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Thema: Beziehungsphobie?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Beziehungsphobie?

    Hallo ihr Lieben,

    ich bin neu hier im Forum, habe aber ein Problem was mich schon seit vielen Jahren belastet. Nun habe ich den Mut gefasst, dies hier nieder zu schreiben.

    Es geht um die Frage, ob ich unter einer Beziehungsphobie leider oder ob ich vielleicht lesbisch bin. Ich bin nun 25 Jahre und habe es bisher nur einmal für einige Monate geschafft eine Beziehung mit einem Mann zu führen. Naja, dabei ist zu erwähnen, dass wir uns kaum gesehen haben, also in den drei Monaten vielleicht 15 Mal, da er teilweise im Ausland gelebt hat. Dates mit Männern hatte ich schon ziemlich viele, würde sagen bestimmt mit 15 Männern, aber nach spätestens 2-3 Dates hatte ich ihnen gesagt, dass ich kein Interesse an ihnen hätte. Auch bei der Beziehung war es so, nach den paar Monaten, habe ich schluss gemacht, da ich schon nach einigen Treffen wusste, dass ich aus der "Beziehung" wieder weg möchte, aber es dennoch weiter versucht hatte, da ich gehofft hatte, dass sich aus dem beim Kennenlernen gefühlten verliebtsein doch etwas gefühlsmäßiges entwickeln würde. Während den Dates bzw. der Beziehung hatte ich auf der einen Seite furchtbare Angst, dass er mich verletzen könnte, auf verschiedensten Arten, aber besonders, dass er mich verlassen könnte, auf der anderen Seite wollte ich ihn nicht sehen, lieber allein sein. Nach dem Schlussmachen fühlte ich eine starke Befreiung in mir, die sich aber schnell wieder zur Einsamkeitsgefühlen und Sehnsucht nach einer Beziehung entwickelten. Bei vielen Männer die ich gedated habe, hatte ich beim Kennenlernen das Gefühl von "auf ihn stehen", verliebtsein oder schwärmen, aber sobald er Interesse zeigt und etwas daraus werden könnte, schlägt es um, zu Genervtheit und Abneigung.

    Starke Liebesgefühle hatte ich schon bei Frauen gehabt. Ich hatte ein starkes Verlangen nach Nähe zu ihnen und konnte mir vorstellen, mit ihnen zusammen zu sein und mit ihnen eine Beziehung zu habe. Jetzt weiß ich aber nicht, ob dies nur der Fall war, da ich wusste, dass ich zur Zeit nie bereit wäre, wirklich eine Beziehung mit einer Frau zu haben und dadurch quasi vor einer Beziehung "geschützt" wäre und mich deshalb öffnen konnte, in Bezug auf das Gefühlsleben. Geküsst habe ich Frauen schon, aber mehr habe ich mich noch nicht getraut. Die Küsse waren schön, aber nicht viel anders als die mit Männern. Vielleicht lag es auch daran, dass ich die Frauen, in die ich sehr verliebt war nicht geküsst habe, sondern es waren andere, da diese, in welche ich mich verliebt hatte nicht homosexuell waren.

    Ich bin euch dankbar für jede Antwort, da ich einfach nicht weiß, was genau in mir vorgeht, bin ich Beziehungsphobiker oder stehe ich auf Frauen...?

    Alles Liebe eure seeking_help

  2. #2
    Gast784
    Gast

    Standard

    hallo,

    ich würd aus Deinem Post schließen, bi und beziehungsvermeidend.

    was haben/hatten denn Deine Eltern für eine Beziehung? Oder gab es irgend einen Vorfall, den Du mit Deiner Angst vor Beziehungen in Verbindung bringen würdest?

  3. #3
    Neuling
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    vielen Dank für deine Antwort.

    Meine Eltern sind noch immer zusammen. Allerdings gab es früher viele Streitigkeiten, die mich sehr belastet haben. Außerdem gibt es zwischen ihnen keinerlei Gesten, die darauf hinweisen, dass sie sich lieben. Man lebt eben einfach nur zusammen.

    lieben Gruß




    Zitat Zitat von Gabiannarele Beitrag anzeigen
    hallo,

    ich würd aus Deinem Post schließen, bi und beziehungsvermeidend.

    was haben/hatten denn Deine Eltern für eine Beziehung? Oder gab es irgend einen Vorfall, den Du mit Deiner Angst vor Beziehungen in Verbindung bringen würdest?

  4. #4
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo seeking,

    Außerdem gibt es zwischen ihnen keinerlei Gesten, die darauf hinweisen, dass sie sich lieben. Man lebt eben einfach nur zusammen.
    Was dann ja bedeuten würde, dass Du genau dies, für Dich selbst und Deine eigenen Beziehungen, eben nicht hast lernen können - es wurde Dir nichts vorgelebt, das Dir eine positive Sicherheit hierbei hätte vermitteln können, im Gegenteil ...

    Jetzt mal völlig weg von der Frage nach Deiner möglichen sexuellen Orientierung: bist Du nicht vielleicht "nur" verunsichert (hilflos?) wenn es darum geht, für Dich selbst zu definieren, wie eine Beziehung aussehen sollte und was Du Dir von und in ihr erwartetst - für Dich selbst und auch von einem zukünftigen Partner?

