Hallo,
ich habe mich heute neu hier registriert, in der Hoffnung mich hier etwas "ausheulen" zu können und vielleicht auch ein paar Tips und Ratschläge zu erhalten.
Ich weiß nicht, ob ich hier überhaupt richtig bin, aber die Suchmaschinen dieser Welthassen mich und dieses Forum kommt -- denke ich -- meinen Bedürfnissen noch am nächsten. Sollte jemand eine für mich passendere Plattform wissen, immer her mi den Links.
Mein Problem:
Ich bin ein sog. Nesthäkchen. Meine Mutter war 47 Jahre, als sie mich bekam. Welcher Idiot auch immer ihr seinerzeit von einer Abtreibung abgeraten hat, ich hoffe, er muss das büßen.
Ich bin nun 40, Muttern ist 87. Gottseidank ist sie geistig noch fit.
Nichtsdestotrotz war ich meiner Mutter nie -- wie soll ich sagen? -- gedanklich, geistig, wie auch immer besonders nah. Sie ist halt meine Mutter und mir wurde (das kam mir grad die letzten Tage so richtig zu Bewusstsein) immer eingebläut: Deine Mama ist schon älter und sie hat's am Herzen, du musst immer lieb und brav sein, sie darf sich nicht aufregen.
So wie ich es im Moment sehe, war das die Kette, die mich fest an sie gehängt hat. Dass ich viel per "Angstmache" gehalten wurde, ist mir -- ich schwör's-- noch nie so wirklich gekommen. Auch in der Therapie, die ich hatte, kam das nicht so raus.
Meine Mutter denkt nach dem Motto: "Du bist meine Tochter, also ist es ganz klar, dass du [z. B. frei nimmst, um mich zum Doktor zu fahren; brav jeden Samstag mit mir einkaufen gehst; wir am Tag 4x mindestens telefonieren tbc.]. Sie bringt das so daher, als ob sie sich nie anders ihrer Mutter gegenüber verhalten hätte. Ich werde den Teufel tun, sie darauf anzusprechen, aber ich bin mir sicher, dass sie dies alles für ihre Mutter nie geleistet hat (zumal dieselbige sie wohl soooo gehasst hatte).
Meine Mama ist nicht blöd oder so, keineswegs. Aber ich hab keinen Zugang zu ihr und sie keinen zu mir.
Konkreter Anlass dafür, dass ich das Gefühl habe, in einer psychischen Sonderbelastung zu stecken (und ich bin platt, ich bin wirklich platt), ist, dass sie letzte Woche gestürzt ist. Die nötige OP ist gut verlaufen. Aber sie ist einfach furchtbar, sie fordert, sie fühlt sich unverstanden, sie ist keinem objektiven Argument zugänglich, jeder ist böse zu ihr.
Dass sie auch selber dran dreht, dass ihr die Leuts nicht immer freundlich entgegenkommen, das darf ich nicht mal andeuten, dann ist der Teufel los.
Kritik ... ist nicht. Sie ist manchmal so borniert und stur, und das nicht erst, seit sie die 80 überschritten hat. Ich kenne sie nicht anders.
Gibt's hier noch andere Leute mit "alten Eltern", die dieses Problem kennen, dass sie quasi an denen hängen, weil sie z. B. immer Angst haben müssen, dass was passiert ist?
Kennt jemand dieses Gefühl des zwangsweise Angekettet-Seins?
Ich meine, ich habe das nun erkannt, aber was habe ich von der Erkenntnis?
Und frag mich bitte niemand, ob ich meine Mutter nicht lieben würde: Nein, ich liebe sie nicht, sie ist meine Mutter und ich bin als Tochter in der Pflicht. Ich liebe auch mich nicht und auch sonst niemand. Mir wurde Liebe nie gezeigt. Liebe gibt's eh nicht.
Soooo, das war lang, aber irgendwie gut, dass es (auch wenn's nur die Spitze des Eisbergs ist) mal raus ist.
Liebe Grüße
TeTee


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), ist, dass sie letzte Woche gestürzt ist. Die nötige OP ist gut verlaufen. Aber sie ist einfach furchtbar, sie fordert, sie fühlt sich unverstanden, sie ist keinem objektiven Argument zugänglich, jeder ist böse zu ihr.
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]; auch, dass ich eben wieder in die Stadt und damit näher an Arbeit und Muttern ziehen wollte).
. Lesen (und lesen und lesen ...) und INet surfen und *hüstel* online spielen 

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