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Thema: Beschränktheit macht mich völlig fertig

  1. #1
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    Ausrufezeichen Beschränktheit macht mich völlig fertig

    Hallo,

    ich brauche Hilfe, ich ertrage diese Gefühle nicht mehr. Sie tun mir so weh, sie erdrücken mich und quälen mich ohne Gnade.

    Ich ertrage es nicht, mich geistig beschränkt zu fühlen. Es ist nicht so, dass ich mich für dumm halten würde, nein, aber ich bin mir recht sicher, dass ich keine große Leuchte bin und das macht mich Tag für Tag und Minute für Minute fertig.
    Ich will nicht gesagt bekommen, dass mich doch bestimmt andere Fähigkeiten auszeichnen, ein gutes Herz zum Beispiel. Davon wird mir fast schlecht.
    Ich beobachte mich den ganzen Tag auf meine Fehler hin, (fast) nichts bleibt unentdeckt. Ich mach mich fertig für meine Fehler, indem ich mich selbst hasse, mich selbst beschimpfe und mich teilweise selbst verletze.
    Ich möchte später studieren gehen, aber ich denke nicht, dass ich dazu in der Lage sein werde. Es ist alles so schrecklich. Zum Beispiel hat es mich heute völlig aus der Bahn geworfen (stundenlange Selbstvorwürfe), dass ich einen Aspekt aus dem Film Matrix nicht ganz durchschaut habe. Ich finde das so unendlich dumm.
    Diese Gedanken und Gefühle blockieren mich so sehr, stürzen mich in Melancholie und Selbsthass. Ich habe kaum einen guten Tag.
    Es wäre nett, wenn man mir helfen könnte. Ich will einfach nicht beschränkt sein.

    Danke

  2. #2
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    huhu

    warum machst du dieses thema zum mittelpunkt deines lebens ???

    man muss nicht alles können , alles wissen , die bereitschaft lernwillig und lernfähig zu sein , zeichnet dich , für mich , schon als intelligent aus...

    es liest sich so , als wenn das wirlich 24 std am tag dein leben beherrscht -schlimm !

    was würde es deiner meinung nach ändern , wenn du dich intelligenter fühlen würdest?
    wie kommst du überhaupt darauf ?
    wurde dir mal eingetrichtert das du dumm sein sollst ?
    oder setzt du deine massstäbe einfach zu hoch ? (einstein werde ich auch nie werden - muss ich aber auch nicht...)

    liebe grüsse
    Auch aus Steinen, die in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. #3
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    Je mehr du dich ärgerst und davor bewahren willst, desto schlimmer wird es. Denn du trainierst deine Selbstaufmerksamkeit unaufhörlich, wenn du immer wieder in dich kehrst und über Fehler nachdenkst. Wie wäre es, wenn du andere darauf ansprichst?
    aufwachen, träumerle...!


  4. #4
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    Danke für die Antworten. Und ja, es ist tatsächlich schlimmer geworden, mittlerweile kann ich mir nicht mal mehr Filme am Stück ansehen, weil ich mich dann bei Wikipedia oder so vergewissern muss, es auch richtig verstanden zu haben. Und so auch mit anderen Dingen.
    Mit anderen darüber reden.. Da ist meine beste Freundin, die mich diesbezüglich eher noch mehr runtermacht, weil sie auch davon überzeugt ist, dass wir dumm etc. sind.
    Hab mit einer anderen Person noch drüber gesprochen, die sagte, dass ich nicht dumm sei.. aber ja, meint ihr, das bringt mir was? Das nehm ich nur als Beschwichtigungsversuch auf oder höchstens als ein "Soo dumm bist du nicht".

    Keine Ahnung, darüber reden funktioniert nicht.

    Und ja, es würde für mich toll sein, mich selbst intelligenter einzuschätzen. Dann würde ich mich einfach nicht mehr als so klein und schwach betrachten. Meine Maßstäbe find ich ganz normal, ich messe mich mit Leuten aus meinem Umfeld und schneide total oft schlecht ab. Vor allem, was so praktische Dinge des Lebens betrifft.. Man, das ist einfach mies.
    Das Seltsame ist ja auch, dass mir nie jemand gesagt hat, ich sei dumm. Trotzdem hab ich auch allgemeine Minderwertigkeitsgefühle, die durch Isolation und abwertendes Verhalten anderer entstanden.
    Hab mich wohl speziell in das Mich-dumm-fühlen reingeritten, weil es mir viel zu wichtig ist. Das tut alles so weh und ich komm da nicht raus. Ich denke, jeden Moment könnte man bemerken, wie furchtbar dumm ich doch bin. Ich glaube, das ist fast meine größte Angst..

