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24.03.2009, 14:47
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#1 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 24.03.2009
Beiträge: 2
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Beklemmungen
Hallo an alle,
ich bin neu hier in dem forum und habe mir bereits einige beiträge durchgelesen, viele sind meinem problem sehr ähnlich.
Seit etwa zehn jahren leide ich ständig unter dem gedanken, keine freunde zu haben und nicht gemocht zu werden. zwar stimmt das nicht so richtig, ich hab schon freunde (wenn auch nicht sooo viele und beständige), einen freund und eine große familie, auf die ich mich verlassen kann. Ich hab in frühen jahren viele erfahrungen mit falschen freunden gemacht und daraus hat sich immer mehr eine soziale angst entwickelt (oder wie man das immer nennen soll). Mich selbst würde ich daher als einzelgänger bezeichnen, was mich jedoch belastet, weil ich es nicht freiwillig bin. Ich habe große probleme damit, auf menschen zuzugehn und ganz einfache gespräche zu führen, ich spüre dabei immer einen enormen druck, der mich daran hindert, nähere freundschaften aufzubauen und locker mit anderen menschen zu sprechen. Auch verfolgt mich immer der gedanke, dass über mich geredet wird, wenn ich z.B. Leute nur vom Sehen her kenne (was meistens der fall ist, da es eher selten zu weiteren koversationen kommt).
Ich weiß, dass es wohl an meinem winzigen Selbstwertgefühl liegt, jedoch muss ich dazu sagen, dass ich bei meinem freund und einzelnen freunden ganz ich selbst sein kann und auch aufblühe. Diese Beklemmungen kommen erst dann, wenn es darum geht, menschen zu begegnen, die ich kaum oder noch schlimmer gar nicht kenne. Das belastet mich insofern, dass ich in meinem Inneren gerne kontakt zu leuten aufnehmen würde, jedoch hab ich imemr angst, nicht anzukommen, keinen gesprächsstoff zu haben oder auf irgendeine weise in fettnäpfchen zu treten.
Mein Freund hat mich schon desöfteren gefragt, ob ich zu bekannten von ihm mitkommen möchte, dazu fällt mir aber jedes mal eine neue ausrede ein. Allein die vorstellung, dass ich dorthin mitgehe und dann nur rumsitze, weil ich keinen gesprächspartner finde oder überfordert bin mit der situation, lässt mich flüchten. Und das ist mein eigentliches problem: anstatt mich mit meiner beklemmung zu konfrontieren und dagegen zu arbeiten, ergreife ich immer die flucht. Dadurch habe ich schon so manche neue bekanntschaft vergrault, weil mir immer die bescheuertsten ausreden einfallen, um eventuelle unangenehme situationen zu vermeiden.
Die Angst, ausgeschlossen zu werden bzw zu sein, hat sich bereits in der Schulzeit stark entwickelt, wodurch ich mich meistens selbst isoliert habe, weil ich mir eingeredet habe, dass mich keiner leiden kann und sowieso keiner mit mir reden will und anstatt tatsächlich in so eine entblößende situation zu kommen, habe ich mich lieber verkrochen, wodurch es natürlich noch schlimmer wurde. Ich habe darauf aber keine lust mehr.
Gibt es hier jemanden, der sich in meiner geschichte wiederfindet? Ich habe bisher mit niemandem darüber geredet, weil es mir unangenehm ist, würde mich aber freun, wenn ich gleichgesinnte finden würde. Auch über ratschläge würde ich mich sehr freun. Möchte endlich versuchen, diese beklemmungen in den griff zu bekommen.
Lg
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27.03.2009, 17:49
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#2 (permalink)
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Gast
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Hallo!
Das Gefühl kenne ich ganz gut (und viele andere hier sicher auch)!
Einen direkten Ratschlag kann ich dir im Moment nicht geben, da alle Ratschläge, die mir so einfallen, zu "allgemein" sind. Das einer davon Dir helfen würde, wäre also fraglich (wie es eben ist, wenn man allgemeine Tipps gibt).
Ebenso ungerne gebe ich Buchempfehlungen aus.
Als ich allerdings Deinen Beitrag las, musste ich jedoch an ein Buch denke, dass ich selber auch gelesen habe: "Sag doch einfach Hallo" von Susan RoAne.
Allerdings ist dieses Buch nur bedingt zu empfehlen, da es zwar allgemein auf Kontakte Knüpfen eingeht, jedoch recht spezifisch auf "Kontakte Pflegen aus beruflichem Interesse" eingeht.
Vieleicht hat ja noch jemand eine Idee! Immer her damit!
