Hallo liebe Forenleser und -schreiber,
in den vergangenen 12 Monaten hatte ich eine "Diplomarbeitsdepression", zumindest möchte ich sie mal so bezeichnen. Es war nicht die erste Depression, aber die bisher schlimmste. Damals war ich total am Ende, es ging wirklich nichts mehr... ich bin komplett versifft... und da ich Gefahr lief, mein Studium nicht beenden zu können (es fehlte nur noch die Diplomarbeit!), bin ich zu einem Psychiater in B. gegangen. Allerdings war da schon klar, dass ich einen Monat später nach D. ziehen werde und mit ihm halt nicht wirklich werde arbeiten können. Er hat mir dann Venlafaxin verschrieben (150mg retard), so als Notfallhilfe, bis ich in D. einen Arzt finde, damit ich wenigstens soweit meinen Umzug und meine Dipl.arbeit auf die Reihe bekomme... Und ich war innerlich total wehrlos und hab halt angefangen, das Zeug zu schlucken. Außer diversen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme haben mir die Tabletten allerdings nichts gebracht... Ich habe die Depression 10 Monate ausgehalten und bin seit 4 Monaten sehr stabil. Ich habe in D. auch mittlerweile eine wirklich tolle Ärztin gefunden und bin gerade dabei, mit ihrer Unterstützung das Venlafaxin langsam auszuschleichen. Am Sonntag hab ich die Dosierung das erste Mal um 37,5 mg reduziert. Und jetzt gehts mir richtig mies, vor allem die Entzugssymptome (Watte im Kopf) machen mir zu schaffen. Und jetzt meine eigentliche Frage:
Hat jemand von euch Erfahrungen mit dem Ausschleichen von Medikamenten im allgemeinen und Venlafaxin im besonderen?
Wie lange haben die Entzugssymptome bei euch gedauert und hat sich der Ausstieg gelohnt? Und vor allem: Was habt ihr für Bewältigungsstrategien gehabt, um die Symptome zu lindern oder zu ignorieren?
Bin für Tipps und Hinweise sehr dankbar!
Liebe Grüße,
die me


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