Hallo Leute,
Als erstes, ich bin neu hier, bin 24 und heiße Dirk und hab momentan ein tierisches Problem und um ehrlich zu sein weiss ich nicht mehr wie und wo ich damit hin soll.
Kurz zu meiner allgemeinen Situation: Ich habe schon seit einigen Jahren mit Ängsten zu kämpfen die allerdings immer unbewusst und unbeachtet in mir schlummerten (nach dem Motto: Jaja das ist nix, das ist normal, das wird wieder). Angst vor vielen Dingen...herrausforderungen, menschen, verlustängste, überforderung, abstoßung usw. Ich habe damals oft bemerkt das ich mehr und mehr probleme damit bekam wochenends weg zu gehen, was früher so gar nicht meine Art war. Mit 16-17 war ich jeden Tag unterwegs mit freunden und mir gings gut, wirklich gut. Irgendwann fing es an, wann es kam und wieso weiss ich selbst nicht genau, ich kann mich nur erinnern dieses Gefühl der Angst irgendwann in mir getragen zu haben. Ich denke es kam während meiner 1sten Ausbildung, zumindest kann ich mich bewusst an dieses Gefühl in dieser Zeit entsinnen.
Ok, das ist allerdings auch nicht das Problem. Vor rund 1nem Jahr wurde ich ins Krankenhaus gebracht weil ich aufgrund eines Virus infektes einen Kreislaufkolaps hatte. Es war das erste mal das ich in meinem Leben im Krankenhaus war und es war einfach naja....grauenvoll. Ich lag ganz alleine auf der Intensivstation, an 4 Maschinen angeschlossen die piepsen, infusion am Arm (hatte ich auch noch nie zuvor) ich hatte einfach nur Angst und wollte nicht alleine sein....ab diesem Zeitpunkt hat mein Körper es nicht mehr geschafft stresssituationen von alleine zu bewältigen und seit diesem Zeitpunkt leide ich unter Panik und Angst-Attacken(mittlerweile auch sozialphobisch). Das tolle daran war, das ich 1nen Monat bevor das alles anfing gerade eine 2te Ausbildung angefangen habe und alles aus dem Ruder lief. Ich habe daraufhin 2 Monate später mich in Therapie begeben und gehofft das es schnell besserung bringt...Pustekuchen. Im Mai diesen Jahres musste ich meine Ausbildung unterbrechen. Es ging nicht mehr, Jeden Tag mit diesem Angst/Panik gefühl auf die Arbeit zu gehen, dort nicht richtig arbeiten zu können weil ich NULL konzentration hatte und angst davor hatte Panik zu bekommen. Es war schrecklich...
Letzten Endes dann wie gesagt, die Unterbrechung. Das gute, meine Firma steht hinter mir, da ich trotz nur ca. 5-6 Monaten Arbeitszeit mir einen guten Stand geschaffen habe und die Leute wissen das ich was kann. Ich kann dorthin jederzeit zurück und weiter machen. Ein großes Problem meiner Angst/Panik Attacken liegt darin das ich sehr sehr perfektionistisch bin und mich selbst sehr viel unter druck setze. Weswegen ich wohl auch eine 2te Ausbildung angefangen habe, die 1te war mir einfach zu wenig herausfordern (denkt mein Kopf ;-) ).
