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Alt 18.07.2009, 19:54   #1 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 23.06.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 174
Standard Beziehungsende

Hi, an alle,

mein Freund hat gestern nach 7 Monaten unsere Beziehung beendet. Er ist emotional instabil, zeigt Züge einer Borderline-Persönlichkeit. Und ich habe ihn zusätzlich unter Druck gesetzt, weil ich irgendeine Verbindlichkeit in der Beziehung sehen wollte.

Meine eigene Unsicherheit hat mich dazu gebracht, ihn massiv zu bedrängen. Ich habe gestern auf ihn eingeredet, obwohl er einfach nur Ruhe wollte. Er ist dann aufgestanden, hat sich angezogen und ist gegangen.

Ich bin gerade völlig am Boden zerstört, bin innerlich wie tot. Ich habe den Mann, mit dem ich mein Leben verbringen wollte, vertrieben.

Langsam kommen Trauer und Verzweiflung in mir hoch. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht einfach meine Klappe gehalten habe.

Ich finde gerade keinen Weg aus meinem Gedankenkarussell, meinem Gefühlsstrudel, der mich nach unten zieht... es tut einfach nur noch weh...

LG
Dagmar
Berenice ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2009, 20:04   #2 (permalink)
Verleger
 
Benutzerbild von Natz
 
Registriert seit: 02.01.2008
Ort: im Süden
Beiträge: 5.293
Standard

Hallo Dagmar!
In Deinem anderen Thread hast Du doch geschrieben, dass es Dir klar ist, dass mit diesem Mann keine Zukunft möglich ist auf Grund der Borderlinegeschichte.
Wieso jetzt doch die große Enttäuschung und der Satz, Du wolltest Dein Leben mit ihm verbringen? Wolltest Du Dir dass dann doch ernsthalft antun?
__________________
LG, Natz




Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)
Natz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2009, 20:15   #3 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 23.06.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 174
Standard

Hi, Natz,

es hatte sich herausgestellt, dass er nicht wirklich eine Borderline-Persönlichkeit ist, sondern nur Züge davon hat.
Wir hatten Pläne. Er hat sogar von gemeinsamer Wohnung gesprochen und wie wir das gestalten könnten. Ich wollte mein Leben mit ihm verbringen, weil ich ihn liebe. Und er hat mir auch gesagt, dass er ein Leben mit mir will, genau mit mir.

Ja, ich wollte mir das antun. Ich hatte Hoffnung. Die jetzt zerstört ist durch meine eigene Unsicherheit.

LG
Dagmar
Berenice ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2009, 20:43   #4 (permalink)
Painter
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hi Berenice,
hoffnung gibt es immer,
was du jetzt getan hast musste doch so kommen und wenn es anders laufen soll, weil beiderseits viel Gefühl füreinander vorhanden ist, wird sich das durchsetzen. Jetzt habt ihr erst einmal Abstand, nutze den um konstruktiv nachzudenken, wie deine Gefühle sind.
Neulich war alles noch anders!
  Mit Zitat antworten
Alt 18.07.2009, 22:30   #5 (permalink)
Roman Verfasser
 
Benutzerbild von glasheuler
 
Registriert seit: 01.03.2009
Beiträge: 1.424
Standard

Zitat:
Zitat von Berenice Beitrag anzeigen
Hi, an alle,

mein Freund hat gestern nach 7 Monaten unsere Beziehung beendet. Er ist emotional instabil, zeigt Züge einer Borderline-Persönlichkeit. Und ich habe ihn zusätzlich unter Druck gesetzt, weil ich irgendeine Verbindlichkeit in der Beziehung sehen wollte.

Meine eigene Unsicherheit hat mich dazu gebracht, ihn massiv zu bedrängen. Ich habe gestern auf ihn eingeredet, obwohl er einfach nur Ruhe wollte. Er ist dann aufgestanden, hat sich angezogen und ist gegangen.

Ich bin gerade völlig am Boden zerstört, bin innerlich wie tot. Ich habe den Mann, mit dem ich mein Leben verbringen wollte, vertrieben.

Langsam kommen Trauer und Verzweiflung in mir hoch. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich nicht einfach meine Klappe gehalten habe.

Ich finde gerade keinen Weg aus meinem Gedankenkarussell, meinem Gefühlsstrudel, der mich nach unten zieht... es tut einfach nur noch weh...

