Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Bin ich zurecht wütend bzw enttäuscht?

  1. #1
    Neuling
    Registriert seit
    09.07.2014
    Beiträge
    31
    Danke
    0
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard Bin ich zurecht wütend bzw enttäuscht?

    Meine Neffen (5&3) hatten einen Stallhasen. Die Mutter hatte ihn über den Winter im Keller im Freigehege gehalten. Männchen, nicht kastriert, allein, gekümmert hab hauptsächlich ich mich um ihn und die Jungs, wenn ich sie daran erinnerte. Sagt ja schon einiges :-( Im Sommer kümmerten sich die Jungs, da er auf dem Balkon immer in Sichtweite war. Mein Bruder bot an, den Hasen bei sich zu halten, da er selber eine Hasenzucht hat. Einige zum schlachten (die großen) und andere zum verkaufen (kleinere wie der von den Jungs). Die Mutter war einverstanden. Den Jungs ist es nicht mal aufgefallen. Bis heute. Da fragte der Große, wie es denn Seppl geht. Sie telefonierte grade mit dem Vater/meinem Bruder.

    p.s. Mutter und Vater haben nicht viel Kontakt, da mein Bruder kein Interesse an seinen Söhnen hat, aber so tut als ob. Sieht sie immer nur zufällig, wenn sie sich bei Oma treffen oder ne Unterschrift gebraucht wird.

    Jedenfalls sagte er, er habe den Hasen geschlachtet. Sie natürlich extrem sauer, erzählt mir das. Hab ihn angeschrieben und gefragt, warum er nicht vorher gesagt hat, das er den Hasen nur deswegen will. Ich fands ne Frechheit. 1. mal zwieder
    Er sagte, er habe dies als Scherz gesagt u nicht gedacht das sie ihm dies abkauft. Hallo? Sowas sagt man nicht. Dann sagt er zu mir, (ich solle es aber nicht weiter sagen) er habe den Hasen an eine Frau verkauft, die mit ihm züchten will. 2. zwieder. Ohne zu fragen, verkauft er den Hasen seiner Söhne. Ok, die hätten ihn wahrscheinlich nie wieder gesehen, da sie eh nie zum Vater gehen, aber ich find´s nicht ok.
    Er hätte ja höflich lügen können und sagen: Es geht ihm gut. So musste die Mutter es dann tun, als die Söhne es wissen wollten.

    Ich fragte meine Mama (Oma) ob sie davon wusste. Nach einem Nein, klärte ich sie auf. Doch statt das sie genauso entsetzt war oder zumindest ansatzweise, kam nur ein, was interessiert sie ein Hase. Sie ärgerte sich eher über die Mutter, die den Hasen im Keller hatte und was sie sonst in ihren Augen falsch macht. Das der eigene Sohn das Haustier ihrer Enkelkinder getötet bzw verkauft haben soll, fände sie nicht schlimm. Ist ja nur ein Hase. Wenn´s nicht um einen Hund geht, dann ist es ja egal. Die einzigen die ein richtiges Herz für Tiere haben, sind nur mein jüngerer Bruder und ich in der Familie. (Nur zur Erklärung). 3. zwieder

    Mein Bruder kann noch so einen Mist bauen, bei den anderen wird die Schuld gesucht. Ihm wird immer verziehen. Obwohl hintenrum sich dann bei mir um seinen *fehlenden Verstand* beklagt wird. Und er baut viel Mist für seine 30 Jahre. 4. zwieder. Ja, da kommt das verletzte Kind in mir hoch, aber ich würde mir echt wünschen, das er wenigstens ein mal die Konsequenzen seines Handelns kennen lernt.

    Übertreibe ich oder bin ich in manchen Punkten zurecht sauer?

  2. #2
    Roman Verfasser Avatar von Ibwh1968
    Registriert seit
    06.04.2016
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1.399
    Danke
    361
    374 mal in 299 Beiträgen bedankt

    Standard

    hallo re8venge,

    wenn den Kindern der Hase so wichtig wäre, dann hätte dieser ja nicht zum Vater gebracht werden müssen. So wie es aussieht, ist es den Kindern wohl egal. Aber du hast natürlich recht. Grundsätzlich sollte man das Eigentum anderer nicht verschenken, schlachten oder verkaufen... andererseits, sollte man sein Eigentum auch nicht weggeben… und die Verantwortung dafür übernehmen. Das gilt auch für Kinder. Die Konsequenz wäre ja, das die Hasen weggegeben werden. Ich finde das kann man einem 5 jährigen schon vermitteln.
    Kann es sein das der Vater dachte, er übernimmt den Hasen, weil sich sonst keiner dafür interessiert? Das Geld was er bekommen hat, kann er ja den Kindern geben. Oder ihnen was schönes schenken, Spielzeug, kein Tier.