Nun mein eigentliches Problem. Als ich aufgehört hatte zu Arbeiten ging es mir erstmal richtig schlecht, ich kannte das Gefühl nicht, sich so unnütz vor zu kommen, nichts zu arbeiten und damit eventuell meine Freundin im Stich zu lassen (wir wohnen seit 2 Jahren zusammen und sind seit 7 Jahren ein Paar). Weshalb ich 1nen-2 Monate nach meiner Unterbrechung total hinüber war, ich saß nur zuhause, konnte nicht raus, litt nur unter Panik-Attacken und konnte nichtmal meine Krankengeldscheine unterschreiben lassen da ich es nicht auf die Reihe bekommen habe alleine zum Arzt zu gehen, ich hatte einfach saumäßige Angst. Irgendwann konnte ich ich mich etwas aufrappeln und habe einige Dinge geschafft die mir geholfen haben. A: war ich 24 Jahre nicht beim Zahnarzt und ich hatte richtig schiss aber vor 2 Monaten etwa bin ich gegangen, das hat mir sehr geholfen. Diagnose, seltsamer weise, sehr gute Zähne auser 1 Weißheitszahn musste raus und ich hatte solch eine Angst vor der OP. Beim ersten mal musste ich abbrechen, ich hatte einfahc zu viel Angst, beim 2ten mal war meine Therapeutin dabei und ich habs geschafft, lebe sogar noch :-). Als ich das geschafft hatte, gings mir richtig gut, ich hatte Aufwind, war mir sicher ich werde das alles schaffen und irgendwie wieder auf die Beine kommen.
Ich ging raus, schwimmen, fahrrad fahren, hab wieder angefangen Kraft-Training zu machen (wenn auch nur zuhause, Fitnessstudio ist mir noch ein bissien zu krass). Dann kam meine Versicherung und bhat mich um eine Reha-Maßnahme "gebeten". Unter dem Vorwand das sie mir das krankengeld sperren wenn ich nicht gehe (deshalb auch "gebeten"). Ich hatte solche angst, wollte nicht 5 Wochen von meiner Freundin, meinen 2 kätzien, meinen 4 Wänden, meinen Hobbys und und und getrennt sein. Dachte aber ich schaffe es irgendwie. Ich wusste es dauert noch etwas bis ich eine zusage einer Klinik bekomme worauf ich mich immer wieder berufen habe und gehofft habe das ich noch sehr viel Zeit habe bis es so weit ist. Letzten Endes passierte genau das gegenteil...Freitags erhielt ich einen Anruf das am Dienstag jemand abgesagt hätte und ich doch bitte kommen soll. SCHOCK!!!!!
Ich war total verpeilt, wusste nicht was ich tun sollte, hatte einfach Angst. Rief meine Therapeutin an, was ich machen solle. Sie meinte ich soll hingehen es wird mir helfen.
Um wieder aufs Thema zu kommen. Ich fuhr also zur Reha klinik und es war grauenhaft. Den ganzen Tag nur stress. Ankunft, Untersuchun, Mittagessen, Therapeutische Gesrpäche, ärztliche untersuchungen (in Unterhose!!!). Danach war ich platt, es war so anstrengend alles, dann rief ein koleege an und ich brach einfach nur in Tränen aus, es war alles zu viel. Meine Freundin war zu diesem zeitpunkt noch bei mir und hatte mich den Tag über unterstützt. Ich ging zu meiner Therapeutin dort (nicht die die ich hier habe) und habe gesagt ich kann nicht, ich weiss nicht wie ich das schaffen soll usw. sie sagte ich solle doch etwas raus gehen, das wird klappen, das ist einfach der erste Tag usw. Ich ging raus, erholte mich etwa 1ne Stunde am Rhein und danach ging es wieder einigermaßen. Wir kamen zurück und die nächste Herausforderung stand an. Eine Begrüßungsfeier in einem kleinen Raum mit 21 Fremden älteren Menschen, ich war am Ende....
Es war 18:30 (um die Uhrzeit sollte auch die Feier los gehen) und ich hatte nur noch Angst und war total überfordert mit allem. Ich ging auf mein Zimmer (das übrigens aussah wie eine Jugendherrberge vor 30 Jahren, SCHRECKLICH!) und wollte noch ein paar minuten meine Ruhe bevor ich zu den anderen ging. 18:40 klopfte es an meine Tür und ein "netter" MITPATIENT öffnete die Tür. Er sagte "Wird es nicht langsam Zeit das du mal rüber kommst? DIe gruppe wartet auf dich" ZACK!, schlag ins gesicht....was....ist....das???? Ich antwortet "ähm, mir gehts es gerade nicht sehr gut, ich möchte jetzt gerade nicht" er sah mich erboßt an und antwortet "ja und? wir haben hier feste Zeiten an die du dich zu halten hast, das ist DEIN problem, nicht das der gruppe!" ich wiederhole ZACK!!!! schlag ins gesicht....ich sagte nochmals "mir geht es nicht gut, verstehen sie das nicht, ich will nicht!!!!" er antwortet "du weist das das nicht gut ist was du hier machst" und sah mich total böse an und schloss die tür. Na danke....