    Egal ob Homo, Bi oder Hete: es wird eine Beziehung sein
    Fehlt Dir, gefühlt und/oder unbewusst, vielleicht nicht eher dafür (noch!) das tragfähige, klare eigene Fundament?



    lg

  5. #5
    Neuling
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    Hallo,

    Jetzt mal völlig weg von der Frage nach Deiner möglichen sexuellen Orientierung: bist Du nicht vielleicht "nur" verunsichert (hilflos?) wenn es darum geht, für Dich selbst zu definieren, wie eine Beziehung aussehen sollte und was Du Dir von und in ihr erwartetst - für Dich selbst und auch von einem zukünftigen Partner?

    Ich denke, dass ich verunsichert bin darüber, wie meine Beziehung sein soll, ist auf jeden richtig, ja. Die Balance zwischen Nähe und Distanz verunsichert mich. Bei meiner letzten Beziehung war unter anderem einwichtiger Punkt, dass ich in mir mehr erwartet habe (was auch immer), aber dies nicht erfüllt wurde. Vielleicht habe ich nach etwas mystischem in der Beziehung gesucht, was nicht vorhanden war.

    Egal ob Homo, Bi oder Hete: es wird eine Beziehung sein
    Fehlt Dir, gefühlt und/oder unbewusst, vielleicht nicht eher dafür (noch!) das tragfähige, klare eigene Fundament?

    Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, was Gefühle betrifft? Oder ich verschließe mich davor aus Angst?

  6. #6
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo seeking,

    Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, was Gefühle betrifft? Oder ich verschließe mich davor aus Angst?
    Schwer zu sagen ...
    Welches Bild hast Du denn von einer Beziehung/Partnerschaft? Wie sollte sie aussehen, damit Du Dich in ihr gut fühlen könntest?
    (Es so zu formulieren, wie es viele machen können: "wie bei meinen Eltern", und es an deren Vorbild entlang aufzubauen, geht ja in Deinem Fall nicht.)

    Ich kenne viele, die dann auf diese Frage geantwortet hätten: nicht wie bei meinen Eltern ...
    In der Konsequenz "wussten" sie dann alle, was sie nicht wollten, hatten aber kein Gespür für das entwickeln können, was sie für sich selbst suchten und brauchten.

    Bei meiner letzten Beziehung war unter anderem einwichtiger Punkt, dass ich in mir mehr erwartet habe (was auch immer), aber dies nicht erfüllt wurde.
    Hat doch eine gewisse Ähnlichkeit damit, oder?
    Du hast nur gespürt, dass "es" nicht vorhanden war, was "es" aber eigentlich ist, bleibt auch weiter unklar ...
    Suchen, ohne zu wissen, wonach man sucht?
    Was dann aber zielloses Suchen wäre - bei dem man dann auf den Zufall angewiesen wäre ...

    Angst: sicher, die kann dann sehr leicht mit hineinspielen.
    Wovor hättest Du denn dann Angst?


    lg

  7. #7
    Neuling
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    Lieben Dank Darkstar für deine Hilfe.

    Ich denke, es ist genau so bei mir wie du schreibst, ich weiß nicht, was ich mir von einer Beziehung wünsche, wie sie sein soll. Aber wiso habe ich keine Gefühle sobald es "ernst" wird?

    Angst habe ich vor enttäuscht werden, eingeengt werden und einfach immer wieder nicht das verliebtsein fühlen wie ich es mir wünsche.

  8. #8
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo seeking,

    Aber wiso habe ich keine Gefühle sobald es "ernst" wird?
    Wie weit erlaubst Du es Dir, auf Deine Gefühle zu vertrauen?
    Die Ängste, die Du beschrieben hast (das in der eigenen Fanilie erfahrene negative Vorbild?): können sie sich vielleicht als ständig im Hintergrund mitlaufendes Mißtrauen bemerkbar machen?

    Aufpassen, dass Du vom Fühlen nicht "blind" in eine Situation geführt wirst, die diese Ängste dann bewahrheiten könnte?
    Wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe, dann weißt Du ja nicht wirklich, wonach Du suchst - also könnte ja auch alles, was Du dann "findest", das Negativbild in neuem, unverfänglichem Gewandt sein ...

    ...und einfach immer wieder nicht das verliebtsein fühlen wie ich es mir wünsche.
    Kleiner Umweg ...

    Und wie wünscht Du es Dir?

    War ne indiskrete Frage, ich weiß
    Aber irgendwo muss man ja mal ansetzen, um dann etwas an der Hand zu haben, das man dann auch wirklich "prüfen" kann, ob es auch wirklich zu den eigenen Bedürfnissen passen könnte ... wenns da dann Ecken und Kanten geben sollte, kann man ja an den "Eckdaten" was ändern
    Es wird so zumindest, IMHO, "greifbar" - ansonsten würde der Prozess hinter allem ständig nur im Leeren laufen ... und das frustet dann erst so richtig

    ... zur Antwort:
    ... ich weiß nicht, was ich mir von einer Beziehung wünsche, wie sie sein soll.


    Wäre dies ein Ansatz oder würde er auch Ängste auslösen?


    lg

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