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Thema: Beziehungs- und Bindungsangst

  1. #1
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    Standard Beziehungs- und Bindungsangst

    Hallo,

    jetzt will ich mal meine Probleme schreiben. Deswegen hab ich mich unter anderem auch hier im Forum angemeldet.

    Sooo dann mal los . . .

    Ich habe vor ein paar Wochen herausgefunden, dass ich unter Bindungs- und Beziehungsangst leide.

    Zur Vorgeschichte:

    Meine erste feste Beziehung hatte ich mit 20. Sie war damals 25. Ich kannte Sie schon ein paar wochen und verstand mich mit Ihr von Zeit zu Zeit immer besser. Ich merkte das ich mehr für Sie empfand und das ich sehr oft an Sie denken musste. Ich machte dann auch den ersten schritt auf einem Fest. Das Gespräch dauerte sehr sehr lange. Ca 3 Stunden saßen wir in Ihrem Auto und ich war ziemlich aufgeregt. Naja verständlich oder ...
    Wir waren dann auch offiziell zusammen. Ich merkte gleich am Anfang das mich das ganze irgendwie bedrückte. Ich fuhr gerne zu Ihr (Sie hatte schon Ihre eigene Wohnung) doch nach ein paar Wochen kam ich mir immer eingeenter vor. Was ich heute versteh. Wir gingen auch kaum zusammen weg. Was mich damals zusätzlich in diese komische lage brauchte, war das Sie größer war wie ich. Fast einen kopf. Heute weis ich das es total egal ist was größe oder aussehn angeht. Aber damals war es mir unangenehm zumal dieses komische Gefühl (heute weis ich es, Bindungs- und Be. angst) hinzukam. Ich beendete die Beziehung, per SMS. Ich weis das es sch**e war aber ich konnte es nicht in einem Gespräch mit ihr. Sie war am Boden und wollte wissen was los war. Ich konnte ihr nicht sagen was los war, weil ich es selbst nicht versand. Ich wusste nur das es mir dannach sehr besser ging mit der gewissheit nicht mehr die Beziehung führen zu müssen. Ich war erleichtert so zusagen Frei. Mir ging es aber nur um die "Beziehung" nicht um Sie persönlich. Ich denk das ihr das versteht. Wir haben 1 Jahr danach immer mal wieder kontakt bis heute. Hab Sie auch schon besucht zuhause. Hat jetzt ein Kind.

    Ok weiter . . .

