Hallo alle miteinander,
ich habe mich in diesem Forum angemeldet, weil ich hoffe hier das was mich beschäftigt ernsthaft besprechen zu können. Ich weiß nicht ob ich das was mich beschäftigt wirklich in diese Kategorie gehört, aber ich habe keine andere Kategorie gefunden die zu meinem Anliegen passt.
Bitte verzeiht wenn der Text etwas zu lang ist aber ich wusste nicht wie ich mich kürzer fassen könnte.
Zuerst zu mir:
Ich bin in einem heilen Elternhaus aufgewachsen, habe Mobbing erlebt, bin dadurch allerdings sehr Selbstbewusst geworden. Dadurch habe ich mir einen Schutzpanzer aufgebaut, der mich kalt wirken lässt. Ich bin sehr vorsichtig was das zulassen von neuen Freundschaften geht, weil ich dabei mehrmals schwer hintergangen worden bin. Das hat meinen Schutzpanzer wahrscheinlich noch verstärkt.
Nun zur aktuellen Situation:
Ich besuche zurzeit die gymnasiale Oberstufe und habe in meiner neuen Klasse einen neuen Freund gefunden. Dieser Freund hat allerdings nicht das Glück beim aufwachsen wie gehabt und ist von den Erlebnissen durch eine viel schlimmere Hölle gegangen als ich.
Ich werde aus Sicherheitsgründen so wenig wie möglich von meinem Freund preisgeben, das Netz vergisst nicht.....
Mein Anliegen:
Die Probleme meines Freundes sind allerdings nicht mein Anliegen, sondern das ich mich dieser Probleme überhaupt angenommen habe. Ich bin, wie vorhin erwähnt, vorsichtig was Freundschaft angeht. Aber als ich diese Person zum ersten mal gesehen habe, habe ich irgendwie gemerkt das diese Person Hilfe braucht. Ich kann das nicht gut beschreiben deswegen lasse ich es besser.
Ich kenne das was meinem Freund passiert ist oder gerade passiert nicht, als Außenstehender kann man solche schlimmen Dinge schlecht nachvollziehen oder man kann sie nicht glauben, weiß aber doch, dass sie wahr sind. Mein Freund erzählt mir schließlich keinen Blödsinn.
Ich bereue es nicht diesem Freund zu helfen, weder unterliege ich einem Helfersyndrom. Ich kann mich als gutmütigen Menschen beschrieben, der jemand gesucht hat, dem er seine Zuwendung schenken kann ohne abgewiesen zu werden. Diesem Menschen kann ich mit der Gewissheit Zuwendung schenken, dass meine Zuwendung da ankommt wo sie gebraucht wird.
Ich bin als Sternzeichen Jungfrau, Menschen von diesem Sternzeichen sind treu, bei mir kann man absoluter Loyalität Sprechen wenn ich 100% meines Herzens an einen Freund verschenke.
Ich habe nur manchmal das Gefühl das mich die ganze Traurigkeit, die mein Freund erlebt mich erschlägt. Aber das hält mich nicht davon ab meinem Freund zu helfen und der Anker in der Not zu sein. Ich hoffe das ich das schaffe ohne meine schulische Leistung zu vernachlässigen. Auf der anderen Seite würde ich noch viel mehr Opfern, damit mein Freund eine bessere Zukunft hat.
Man könnte sagen das ich für diesen Freund durch Feuer gehen würde.....
Meine Frage an euch:
Wie würdet ihr das was ich geschildert habe Bewerten, in Moralischer Hinsicht? Welche Rolle spiele ich genau dabei, und wie kann ich mich selbst so disziplinieren, dass ich meinem Freund helfen kann und selbst nicht daran zerbreche.
Oder ist das alles ein Zwang und ich merke es nur nicht?
Wichtig:
Ich spiele hier nicht den Psychologen für meinen Freund, ich versuche nur Halt zu geben damit mein Freund die Last des Lebens nicht allein tragen muss. Psychologisches überlasse ich Fachleuten, wenn es nötig ist.
Ich hoffe das ihr das nicht auf die Schippe nehmt und ernsthaft antwortet.
Gruß Phyle


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