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29.03.2009, 09:51
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#3 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 02.02.2009
Ort: Bodensee
Beiträge: 44
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Hallo,
also ich bin auch jemand der im Kreis lauter Unbekannter erst mal still ist und beobachtet. So weit, das ich mich drücke ist es aber nicht.
Sag deinem Freund doch das du ein wenig Angst hast, das er dich da nicht allein lassen soll. Wenn er dir da ein-zweimal den Rücken stärkt, ergeben sich bestimmt von allein Gespräche mit seinen Bekannten. Und sei es nur die Frage seit wann ihr euch kennt und wie lange ihr schon zusammen seid. Sei einfach du selbst. Niemand wird dich verurteilen wenn du dich schüchtern und ein wenig unsicher verhälst. Das geht viel mehr Menschen so als du denkst. ;-)
Nur Mut!
Lieben Gruß
Sabine
__________________
Man sollte sich alles so einfach wie möglich machen, aber auch nicht einfacher
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29.03.2009, 12:53
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#4 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 02.02.2009
Ort: Dingolfing
Beiträge: 46
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Hallo Pepina,
es stimmt dass das Problem, das du hast, weiter verbreitet ist als du vlt. denkst. Ich persönlich kenne einige Menschen denen es in etwa genauso geht. Das Problem hat bei dir seinen Ursprung in der Schulzeit als du dir selbst eingeredet hast dass keiner mit dir reden will. Falsche Freunde spielen auch mit dazu diese sozialen Erfahrungen setzen das Selbstbewusstsein im Umgang mit anderen herunter. Aber das Problem ist dass du diese Schemata, die du dir in der Schulzeit eingeredet hast, durch das ständige sich-selbst-vorsagen wahrscheinlich übernommen hast. Und durch die falschen Freunde, was das sozusagen bestätigt hat, entstehen nun diese Hemmungen im sozialen Umgang. Bei den Leuten mit denen du schon lange befreundet bist, deinem Freund oder deiner Familie entstehen diese Hemmungen nicht weil du schon so viel Zeit mit ihnen verbracht hast dass du Kommunikationsschemata entwickelt hast, um mit ihnen umzugehen. Bei Leuten die du nicht kennst müssen diese Schemata erst aufgebaut werden. Aber der Wille etwas an dieser Angst zu ändern ist der erste entscheidende Schritt zur Besserung. Ich kann Sabine nur zustimmen erzähl es mal deinem Freund und deiner Familie und lass dich beim Zugehen auf andere von ihnen unterstützen. Rede dir nicht selbst ein dass keiner mit dir reden will denk an was anderes wenn du dich dabei erwischst, unternimm was mit Leuten die dir nahe stehen und du gewinnst mit der Zeit durch dieses "Training" soziale Fähigkeiten und deine Angst wird auch irgendwann weggehen. 
Ich hoffe ich konnte dir helfen.
mfg
Oamin93
__________________
Der Sinn des Lebens liegt im Auge des Betrachters
Der Wert des Menschen bemisst sich nicht nach dem, was sein Aussehen über ihn sagt, sondern nach dem, was er tut!
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01.04.2009, 18:19
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#5 (permalink)
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Neuling
Registriert seit: 24.03.2009
Beiträge: 2
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@ denk_zu_viel
Wie nimmst du denn dieses Problem in Angriff? Was tust du denn dagegen? Ich meine, Bücher lesen etc ist zwar ein Anfang aber man muss natürlich erstmal diese hemmschwelle überwinden, die man hat.
Gruß
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02.04.2009, 19:19
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#6 (permalink)
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Gast
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Auch, wenn Bücher keine besondere Hilfe für mich sind, habe ich dem Buch doch wenigstens entnehmen können, wie man ein Gespräch mit Fremden aufnehmen kann, ohne groß in Verlegenheit zu gelangen!
Das ist tatsächlich schonmal ein guter Anfang.
Leider kann ich Dir nicht sagen, wie ich das Problem in Angriff nehme, weil ich bischer nicht wirklich was dagegen unternommen habe. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass ich nichts zu Verlieren habe, wenn ich jemanden anspreche! Schließlich kenne ich den jenigen ja (noch) nicht, und wenn ich mich blöd anstellen sollte, dann bleibt das halt auch so. Früher hat mich dieser Gedanke zwar belastet, doch mitlerweile interessiert es mich nicht mehr allzu sehr, was Leute von mir denken, die mich nicht kennen. Diese "Gleichgültigkeit" hat sich in mir mit der Zeit aufgebaut (wenn man zunehmend die Nase voll von der Situation hat).
Wenn ich mich bei Leuten blöd anstelle, die mich kennen, sieht das ganze natürlich anders aus (da habe ich ja was zu verlieren).
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