    Ein Jahr später lernte ich T. (23) kennen. Ein kollege aus dem Dorf hatte von Ihr gesprochen und Sie dann auch einmal mitgebraucht. Sie war mir anfangs nicht so "aufgefallen"doch je öfter Sie dabei war umso mehr dachte ich an Sie.
    Muss dazu sagen, das Sie offen zugegeben hat, dass Sie keine Beziehung zur Zeit will nur Ihren "Spaß".Dies sagte Sie zu jeden bei uns. Hört sich wild an aber war so. Mein Kollege hatte das auch sehr genossen und hat damit auch bei uns im "Freundeskreis" geprahlt. Ich war der einzige der sich mit Ihr normal unterhalten konnte, weil ich Sie nicht einstufte. Also nach dem Motto sie will ja eh nur das eine. Ich traf mich mit Ihr zuhause. Wobei Sie über 30km weit weg in ner WG wohnte. Wir gingen spazieren und konnten reden und keiner war ausenrum. Kein dummes Geschwätz von wegen: Ahh schmeist du dich jetzt auch an Sie ram. Ich denk ihr wisst was ich meine.
    Sie erzähte mir dinge aus ihrem früheren Leben. Schwere Kindheit, Mutter von Vater getrennt, Umzug, keine richtigen Freunde, Kinder und Jugendheim, Selbstmordversuch. Dannach hatte Sie ihr Leben im Griff und veränderte Ihr aussehn von dick auf dünn. Andere Haarfarbe und bekamm immer mehr selbstbewusstsein. Ich merkte das Sie bei mir über fast alles reden konnte und wir uns auch immer besser verstanden.
    Sie brauch den Kontakt zu meinem Kollegen ab weil er nun mit Ihr eine Beziehung haben wollte. Sie aber nicht.
    Nach kurzer Zeit wurde aus unsrer Freundschaft mehr. Wir küssten und umarmten uns und ich schlief bei Ihr. Kein SE*. Der kam zwar ein paar Tage danach aber ich wollte es eigentlich nicht da ich aus meiner Ersten Beziehung probleme damit hatte. Bei ihr klappte es dann aber besser. Weis auch nicht warum. Ich konnte etwas offener sein.
    Sie sagte mir nocheinmal das Sie keine Beziehung wolle. Mir war es indem moment egal weil ich merkte das wir uns jede freie Minute angerugen haben und SMS im überfluss. Es war für mich mehr als nur Freundschaft aber eben keine Beziehung. Das war es was mir in der Zeit gut getan hat. Nach ein paar monaten sagte Sie mir das es Sie "erwischt" hat. Ich denke jeder weis was damit gemeint ist. Heute denk ich mir das Sie durch frühere Beziehungen und ihre Kindheit sehr vorsichtig war wieder eine neue Beziehung einzugehn. Das Vertrauen zu mir war denk ich mal für Sie ausschlag gebend.
    Doch nun wollte Sie eine Beziehung. Ich war wie ein anderer Mensch in dem Augenblick als Sie mir das sagte. Ich konnte ihr auch nicht antworten. Kein ja oder nein. Kein ohh wie schön oder naja oder irgendwas. Heute verfluch ich dieses Datum (ich weis es heute noch).
    Dazu kommt, dass sich meine "freunde und Kollegen" aus dem Dorf das Maul verrissen haben über mich und Sie (bekam ich erst später raus). Ich bekam mit wie es hieß: Ich habe meinem Kollegen die Freundinn ausgespannt. Was der Kollege erzählt hat, weis ich nicht. Vielleicht hat er rumerzählt das er und T. zusammen gewesen sein. Keine ahnung. Ich sagte es Ihr und wir einigten uns das ich eine entscheidung in dem Fall bräuchte. Denn auf der einen Seite hatte ich Sie T. und zum anderen meine "Kollegen". Was sich heute gesehn nicht als Kollegen bezeichnen lässt. Naja zum Thema zurück. Ich hatte damals, nachdem Sie mir ihre "Gefühle" gestand, schon dieses komische gefühl bzw ängste.Heute weis ich warum.

    Ich entschied mich für meine Kollegen. Ein fehler was sich im nachhinein herasustellte. Hatte mir ihr noch kontakt, weil ich Sie nicht verlieren wollte. Also was die Zukunft anging. Dann habe ich den Kontakt von jetzt auf nachher abgebrochen zu Ihr. Mir ging es dabei auch wieder viel besser. Denn ich hatte nicht mehr diese Ängste und ich musst mich nicht mehr bei meinen "Kollegen" rechtfertigen. Damals war ich halt noch nicht so reif wie heute.

    2 Wochen später wollte ich dann doch wieder Kontakt mit ihr was sich dann als schwer rausstellte. Erst nicht melden dann doch wieder. Ich bekam keine antwort. Es vergingen Monate. Leider fast 3 Jahre. Ich habe nie mit irgendjemand darüber gesprochen. Weder über T. noch über sonst irgendwelche Gefühle in mir. Sagte: "Ich mache das mit mir selbst aus. Damit komm ich schon immer klar"

    Naja das der karren irgendwann gegen die Wand fährt war vorherzusehn. Ich jedenfalls konnte und wollte es vielleicht auch nicht sehn oder verstehn.

    Dann kam meine heute beste Freundinn in mein Leben . . .

    Diese Geschichte ist auch ein langes Thema und ich habs auch hier im Forum näher beschrieben . .

    unter . . .

    >>HIER<<

    Jedenfalls habe ich vor ein paar Wochen im Internet gesucht. Ich wusste das ich angst hatte eine Beziehungen zu führen. Aber das es das tatsächlich gibt und auch mit Bindungsangst verbunden ist wusst ich nicht.
    Ich hatte also ein Problem mitdem ich nicht alleine war. Es war sogar eine "offizielle" Krankheit. Mir half das echt weiter. Ich hab mir berichte und eine genauere Beschreibung über Beziehungs- und Bindungsangst duchgelesen. Und bin regelrecht erschrocken. Denn die beschreibung trifft leider fast komplett auf mich und meine früheren erfahrungen zu.