Ich ging dort hin um gleichgesinnte zu treffen und dann so etwas. Danach wars bei mir vorbei, bei mir gingen nur noch die Alarmglocken an und ich musste raus. Ich packte meine sachen und ging, habe mich abgemeldet und gesagt ich will das nicht, ich muss hier raus. So war es dann auch. Das war etwa vor 1nem Monat.
Eventuell hatte ich vor irgendwann bald nochmals wo anders eine Reha zu versuchen aber ehrlich gesagt will ich das nicht. Ich will hier nicht so lange weg sein und nach all dem was ich dort erlebt habe, habe ich die Schnauze mehr als gestrichen voll....
Gestern erhielt ich einen Anruf meiner Versicherung das sie dadurch das die Reha nicht geklappt hat mich in ein stationäres Krankenhaus einweisen wollen. Das kann doch nicht ihr ernst sein oder?????? ICH MÖCHTE DAS EINFACH NICHT!!! Ich bin es leid wie eine Schachfigur behandelt zu werden und hin und her geschoben zu werden ohne das ich etwas dagegen tun kann. Ich möchte keine Reha mehr machen oder in eine stationäre behandlung gehen. Ja, ich bin krank und ja, ich brauche hilfe aber ich brauche HILFE und nicht etwas das ich nicht will und weswegen mir es einfach nur noch schlechter geht. Ich habe auch ohne Reha und Krankenhaus einige erfolge geschafft (zahn, letzte woche seit 8-9 monaten das erste mal wieder auf einer großen party gewesen, schwimmen, rad fahren...). Mir geht es so beschissen...mein Versicherungsfuzzi meinte das am Freitag meine Akte dem Medizinischen Dienst vorgelegt wird und die nach Rücksprache mit meinem Arzt entscheiden ob das das richtige ist oder nicht. Ich will aber einfach nicht :-(( Meine Therapeutin meinte am Telefon gestern das Gruppentherepaien sehr hilfreich sind und ich doch alles mitnehmen soll was ich kann. Ist ja auch alles gut und recht, ich mache von mir aus jeden tag 5 stunden gruppen-therapie, aber ich möchte nicht um gottes willen 5 wochen von zuhause weg gerissen werden. Dazu ist mir hier alles zu wichtig und zu lieb :-(
Was soll ich denn jetzt tun? muss ich da jetzt durch? soll ich da jetzt durch? hat jemand schon einmal so etwas erlebt, ich weiss nicht was ich tun soll. Am liebsten würde ich mich in mein Auto setzen und irgendwohin fahren wo mich keiner findet und ich für mich bin :-( könnt ihr mir irgendwie helfen? ich weiss wirklich gerade nicht mehr weiter....
Tut mir leid für den vielen Text, es gibt so viel zu erzählen über mich, das war nur 1/8 von dem was alles mit mir los ist, das wäre alles einfach zu viel zu schreiben, das war einfach das gröbste und wichtigste....
Bitte achtet nicht auf Grammatik oder Rechtschreibfehler, ich schreibe so etwas immer einfach direkt wie ich es denke ohne darüber nach zu denken wie ich es schreibe, quasi ein live stream direkt aus meinem Kopf.
Ich weiss ncith mehr weiter
lg Dirk
Ps: Danke schon einmal an die die sich damit beschäftigen und das alles für mich durchlesen :/


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