    Bei dir habe ich eher das Gefühl, das es dir garnicht um den Hasen geht. Das bei dir einfach der Kragen geplatzt ist, weil du dich benachteiligt und ungerecht behandelt fühlst. Die Hasen waren nur der Funke. Oder?
    Du schreibst von dir, das du das verletzte Kind bist, was meinst du damit?
    Geändert von Ibwh1968 (27.12.2016 um 14:20 Uhr) Grund: Autokorrekturblabla
    Gefühle sind nur Gefühle.
    Gefühle entstehen und vergehen,
    sie sind veränderbar und sie
    machen sich wichtig.

  3. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Ibwh1968 für den sinnvollen Beitrag:

    Rainer-JGS (28.12.2016)

  4. #3
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.07.2014
    Beiträge
    31
    Danke
    0
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Grundsätzlich sollte man das Eigentum anderer nicht verschenken, schlachten oder verkaufen...

    Das stimmt, darum ging´s mir...Die Mutter hat es zwar vorher schon angedroht, wenn man sich nicht um ihn kümmert, das er dann wieder weg kommt, aber bis zu dem Abgabedatum hat sie es nie gemacht und als sie es dann tat, dann heimlich. Das war falsch - zugegeben. Sie hat es heute dann den Jungs erzählt, die Aufregung war groß, hat sich aber bald gelegt und dann wollte sie eben gleich telefonieren und nach ihm fragen. Den Rest kennst ja...
    Wir wissen alle, das mein Bruder, wenn man ihm was SCHENKT, sofort alles verscherbelt. Aber das er das mit dem Eigentum seiner Söhne macht, hätten wir nicht gedacht.

    Kann es sein das der Vater dachte, er übernimmt den Hasen, weil sich sonst keiner dafür interessiert?

    Das kann definitiv nicht sein. Denn er wusste, das ich mich hauptsächlich um ihn kümmere. Im nachhinein ärgere ich mich, das mir da nicht sofort die Alarmglocken geläutet haben. (Erzähl ich unten)
    Was schönes für die Söhne kaufen? Die kriegen nicht mal zum Geburtstag was von ihm. Wie gesagt 0 Interesse an seinen Kindern.

    Verletztes Kind hab ich geschrieben, weil ich mit so einer Aussage oft konfrontiert werde. Da dachte ich mir, komm ich mal als erste damit ;-)
    Es läuft seit der Kindheit schon so. Das er was anstellt und ihm verziehen wird. Wenn ich mir aber nur Ansatzweise so was leisten würde, wurde ich bestraft oder wie heutzutage werde ich für 1-2 Wochen ignoriert und es wird mir ewig vorgeworfen und mit allem verglichen. Harmloseres Beispiel: er schaffte sich Tiere an als Kind (Hamster, Katze, Vögel), verlor nach kurzer Zeit die Lust dran oder wie bei der Katze, die ihn einfach nicht leiden konnte (warum wohl, wenn man sie tretet). Wenn sich dann ein Tier gewehrt hat, wurde mir die Schuld gegeben. Total unlogisch. Irgendwann kümmerte er sich überhaupt nicht mehr, weil ihn alle Tiere angriffen. Also übernahm dann ich die Tiere. Zahlte, Pflegte usw. er tat immer noch so, als wären es seine und beanspruchte alle Rechte und was er mit ihnen machen darf, obwohl er sie freiwillig abgab. Fiel mir im Traum nicht ein das zu dulden.
    Als Erwachsener - vor nicht allzu langer Zeit - meinte er, er bräuchte einen Hund (Rottweiler). Von Halte- und Steuerpflicht, Erziehung keine Ahnung. Übergewicht, ihm gegenübre aggressiv und folgen schon mal gar nicht. Hauptsache haben. Als er dann umzog und der Hund nicht mit durfte, wollte er ihn für 200 € an irgendeinen Typen aus Rumänien verkaufen. Ich drohte ihm entweder er gibt mir den Hund oder ich zeige ihn an. Heute hab ich ihn. Und was folgt von Mutter? Warum hab ICH mir so einen Hund angeschafft? Ich wüsste doch gar nicht was ich tue...(habe/hatte Hunde, erziehe Hunde - aber alles klar). Das ER ihn hatte und wie er ihn hielt spielte keine Rolle. er darf alles = ok , ich tu was gutes = krieg auf die Finger...immer so..deswegen Kindheit
    wird sich nie ändern, hab´s akzeptiert, hoffe aber immer noch auf Karma

