psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Seite 4 von 4 ErsteErste 1234
Ergebnis 25 bis 28 von 28

Thema: Berichte eines Berliners.

  1. #25
    Gesperrt
    Registriert seit
    11.07.2011
    Ort
    Westberlin.
    Beiträge
    82
    Danke
    0
    12 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard Sonntagnacht.

    Heute ist ein Sonntag, noch.

    Die neue Woche steht bevor, die letzte Juliwoche, dann ist Spätsommer; ich werde immer älter.

    Fast komischerweise werde ich immer älter. Seit Jahrzehnten stelle ich mir den Tod vor, aber ohne tödliche Folgen. Auseinandersetzungen mit dem Leben und dem Tod werden gerne abgelehnt, aus welchen gutgemeinten Gründen auch immer.

    Heute berichtete ich jungen Menschen, daß ich fast nur Dinge sehe, die mich von Menschen trennen. Wenn ich versuche, mich darzustellen, werde ich gerne beschimpft, ob meiner dargestellten Unfähigkeit, mit meinem Leben etwas anzufangen, was den Beobachter zufrieden stellt.

    Ich weiß, es gibt Menschen, die lachen mir zu, wenn sie meine Berichte lesen.

    zweifel




    Geändert von zweifel (24.07.2011 um 23:07 Uhr) Grund: Bildausschnitt verändert.

  2. #26
    Gesperrt
    Registriert seit
    11.07.2011
    Ort
    Westberlin.
    Beiträge
    82
    Danke
    0
    12 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard Nur ein Montag.

    Heute ist ein Montag,
    nur ein Montag, mir ist heute kaum etwas Bewegendes geschehen; damit wurden immerhin keine Erwartungen enttäuscht.
    Nun ist es Abend. Ich trinke ein erstes Bier. Ein elektrischer Heizlüfter läuft, da keine Fernwärme geliefert wird.
    Die Fernsehmaschine läuft - mal sehen, ob es gleich Neues von dem norwegischen Christ (er wurde tatsächlich als Christ beschrieben) gibt; Bilder der Hungernden und Verhungernden in Ostafrika werden wahrscheinlich kaum zu sehen sein.

    Doch, es wird über die Versuche einer Hungerhilfe berichtet, aber ohne berührende Fotos; die kommen schon noch, wenn um Spenden gebeten wird. 500.000 Kinder sollen an der Hungerkippe zum Tod stehen. Wieviele Jugendliche und Erwachsene bald verhungern könnten, wurde nicht erläutert. In meinem Wertegefühl hat ein Kind keinen höheren Wert als ein bettlägeriger Greis.


  3. #27
    Gesperrt
    Registriert seit
    11.07.2011
    Ort
    Westberlin.
    Beiträge
    82
    Danke
    0
    12 mal in 9 Beiträgen bedankt

    Standard Mittwoch. Zwischen Reihengrab und Pommernbrot.

    Heute ist ein Mittwoch.

    Gegen Mittag wollte ich in Ruhe meine Mittagsstullen zerkauen und herunterschlucken; ich besuchte dazu einen Ostberliner Kirchhof.















  4. #28
    Bestseller Autor Avatar von glasheuler
    Registriert seit
    01.03.2009
    Beiträge
    1.510
    Danke
    95
    144 mal in 111 Beiträgen bedankt

    Standard .

    Ob man Dich wegen Deiner Pietätlosigkeit massregeln oder bemitleiden soll
    ist hier die Frage. Ich habe mich für das erste entschieden denn auf dem
    Friedhof verzehrt man keine Stullen, Nivella wurde informiert.

    Wenn das ganze eine Provokation sein sollte ist sie hiermit gegenstandslos.
    Das Wort "Glück" würde seine Bedeutung verlieren hätte es nicht
    den Widerpart in der Traurigkeit.
    C.G.Jung

Seite 4 von 4 ErsteErste 1234

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Psychologen beraten am Telefon und im Chat. Jetzt testen!