Ich habe die gleiche Frage in einem Philosophie Forum gestellt und bin außerordentlich gespannt, was die Psychologen dazu meinen!
Liebe ist bedingungslos, das heißt, sie ist an keine Bedingungen geknüpft. Deswegen ist es, wenn ich einen Menschen erst einmal liebe, egal, ob er mich liebt oder nicht. Trotzdem schließt sich für mich deswegen die These, dass Liebe auf Gegenseitigkeit beruht, nicht aus.
Denn: ist die Frage nicht viel eher "was veranlasst mich dazu, jemandem Liebe zu schenken?" Schließlich ist es nicht grade so einfach, jemandem Liebe zu schenken wie beispielsweise ein Bonbon...
Ich denke, die Gegenseitigkeit ist nicht die Bedingung für die Liebe an sich (die keine Bedingungen kennt), aber die Bedingung für den Entschluss, jemandem Liebe zu schenken.
Auch bei familiären Beziehungen ist es ja so, dass man seine Verwandten liebt, weil man sich durch die Verwandtschaft einer gewissen Art von Liebe sicher sein kann. Deswegen können Eltern ihre Kinder ganz besonders intensiv lieben - hier ist diese Gebundenheit durch die Verwandtschaft am stärksten. Und nicht umsonst heißt es, dass unvergessliche gemeinsame Erlebnisse eine Beziehung verbessern und aneinanderschweißen: man kann sich ebenso sicher sein, dass die gemeinsamen Erfahrungen dieser Erlebnisse sicher für immer da sind, konstant sind.
Es scheint irgendwie also etwas mit Sicherheit und der Gewissheit, dass der andere einen auch liebt, zu tun zu haben...
Was denkt ihr? Gibt es andere Gründe, die Menschen motivieren, jemanden dauerhaft zu lieben? Bitte unterscheiden zwischen Liebe und Verliebtsein!
Liebe Grüße,
gleami


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