Ich habe heute erfahren, dass die Schwester meiner "Schwiegermutter" keine Chance im Kampf gegen den Krebs, der bei ihr vor einer Woche diagnostiziert wurde hat. Die Ärzte geben ihr noch 6 Monate. Sie selbst hab ich nur ein paar mal auf Familienfeiern gesehen und daher keine wirklich enge Bindung zu ihr, aber meine Schwiegermama ist für mich wie meine zweite Mutter. Sie hat in der letzten Zeit so viele Sorgen wegen allen möglichen Schicksalsschlägen gehabt, dass es mir jetzt schon das Herz zerreißt, wenn ich an den unabwendbaren Tod ihrer Schwester denke. Es wird nicht das erste Geschwister sein, das sie viel zu früh verlieren muss. Sie kam als Zwilling auf die Welt, aber ihr Bruder verstarb kurz nach der Geburt. Ihre mittlere Schwester ist vor 4 Jahren an einer schweren Lungenkrankheit gestorben und jetzt muss sie sich auf den Tod ihrer großen Schwester (sie ist 49) "vorbereiten". Ihr Mann und ihre zwei Söhne, darunter eben auch mein "stoffeliger Lebensgefährte" werden in der kommenden Zeit keine große Stütze sein, da sie wahnsinnig "zurückhaltend" sind wenn es um Mitgefühl und Trostspenden geht.
Kann mir jemand Wege aufzeigen, um ihr in dieser schweren Zeit eine wirkliche, emotionale Stütze sein zu können?
Für mich ist es unerträglich geliebte Menschen leiden und trauern zu sehen... In Bezug auf die erkrankte Schwester kann ich den Tod von der "erlösenden Seite" sehen. Als mein Opa vor 4 Jahren sich nur noch quälte war ich in gewisser Weise froh, als er endlich erlöst war. Ich verspürte keine wirkliche Trauer, da ich wusste, dass er so nie leben wollte. Was mich dann getroffen hat, war die Trauer meiner zurückgeblieben Oma zu sehen.
Ich habe Angst, dass mich auch die Trauer meine Schwiegermama so "lähmen" wird, dass ich ihr nicht die Stärke geben kann, die sie brauchen wird.
Liebe Grüße
See-Sternchen


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