Hallo ihr Lieben!
Das hier ist meine erstes Mal. Ich war zuvor nie in einem Forum angemeldet. Es lebe unser Zeitalter, mit all ihren Macken!!!
Nun zu mir:
Ich mache bereits seit 4 Jahren eine Psychoanalyse. Ich litt unter sehr starken psychosomatischen Beschwerden. Der Gang zur Therapie war also vorprogrammiert.
Meine Kindheit? Kurz gesagt: Missbrauch, Vernachlässigung, Einsamkeit!
Wie es mir heute geht? Trotzdem Gut! Ich will etwas ändern, kämpfe für Vernachlässigte! Mich hat die Bildung gerettet. Was ich zu Hause nicht bekam kompensierte ich, indem ich mich ergeizig weiterbildete.
Nun ratet mal, was ich beruflich mache? Ich bin Lehrerin!
Tja, das hört sich oberflächlich schön an, aber nun zu meinem Problem:
In meinem Privatleben habe ich schon immer dazu geneigt, Menschen um mich herum zu sammeln, die mich tierisch enttäuschen. Ich leben ein Doppelleben, während ich stets versuche den Menschen zu helfen, sie zu stabilisieren, ihnen Hoffnung und Mut zu geben, befriedige ich meine eigenen Bedürfnisse gar nicht, ich lebe mit der Enttäuschung!
Gerade meine Partnerwahl zeigt das ganz gravierend. Mein jetztiger Freund hat ein Suchtproblem, kriegt sein Leben nicht auf die Reihe, will von mir versorgt werden, als wäre ich seine Mutter. Er hat eine wirklich grausame Kindheit. Er ist super liebevoll. Nur leide ich an seine Perspektivlosigkeit. Natürlich habe ich mich gerde deswegen in ihn verliebt. Ich dachte, ich kann ihn mit meiner Liebe retten, dass wir gemeinsam aus unserer ****** Vergangenheit herauskommen. Er entwickelt sich zwar schon, aber ich merke, dass ich mir vielleicht nur was vormache. Ich fühle mich so alleine gelassen. In der Schule stecke ich all meine Energie darein, den z.T. verwahrlosten Kindern zu helfen, es gelingt mir auch sehr gut, weil sie sich verstanden fühlen. Wenn ich dann aber nach Hause komme, brauche ich Ruhe, Zuversicht und Entspannung. Zu Hause finde ich aber das gleiche Problem wieder.
Meine Therapeutin sagt, ich sei Beziehungssüchtig. Was sagt ihr dazu?
Ich danke euch im Vorraus, dass ihr mir lesend zugehört habt!


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Warum kannst Du da diese Rolle nicht verlassen? Bist Du Dir selbst nicht mehr wert? Glaubst Du, Liebe ist nur dafür da, zu retten? Weil Du durch Mißbrauch usw. kein gesundes Liebesbild erfahren hast? Was ist Liebe für Dich? Jetzt mal ganz unabhängig von echten und lebenden Personen. Vll wärs mal interessant, darüber nachzudenken oder das eine oder andere Buch zu schmökern.
Sie scheint ja nicht gerade Dinge in Deine Sprache übersetzen zu können (siehe Gott, oder hatte die ihren Gemeindedienst für die Zeugen Jehowas noch absolvieren müssen?)

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