner da sein zu müssen? Ich brings einfach nicht übers Herz zu sagen: "Nein, ich kann heute nicht da ich schon etwas mit Freunden ausgemacht habe." Bei mir haben dann meist die Freunde das nachsehen weil bei mir die Partnerin stets auf Platz 1 steht. Dummerweiße bin ich dann natürlich sehr empfindlich wenn ich merke, dass es bei Ihr nicht so ist.

    Wie oft sehen ist in einer Partnerschaft normal? Klar, so wie es für beide am besten ist Aber damit meine ich eher, wenn berufliche Veränderungen anstehen und ein Partner einfach keine oder weniger Zeit mehr hat, wie kann ich damit lernen umzugehen ohne mich gleich vernachlässigt zu fühlen?

    So, mein erster Roman hier. Ich würde mich über Antworten und neue Sichtweisen und evlt. Tips sehr freuen!

    PS: Ich hoff ich habe alles richtig gemacht (also richtiges Forum etc.

    Liebe Grüße,

    Funnypack

  2. #2
    Sandsturm
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    Wielange wart Ihr zusammen?
    Fernbeziehung? Gleiche Stadt? Internetbekanntschaft?

  3. #3
    Neuling
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    Hallo Sandsturm,

    wir waren ein halbes Jahr zusammen und haben in der gleichen Stadt gewohnt. (bzw. wohnen noch)

    Kennengelernt haben wir uns während des Studiums auf einer Party. Nun steht jedoch eine berufliche Umstrukturierung bei Ihr an, da Ihr Studium weitgehenst abgeschlossen ist und somit keiner weiß wohin Sie das Leben bzw. Beruf bringt oder auch ein Stück weit zwingt.

  4. #4
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    Hallo,

    hattet ihr denn besprochen, dass einer zu Gunsten eines guten Jobangebots des anderen (zunächst) auf eine eigene Berufstätigkeit verzichtet und mit dem anderen mitzieht?

    Falls nein, ist es normal, dass nach einer akademischen Ausbildung Bewerbungen bundesweit, wenn nicht sogar über die Landesgrenzen hinaus geschrieben werden.

    Die Zeit des Studienabschlusses ist eine denkbar schlechte Zeit für den Beginn einer Paarbeziehung.

    Abschlussarbeiten, Neuorientierung, Bewerbungen - all das kostet auch unheimlich viel Zeit, so dass es schwer ist, eine funktionierende Partnerschaft aufzubauen.

    Wie oft sehen "normal" ist, kann ich Dir nicht sagen. Im Rückblick war es in meinen Beziehungen aufgrund von Distanz und beruflichen Herausforderungen jedenfalls definitiv zu wenig.

    LG,

    Physalis

  5. #5
    Neuling
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    Hallo Physalis,

    hattet ihr denn besprochen, dass einer zu Gunsten eines guten Jobangebots des anderen (zunächst) auf eine eigene Berufstätigkeit verzichtet und mit dem anderen mitzieht?
    Jaein. Ich komme nächstes Semester ins Praxissemester und bin somit, egal wie, noch mind. 3 Semester an den Studienort gebunden. Somit war eine Abstimmung, da wir beide auf der Suche nach einem potentiellen Arbeitgeber waren, sehr schwierig. Ich habe dann ein Arbeitgeber am Studienort gefunden, und auf mein Traum ein halbes Jahr am Bodensee zu verbringen verzichtet. Sie hat es bei der Arbeitssuche aufgrund diverser Gründe deutlich schwieriger als ich, womit Sie sich bundes- bzw. deutschlandweit bewerben muss. Somit kann bzw. konnte ich bei Ihr nicht wirklich mitziehen und Sie bei mir nicht...

    Abschlussarbeiten, Neuorientierung, Bewerbungen - all das kostet auch unheimlich viel Zeit, so dass es schwer ist, eine funktionierende Partnerschaft aufzubauen.
    Ja, das stimmt leider. Ich denke das Hauptproblem war das sie einfach keine Zeit aufgrund dieser genannten Dinge hatte und ich zuwenig Verständnis dafür. Aber wenn ich merke, dass die Beziehung dem Ende zugeht, fange ich doch an für die Beziehung zu kämpfen wenn mir der andere was bedeutet!? Auch wenn ich wenig Zeit durch Beruf und allgemeine Veränderungen etc. habe. Oder ist meine Einstellung da zu altmodisch und nicht mehr passend für die moderne sehr flexible und schnelllebige Welt? Ich bin gerne für Kritik offen

    Wie oft sehen "normal" ist, kann ich Dir nicht sagen. Im Rückblick war es in meinen Beziehungen aufgrund von Distanz und beruflichen Herausforderungen jedenfalls definitiv zu wenig.
    Das du zu wenig Zeit hattest oder umgekehrt?
    Falls du zu wenig Zeit hattest, überdenkt man da nicht wieviel Zeit man für Beruf und wieviel für Familie etc. investieren möchte!?
    Falls umgekehrt: Hast du es geschafft persönlich toleranter zu werden, dass dein Partner/in wenig Zeit für dich hat? Falls ja, lass mich wissen wie

    Danke für dein Feedback!

  6. #6
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    Hallo Funnypack,

    ich habe schon sehr lange keine feste Beziehung mehr gehabt. Ich bin also ohne Partner.

    LG,

    Physalis

  7. #7
    Neuling
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    Mhhh, sehr lange ist immer relativ!?

    Trotzdem finde ich meine Frage immernoch interessant und es wäre klasse wenn du antworten könntest Ich versuche das Problem aus sovielen Blickwinkeln wie möglich zu betrachten, damit ich mir ein möglichst objektives Bild machen kann.

    Aber falls du nicht darüber reden bzw. schreiben möchtest ist das natürlich auch okay

  8. #8
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    Hallo Funnypack,

    welche Deiner Fragen meinst Du? Falls Du das Kämpfen meinst: dies hängt sicher davon ab, wie tief die Bindung bereits ist und wo die jeweiligen Prioritäten liegen. Mir wäre es immer das Wichtigste gewesen, finanziell unabhängig zu sein, wozu dann auch ein Job gehört.

    Meine Bekanntschaften scheiterten aus anderen Gründen als einem Job.

    Ich bin seit fast 10 Jahren ohne feste Partnerschaft, also mein ganzes Berufsleben. Ich führte in dieser Zeit bis vor einigen Monaten viele Jahre eine Beziehung zu einem liierten Mann, habe also eine ganz andere Geschichte mit einer ganz anderen Problematik als Du.

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