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Thema: bin ich depressiv?

  1. #1
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    Standard bin ich depressiv?

    Hallo,
    ich habe mich hier angemeldet um meinen derzeitigen Zustand besser Einschaetzen zu koennen und nach Loesungen zu suchen.

    Ich habe schon seit einiger Zeit Stimmungstiefs (vlt 1 Jahr).
    D.h. ich kann mich zu nichts motivieren, habe aber gleichzeitig das Gefuehl zu viel zu tun zu haben.
    Das tritt v.a. morgens (nach dem Aufwachen) auf, aber manchmal auch unvermittelt waehrend des Tages.

    Dieser Zustand haelt oft ein paar Stunden an und es kann sein dass ich danach schlagartig wieder hochmotiviert und optimistisch bin.

    Insgesamt beanspruchen die schlechten Phasen leider deutlich zu viel Zeit.
    Deswegen muss ich etwas daran aendern.

    Ich weiss aber nicht an wen ich mich wenden soll.

    Zu einem Psychologen zu gehen kostet viel Ueberwindung v.a. wenn man nicht weiss ob man wirklich psychisch krank ist.
    Das waere ohnehin nur eine Option wenn die Krankenkasse die Kosten uebernimmt (wuerde mich hier ueber Erfahrungen diesbezueglich freuen).

    Es kam mir auch der Gedanke, dass die Stimmungsschwankungen mit meiner schlechten Ernaehrung zusammenhaengen.
    Zu versuchen daran etwas zu aendern ist leider wenig erfolgversprechend (schon oft gescheitert), aber vlt. kann mir jemand Nahrungsergaenzungsmittel empfehlen, die derartige Probleme typischerweise mildern.
    Wenn das zutrifft waere wahrscheinlich der Hausartzt die richtige Wahl.
    Da koennte man zumindest eine Blutanalyse machen lassen um zu sehen ob physisch alles in Ordnung ist.

    Wenn es Moeglichkeiten gibt, wuerde ich auch gerne versuchen mir erstmal in Eigentherapie zu helfen.
    Ich habe z.b. gehoert, dass Sport helfen soll, was bei mir leider nicht zutrifft.
    Ich wuerde mich ueber weitere Tipps freuen aus Stimmungstiefs schnell wieder rauszukommen.

    Danke fuers Lesen

  2. #2
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    Hallo Nada,

    ich würde dir raten erstmal zum Hausarzt zu gehen und ihn zu fragen, ob dein Zustand kritisch ist und was du dagegen tun kannst. Er könnte abklären, ob es organische Ursachen gibt (z.B. Hormonschwankungen, Stoffwechselerkrankung oder Mangelernährung). Sollte dem so sein, wird er dir sicher weiterhelfen können.
    Wenn er das ausschließen kann, können es seelische Ursachen sein. Ist er der Überzeugung, dass du zu einem Therapeuten gehen sollst, dann bekommst du eine Überweisung und kannst dich erstmal mit einem Therapeuten unterhalten. Hier solltest du dir allerdings bewußt sein, dass ein Termin lange dauern kann. Es ist wieder Hochsaison und oft mit langen Wartezeiten zu rechnen.
    Viele Menschen gehen lieber nicht zu einem Therapeuten, weil das in Deutschland nach wie vor ein Tabuthema ist ("schließlich hat man ja keinen an der Klatsche"). Hier sollte langsam ein Umdenken erfolgen, da wir ja bei organischen Problemen auch einen Arzt aufsuchen. Wenn also die Seele weint, warum zögern wir dann?
    Alternativ kannst du ja mal schauen, ob du eine Psychologischen Berater / Personal Coach findest. Das läuft nicht über die Krankenkasse (Kosten müßtest du dann allerdings auch selbst tragen) und du kannst dich dennoch beraten lassen. Eine andere Variante wäre ggf. noch ein Heilpraktiker, der mit alternativen Heilmethoden (Entspannungstechniken, pflanzliche Präparate) an die Probleme herangeht.
    Der erste Schritt ist aber immer zum Hausarzt, um organische Ursachen auszuschließen!

    Du schreibst du kannst dich zu nichts motivieren, hast aber gleichzeitig das Gefühl überfordert zu sein. Du weißt, du hast noch nicht mal was gemacht und bist schon fertig von dem Gedanken an die Aufgaben die noch zu erledigen sind. Dann erscheint dir die Arbeit wie eine große Mauer die du in dem Moment nicht überwinden kannst. Dementsprechend findest du keinen Anfang.

    Wann sind die Phasen denn? Auf Arbeit oder im Alltag? Bei speziellen Aufgaben oder grundsätzlich bei allem? Ich denke es ist von Vorteil die Stressoren zu finden, die die Zustände auslösen, damit man diese Situation verändern kann.

    VG Coach

  3. #3
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    Hallo und Willkommen im Forum,

    dass Ernährung Schuld an einer möglichen Depression tragen kann, ist nicht unwahrscheinlich, gerade wenn du viel denaturierte Nahrung zu dir nimmst, dürfte sich bei mangelndem Ausgleich entspr. Mangel daran einstellen. Problem II: die häufig in der Industrienahrung verwendeten Zusatzstoffe wie bspw. Glutamat können nachweislich depressionsauslösend wirken, nicht zu unterschätzen, denn womöglich leidest du (auch) an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit!