    Ich habe mich entschieden eine Therapie zu machen, denn alleine werd ich glaub meine Ängste nicht besiegen können.

    Ich weis das ich mich in der letzten Zeit verändert habe. Ich bin offener was meine Gefühle angeht. Natürlich nicht zu jedem :-). Ich habe etwas mehr selbstbewusstsein. Das mir vor ein paar Jahren noch mehr als gefehlt hat. Ich weis jetzt was meine ängste und probleme sind und weis auch was ich dagegen unternehmen kann und werde. Hab mich auch entschieden hier im Forum anzumelden und über meine Probleme zu schreiben. Was fast so gut ist wie darüber reden.

    Danke erstmal für die, die meinen Text komplett gelesen haben :-)

    Wenn fragen sind, her damit. Ich werd alles beantworten.

    Gruß M895

  2. #2
    Neuling
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    Standard

    Hey M895

    Ich habe mir gerade mal ein bisschen Zeit genommen um mir diesen Text und den über deine beste Freundin zu lesen.
    Die Schlussfolgerung beruht nur auf dem was ich gelesen habe und subjektiv denke.

    Ich glaube nicht, dass du unter einer als Krankheit zu bezeichnenden Bindungsangst lebst aus diversen Gründen. Nur alleine die Tatsache, dass du Ängste hast mit Frauen zusammen zu bleiben über einen längeren Zeitraum (innerhalb einer Beziehung) muss nicht gleich auf eine so starke Bindungsangst zurückführen, dass du in psychologische Behandlung musst, doch der Punkt ist ganz dir überlassen.
    Laut deinen Schilderungen scheinst du in gewisser Weise recht extrovertiert, was für Bindungsängstliche Menschen untypisch ist, denn du schreibst von deinen Kumpels die mitunter lediglich eine Beziehung mit diesem Mädchen führen, die nur auf Sex aus ist, was unter introvertierten bzw. unauffälligen Leuten eher untypisch ist. Alleine der Fakt, dass du scheinbar viele Freunde hast, wie in deinen Berichten offensichtlich wird, stellt diese Bindungsangst in Frage.
    Ausserdem, hattest du häufiger Kontakt zu Frauen, denen du eher offen begegnet zu sein scheinst, als dass sie auf dich zugegangen sind und dich zwanghaft in Gespräche verwickelt haben. Du hast also zumindest keine Probleme mit oberflächlichen Bindungen, was allerdings mitunter auch bei bindungsängstlichen Menschen vorkommen kann.
    Was allerdings ein Grund für deine Angst sein kann ist folgendes:
    Du sagst du hattest deine erste feste Freundin mit 20 und die "nächste" ist dann T. Das sind zusammen 2 Freundinen und es ist mitunter ganz normal, dass man diesbezüglich ein wenig Angst hat, zumal es in deinem Alter um mehr geht, als nur Sandburgen bauen. Die 'Angst' ist allerdings scheinbar eher eine Unsicherheit, welche sich nicht auf eine tatsächliche Krankheit beruft, sondern auf ein mögliches Vertrauensproblem gegenüber deinen Partnern. Denn man kann an deinem Post auch erkennen, dass du dich zwar scheinbar öffnest, doch eher die Umstände und Gefühle der anderen, statt deine eigenen beschreibst, welche allerdings essentiell sein sollten. Von dir schreibst du eher nur die Reaktionen und das ist es auch was dein Partner bislang nur sieht. Du solltest dich statt von einem Psychologen bezüglich deiner Bindungsangst, eher in Sachen Vertrauen üben und dich zumindest gegenüber deinem Partner mal richtig öffnen und fallen lassen, denn so wie es scheint, brauchst du jemanden, bei dem du dich so richtig fallen lassen kannst. Wenn du jemanden wirklich liebst und das nicht weil du es willst oder musst sondern einfach nur weil du es tust, dann solltest du lernen dich auf den anderen verlassen zu können und dich richtig fallen zu lassen, sodass er dir als Vertrauter vorkommt und niemand, mit dessen deine Bindung so schwach ist, dass du sie von 'jetzt auf nachher' beenden kannst.

    Ich hoffe der Text stößt nicht böse an, denn es ist nur,was ich momentan denke.

    MFG Timo

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