Hi,
ich brauch mal einfach ein bisschen Hilfe, Durchblick, Abstand, Distanz?
Keine Ahnung.
Kurze Vorgeschichte:
War 15 Jahre lang verheiratet, aus der Ehe sind zwei Kinder entstanden (nun 17 und 14). Habe mich vom Kindesvater getrennt, da er massivste Alkoholprobleme hatte. Sehr, sehr kurze zeit nach seinem Auszug (3 Monate später) bin ich "gefunden worden" von meinem jetzigen Lebensgefährten. Das ganze ist nun vier Jahr her.
Wir hatten extreme Probleme durch meinen Ex-Mann. Der Sohn war in einer Kinderklinik 3 Monate wegen co-Abhängigkeit, dem gehts wieder richtig gut, Tochter hatte erst "keine Lust" zu sowas, wurde vom Vater auch überredet, dies wäre alles "schei..". Ich begab mich auf Anraten meines Schatzes auch in Therapie, die ich fast ganze 3 Jahre durchhielt.
Letztes Jahre haben wir uns gemeinsam ein Haus gekauft, ich müsste eigentlich überglücklich sein. Ok, Tochter kam dann in Pubertät und damit die Probleme. Kindesvater meldet sich (nun seit 1,3 Jahren) gar nicht mehr, Tochter kam damit nicht klar und war dann nach Schule schwänzen und, und, und im Dezember stationär in der Kinderklinik.
Hat nun einen "Neubeginn" gestartet, macht Therapie zwei mal die Woche und besucht auch eine ganz neue Schule.
Zum eigentlichen Problem. Mein Lebensgefährte kümmerte und kümmert sich rührend um all das. Er gibt mir halt, unterstützt mich, nimmt Termine wahr, die ich aufgrund von Berufstätigkeit nicht wahrnehmen kann. Wir teilen uns wirklich auf (und er hat auch noch 2 eigene Kinder, die allerdings unsere WE-Kinder sind). Ich müsste überglücklich sein, so ein Exemplar von Mann gefunden zu haben. Er ist nüchtern, klar denkend, da wo meine Emotionen überkochen war er mir stets der Fels in der Brandung.
Und dennoch.... wenn er sich zurückzieht, für sich an den PC oder einfach mal ein paar Tage das tut, was ihm gefällt, gehts mir grottenschlecht. Ich fühle mich nutzlos, ungeliebt, nur noch wie im Hamsterrad, arbeiten, nach Hause, dort weiterschuften, Mutter und Frau spielen, und und und, wie das so ist, wenn man von morgens 7.00 bis abends 17.00 Uhr außer Haus ist.
Ich habe Tage, da empfinde ich nur Wut! Wut über die Situation, bin unzufrieden mit mir selber und flippe total aus. Da reicht eine Kleinigkeit, um den größten Stress anzuzetteln. Mir tut das im Moment super leid, ich kann aber nicht aufhören ihn zu piesaken und zu provozieren. Ich WILL dann eine Reaktion, egal welche. Ich will nur spüren, dass er da ist und MIR zuhört - wie ein trotziges kleines Kind, dass seinen Willen haben will.
Ich bin an diesen Tagen besonders lustlos, finde keine Freude an irgendeiner Beschäftigung - die ich für mich alleine machen kann. Total deprimiert und ausgebrannt.
Dies geht nun schon die ganzen vier Jahre so. Erst waren es Abstände von 2 Wochen, dann 4 Wochen, nun - habe ich beobachtet, dass es zumindest 8-10 Wochen "gut" geht. Aber ich zerfresse mich vor Schuldgefühlen, wenn ich sehe, wie schlecht es ihm geht, wie er langsam wieder erst Vertrauen in mich aufbauen muss/kann. Dies geht nach den Jahren natürlich besser, aber er leidet auch sehr unter diesen extremen Stimmungsschwankungen.
Meist ist dies am Wochenende, wenn ich nicht durch Arbeit, Hetze, Stress abgelenkt bin. Ich habe keine Freude dran mit meinen süßen Doggies vor die Tür zu gehen, denke, Mensch, die katzen müsste du auch mal wieder vernünftig bürsten und finde keinen Antrieb.
Ich könnte dann alles klatschen - aber gleichzeitig tut es mir soooo weh, dass ich gerade meinen "Traum"-Partner damit so belaste und ihn verletze.
Ach so, meine Therapeutin habe ich heute angerufen. Habe im letzten Jahr in den Sommerferien aufgrund eine Knie-Op die Thera erst mal "auf Eis" gelegt und mir ging es lange, lange Zeit (in meinen Augen) so gut, bzw. hatte durch meine Tochter soviel Stress, da ging alles andere vor, als sich um mein inneres Heil zu kümmern. Ich hoffe, ich kann die letzten 10 verordneten Stunden bei ihr noch abhalten.
Wie komme ich aber aus dieser Endlos-Warteschleife raus? Wie kann ich mich "zwingen" wieder an irgendetwas und nicht nur 2-3 Tage Freude zu empfinden?


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, ich habe einfach abends gar nicht mehr die Kraft mir noch Freundschaften zu suchen und diese zu pflegen. Ich bin abends einfach nur noch fertig vom Tag und bin froh dass geschafft zu haben, was anstand. Das sieht am WE nicht anders aus, denn abends sind 2 Stunden für den Haushalt einfach zu wenig, da bleibt viel liegen.

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