  5. #5
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    Finde etwas, worin du richtig gut bist. Bei Erfolgserlebnissen verschwinden die negativen Gedanken leichter.
    aufwachen, träumerle...!


  6. #6
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    Hallo, meine Liebe.

    Das klingt ja echt schlimm, was du da beschreibst:/ Ich kann mir ungefähr vorstellen, wie du dich fühlst. Ich möchte wetten, du hast viel länger als notwendig über deinen 2 Beiträgen gesessen und dran rumgeschrieben, Formulierungen geändert und die Rechtschreibung korrigiert, um keine Fehler zu machen. Damit niemand antworten kann "Tut mir leid, aber ich glaube, du bist wirklich nicht besonders intelligent."
    Aber ich kann dir gratulieren Dumm bist du mal definitiv nicht, deine Texte sehen doch ganz ordentlich aus

    Ach ich laber einen Kram, das wird dir jetzt vermutlich auch noch nicht viel weitergeholfen haben^^ Weißt du, es ist schwer was dazu zu sagen, ohne deinen Hintergrund zu kennen. Erzähl mir doch mal bisschen was über dein Leben, wie alt du bist, auf was für eine Schule du gehst, wie deine Eltern und deine Freunde so sind, ob/welche Hobbys du hast.

    Und solang - lass den Kopf nicht hängen =) Sei dir sicher, dass dir geholfen wird und du da rauskommen kannst - dein Problem ist NICHT, dass du dumm bist, dein Problem ist, dass du aus irgendwelchen bis jetzt noch unerklärlichen Gründen unglaubliche Angst davor hast, von anderen für dumm gehalten zu werden. (Es ist schonmal sehr aussagekräftig, dass du deine Selbstachtung so sehr von der Meinung anderer abhängig machst) Und wenn die Angst weg ist, ist alles gut. Glaub mir, irgendjemand kann dir helfen und wenn wir es nicht sind, kann eine Therapie helfen. Du bist nicht unnormal oder dumm. Und selbst wenn du dumm wärst - was solls, auch dumme Menschen haben Jobs, Freunde und Familie und werden geliebt. Das Leben wird nicht lebenswerter, weil man intelligenter ist =)
    So, das wars mal von meiner Seite. Auf Wunsch tausche ich weitere hoffentlich hilfreiche Sätze gegen deine Hintergrundinfos!

    Liebste Grüße

  7. #7
    Neuling
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    Nunja, das Verfassen der Beiträge hat in diesem Fall nicht so lange gedauert. Allerdings gab es auch schon Fälle, in denen ich mehrere Minuten an einem Satz herumbastelte..
    Ich bin 18 Jahre alt, gehe in die 13. Klasse eines Gymnasiums und lebe in einer recht normalen Familie. Es gab keine Krisen, große Streits o.ä.. Ich leide allerdings darunter, dass meine Familie schon recht "dumm" ist. Ich will meine Eltern dadurch nicht abwerten, aber ich hege eben die Befürchtung, dass ich ihre "dummen" Gene geerbt habe. Das hört sich schon fies an, aber so denke ich nun mal. Hab auch kein gutes Verhältnis zu ihnen, weil sie mich einfach nicht verstehen können und eben generell wenig Menschenkenntnis besitzen.
    Ich habe eine beste Freundin, die mir nicht helfen kann, weil es ihr noch schlechter geht und sie sich sogar selbst hasst. Trotzdem kann ich mit niemandem besser reden, ich bin heilfroh sie zu haben. Sonst habe ich noch 3-4 Freunde, mit denen ich auch gut reden kann und die mir etwas Halt geben können. Das Problem besteht darin, dass sie meine Gefühle nicht wirklich nachvollziehen können (bzw. könnten) und so eine enge Freundschaft leider unmöglich ist.
    Joa, viel wichtiger finde ich meine Vergangenheit^^ Wurde jahrelang ausgegrenzt, teilweise beleidigt und einfach so behandelt, als ob ich nicht da sei. Mich quälten Einsamkeit und ständige Angst vor so gut wie Allem. Ich war ein überängstliches und schüchternes Kind und habe mich dauernd Gefahren ausgesetzt gefühlt. Ich war ziemlich hässlich, trug eine rote Brille und hatte somit jahrelang stets Angst davor, öffentlich bloßgestellt zu werden.
    Allgemein mache ich mich auch schnell von anderen Menschen abhängig.. nämlich insofern, dass ich eine Person suche, die meine Minderwertigkeitsgefühle beinahe verschwinden lässt. Wenn nämlich eine intelligente und coole Person mit mir kommuniziert, ist das für mich ein eindeutiges Zeichen, gut zu sein. Wenn diese Person allerdings abweisend wird, "stürzt für mich der Himmel ein"..
    Meine Hobbys sind zu allererst einmal Analysieren, Nachdenken und Träumen. Ich liebe Literatur und lese auch dementsprechend viel.. dazu mach ich noch 3 Mal die Woche Sport, teilweise mit Freundinnen. Manchmal schreibe und male ich noch sehr gern. Mein Studienfach soll schon in Richtung Literatur, Soziologie und vielleicht Philosophie gehen. Bin aber überzeugt davon, dass ich es nicht schaffen würde. Außerdem würde ich gerne noch weitere Hobbys haben, mir ist zwar selten langweilig, aber vielleicht würde ich mich dann ausgefüllter und produktiver fühlen.
    Ich besitze einfach absolut gar keine Selbstsicherheit und habe immer noch dauerhaft Angst..