    Ein weiteres Problem und damit ginge es wie mir, ist, dass die KK in der Regel nicht die Kosten für eine aufwendige Blutanalyse tragen, lediglich die vereinfachte Variante zahlen die Kassen, nützen aber leider nichts, möchtest du wirklich erfahren, woran es bei dir mangelt; um das herauszufinden, mußt du in die Geldbörse greifen (eine sog. IGEL-Leistung).

    Die Kassen, und damit zu einer weiteren Frage von dir, übernehmen grundsätzlich die Kosten einer Psychotherapie. Bei mir stellte der Psychotherapeut seinerzeit gleich einen Antrag auf Kostenübernahme bei meiner KK, was auch problemlos bewilligt wurde.

    Was, Sport hilft bei dir nicht? Lang anhaltender Ausdauersport auch nicht? Hmm..


    LG..

  4. #4
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    hey danke fuer die schnellen Antworten.
    Also dann werd ich wohl demnaechst mal meinen Hausarzt aufsuchen.

    Du schreibst du kannst dich zu nichts motivieren, hast aber gleichzeitig das Gefühl überfordert zu sein. Du weißt, du hast noch nicht mal was gemacht und bist schon fertig von dem Gedanken an die Aufgaben die noch zu erledigen sind. Dann erscheint dir die Arbeit wie eine große Mauer die du in dem Moment nicht überwinden kannst. Dementsprechend findest du keinen Anfang.
    Ja das trifft gut auf meine Situation zu.

    Wann sind die Phasen denn? Auf Arbeit oder im Alltag? Bei speziellen Aufgaben oder grundsätzlich bei allem? Ich denke es ist von Vorteil die Stressoren zu finden, die die Zustände auslösen, damit man diese Situation verändern kann.
    Definitiv im Alltag. Sobald ich mich ueberwunden habe etwas anzufangen faellt mir die Arbeit relativ leicht, ich bin eigentlich sehr begeisterungsfaehig und hab Spass an den DIngen die ich mache.
    Mir faellt auf, dass das keinen Sinn macht, ist das unueblich?

    dass Ernährung Schuld an einer möglichen Depression tragen kann, ist nicht unwahrscheinlich, gerade wenn du viel denaturierte Nahrung zu dir nimmst, dürfte sich bei mangelndem Ausgleich entspr. Mangel daran einstellen. Problem II: die häufig in der Industrienahrung verwendeten Zusatzstoffe wie bspw. Glutamat können nachweislich depressionsauslösend wirken, nicht zu unterschätzen, denn womöglich leidest du (auch) an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit!
    Danke fuer die Hinweise. Bei mir ist es wohl eher ein zu wenig an guter als ein zuviel an schlechter Nahrung.
    Ich koche fast immer selbst und esse (fast) kein fast food, aber heute habe ich geschaetzt nur 500kcal zu mir genommen und nicht das Beduerfniss mehr zu essen.
    Gesund ist das sicher nicht ...

    Was, Sport hilft bei dir nicht? Lang anhaltender Ausdauersport auch nicht? Hmm..
    Ausdauersport habe ich tatsaechlich schon laenger nichtmehr betrieben. Ich werd das Fitnessstudio testweise durch Joggen ersetzen, frische Luft soll ja auch helfen.

    Ps: ich kam mir zunaechst pathetisch vor hier zu posten und zu Jammern. Aber ich merke, dass es mir hilft meine Probleme niederzuschreiben und Feedback von Menschen mit mehr Erfahrung in dem Bereich zu bekommen.
    Also vielen Dank nochmal fuer die Antworten

  5. #5
    Nachwuchs Autor
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    Hallo,

    nur ca. 500 kcal schreibst Du hast Du heute gegessen? Seit wann ist das bei Dir so? Hast Du eine Essstörung?

    Wenn Du häufig so wenig ist, könnte durchaus eine starke Unterernährung bei Dir vorliegen und mich wundert es nicht, dass Du keine Energie für Deine Alltagsdinge hast. Woher auch?

    Warum isst Du so wenig? Das solltest Du unbedingt beim Arzt abklären - Schilddrüse in Ordnung?

    Darf ich fragen wie alt Du bist? Kannst Du die Wechseljahre bzw. deren Beginn ausschließen?

    LG
    Thessa

  6. #6
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    Zitat Zitat von Thessa Beitrag anzeigen
    Wenn Du häufig so wenig ist, könnte durchaus eine starke Unterernährung bei Dir vorliegen und mich wundert es nicht, dass Du keine Energie für Deine Alltagsdinge hast. Woher auch?
    - Das war genau mein (erster) Gedanke! Hinzu kommt, dass er, wie er schreibt, vermutlich nicht unbedingt das Gesündeste zu sich nimmt und somit Nährstoffe allerorten fehlen dürften..

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