LG
Dagmar
Hallo Berenice, ich glaube für Deine Befürchtungen , etwas falsch gemacht zu haben , gibt es noch keine Begründung. Du hast das einzig
richtige getan in dieser Situation, nämlich Verständnis und Beistand für
seine Situation zu zeigen. Gewähre ihm noch etwas Zeit, vielleicht gehört er zu den Menschen die zunnächst einmal mit sich selbst ins reine kommen müssen. Bin mir so gut wie sicher dass Du bald wieder
von ihm hören wirst.

Liebe Grüße
glasheuler
glasheuler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2009, 10:49   #6 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 23.06.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 174
Standard

Hallo, glasheuler,

hmm, Verständnis und Beistand würde ich das nicht unbedingt nennen, was ich da gezeigt habe.
Ja, er muss sicherlich erst einmal wieder mit sich selbst einigermassen klarkommen. Seine Anspannung in den Griff kriegen.

Aber was macht Dich so sicher, dass ich von ihm hören werde???

LG
Dagmar
Berenice ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2009, 10:51   #7 (permalink)
Gast784
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Berenice Beitrag anzeigen
. Und ich habe ihn zusätzlich unter Druck gesetzt, weil ich irgendeine Verbindlichkeit in der Beziehung sehen wollte.
Hallo Dagmar,

ohne eine solche Verbindlichkeit ist eine (lebens-)lange Beziehung nunmal nicht möglich. Dein Anspruch ist absolut gerechtfertigt, wenn Du eine solche Beziehung, womöglich mit Kindern, haben möchtest.

Dass Du dafür aber Deinen Partner unter Druck setzen musst, das zeigt eigentlich schon, dass er nicht das selbe will oder bieten kann wie Du und Druck führt dann natürlich nicht zu dem gewünschten Ziel. Das wirst Du mit diesem Menschen sowieso knicken können. Du kannst höchstens noch Abstriche an Deinen Beziehungswunsch machen und mit ihm etwas distanzierteres und eher unverbindliches leben. Das wird wahrscheinlich das sein, was er bereit oder fähig ist zu geben.

Wenn er mit Dir andere Pläne gemacht hat, dann steckt da vll seine Sehnsucht nach Stabilität und Nestwärme dahinter. Aber wenn dieser Wunsch aus Defiziten entspringt, die man selber nicht im Griff hat, dann wird eine eigene Familiengründung auch nicht zur Heilung beitragen, sondern in ein weiteres Fiasko führen.

Eine Familie zu gründen oder eine langjährige Beziehung zu führen bedarf nunmal einer gewissen gesunden und stabilen Basis.

Du kannst nur an Deiner eigenen Unsicherheit arbeiten, indem Du Deine Bedürfnisse ernst nimmst und entsprechend lernst, sie nach außen hin zu kommunizieren.

lg Gaby

Geändert von Gast784 (19.07.2009 um 10:54 Uhr)
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Alt 19.07.2009, 11:09   #8 (permalink)
Schreibkraft
 
Registriert seit: 23.06.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 174
Standard

Hallo, Gaby,

das Thema Kinder ist für uns nie eines gewesen. Er hat bereits 2 Kinder und ich wollte nie welche haben. Darum geht es also nicht.

Ich hätte ihn eben nicht unter Druck setzen müssen. 2 Tage vorher haben wir noch einen wunderbaren und sehr entspannten Ausflug gemacht und haben auch den Abend miteinander verbracht. Am nächsten Tag hat er sich dann wieder heftig zurückgezogen, was in mir die Zweifel ausgelöst hat, ob für ihn der gemeinsame Tag zu viel Nähe bedeutet hat. Ich habe ihn auch danach gefragt und ein "Ich weiss nicht" als Antwort bekommen.

Ich weiss, dass er beziehungsfähig ist, auch dazu fähig ist, mit jemandem zusammenzuleben. Er braucht einfach Zeit. Die ich ihm - je nach meiner eigenen Stabilität - mal geben kann und mal nicht. Wenn nicht, dann hängt das mit meinen eigenen Ängsten zusammen, für die er ja nichts kann. Die er aber aufgrund des Nähe-Distanz-Problems immer wieder triggert. Wofür er aber auch nichts kann.

Ich kann nur daran arbeiten, meine eigenen Ängste in den Griff zu bekommen, das ist der einzige Weg.
Ich glaube ihm, dass er den Wunsch hat, mit mir zusammenzuleben. Wir haben mehrmals darüber gesprochen, wie wir das gestalten könnten. Ich denke, das ist wirklich einer seiner tiefsten Wünsche. Nur kann er das eben noch nicht. Er will das gleiche wie ich, kann es mir aber noch nicht geben. Und das verursacht bei ihm immer wieder ein massiv schlechtes Gewissen mir gegenüber.

LG
Dagmar
Berenice ist offline   Mit Zitat antworten
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