    Ich bin dir so dankbar für die Hilfe. Mir hat das gerade richtig gut geholfen und ich fühl mich schon ein Stück besser. Vielen Dank

  8. #8
    Neuling
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    Hey, ich freu mich, dass es dir dadurch etwas besser geht=)
    Aber...ich versteh immer noch nicht ganz, warum dein "Problemgebiet" deine vermeintlich fehlende Intelligenz ist. Schreibst du schlechte Noten? Wurde innerhalb deiner Familie viel Druck auf dich ausgeübt, dass du ein gutes Abi schaffen musst? Oder hast du eigentlich andere Unsicherheiten, die du damit kompensieren wolltest, "wenigstens" intelligent zu sein?
    Also für mich klingt es so, als wären da noch einige andere Unsicherheiten, die eigentlich nicht unbedingt im Zusammenhang mit deinem IQ stehen?!
    Wieso denkst du eigentlich, dass du dein Studium nicht schaffen würdest?
    In welcher Zeitspanne hast du dich ausgegrenzt gefühlt und wann/wodurch hat das aufgehört?
    Sorry, erstmal nochmal ne Menge Fragen Aber ich denke, ohne zu verstehen, woher deine Angst, eigentlich kommt, ist es auch sehr schwer, was daran zu ändern.
    Ich muss noch dazu sagen, dass ich zumindest teilweise in ner ähnlichen Situation war wie du. Meine Schwerpunkte lagen zwar woanders, aber auch ich hatte unglaubliche Angst, irgendwas zu sagen, was dumm klingen könnte, ich hab auch nicht sehr viel von meiner eigenen Meinung gehalten und dachte, ich hab zu wenig Allgemeinbildung etc etc. Und ich hab Jahre gebraucht, um zu erkennen, dass eigentlich was ganz anderes dahintersteckt. Übrigens hat mir streckenweise schon die Erkenntnis geholfen, dass du dich anstrengen kannst, wie du willst - falls du wirklich dumm bist (und ich bin mir sicher, du bist es nicht), kannst du das auch nicht verstecken. Da bringt keine Anstrengung der Welt was. Und dadurch, dass du locker lässt und du selbst bist, wirst du nicht weniger intelligent. Du brauchst nicht permanent auf der Hut davor zu sein, was 'Dummes' von dir zu geben Nur, weil du mal ne nicht ganz so intelligente Bemerkung von dir lässt, hält dich niemand gleich für dumm. Niemand schaut dir permanent auf die Finger und "sucht" nach deinen Fehlern oder wartet darauf, dass du endlich was Dummes sagst und dich verrätst
    Was ist denn eigentlich deine Angst, was schlimmstenfalls passieren könnte, wenn jemand von dir denkt, du seist dumm?

    (Sorry für den ungeordneten Beitrag )

    Grüße

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