  5. #4
    Schreiberling Avatar von Seidenschnabel
    Registriert seit
    26.10.2015
    Ort
    Nimmerland
    Beiträge
    432
    Danke
    144
    303 mal in 198 Beiträgen bedankt

    Standard

    Dein Bruder scheint das sogenannte "goldene Kind", also das Lieblingskind deiner Mutter zu sein. Auch Eltern können sich manchmal nicht davon frei sprechen, dass sie einen Liebling haben. Und das, obwohl dein Bruder nicht gerade sehr liebenswert und mitfühlend zu sein scheint.

    Aus irgendwelchen Gründen hat deine Mutter aber wohl einen Narren an ihm gefressen und verzeiht ihm alles bzw. nimmt seine Fehler einfach nicht zur Kenntnis. Dass dich das frustriert kann ich verstehen. Vor allem, wenn du dann immer der Sündenbock bist, dem alle Verantwortung zugeschoben wird.

    Ändern wirst du daran vermutlich nichts können, bleibt dir nur, zu akzeptieren wie deine Mutter tickt und den Kontakt ggf. einzuschränken, wenn es dich zu sehr belastet.

    Den Umgang deines Bruders mit Tieren finde ich als Tierschützerin echt zum *****! Gut, dass du ihm den Hund abgenommen hast. Die Kaninchen tun mir leid, mit denen geht er sicher auch nicht besser um.
    Liebe Grüße von Seidenschnabel

    Sei immer du selbst. Außer, du kannst ein Einhorn sein, dann sei ein Einhorn.

  6. #5
    Nachwuchs Autor Avatar von Awenasa
    Registriert seit
    30.03.2016
    Beiträge
    763
    Danke
    122
    281 mal in 222 Beiträgen bedankt

    Standard

    Hallo re8venge,

    ich finde du kümmerst dich zuviel. Er baut Mist und du regelst das für ihn. Angefangen mit seinen ersten Haustieren. Wenn er nie auf der Nase landet mit seiner Art, woraus soll er denn lernen: "So gehts nicht" ? Du rettest ihm doch immer wieder den Hintern.

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Awenasa für den sinnvollen Beitrag:

    Ibwh1968 (27.12.2016)

  8. #6
    Neuling
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.07.2014
    Beiträge
    31
    Danke
    0
    3 mal in 3 Beiträgen bedankt

    Standard

    Awenasa

    Hintern retten schon, da geb ich dir recht. Doch es geht mir dabei nicht um ihn, sondern um die Tiere. Würde ich nicht dazwischen gehen...ich möcht mir gar nicht vorstellen was dann mit denen passiert oder passiert wäre. Denn meine Eltern sind was Tierliebe angeht, sehr eingeschränkt. D.h. sind sie im Weg oder unpassend, dann werden sie auf irgendeine Weise *entsorgt*. Heim, schlachten oder weg geben an egal wen.
    Als das mit dem Hund war, hab ich nicht nur gedroht. Ich hab ihm versprochen, sollte ich noch mal sowas bei ihm mitbekommen, ist die Anzeige fällig. Blut hin oder her.

  9. Der folgende Benutzer bedankte sich bei re8venge für den sinnvollen Beitrag:

    Seidenschnabel (27.12.2016)

Ähnliche Themen

  1. Meine Mutter- ich bin einfach nur wütend.
    Von renasia im Forum Familie & Erziehung
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 08.12.2013, 20:38
  2. Bin so verletzt und wütend
    Von Susan38 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 29.08.2012, 18:14
  3. muss direkt los-sprudeln - bin so wütend!
    Von Bobbele im Forum Neu bei Psychologieforum.de?
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 11.03.2012, 11:36
  4. Ständig wütend,genervt,ausgelaugt...
    Von Svenja_ im Forum Depression
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 15.12.2011, 21:46
  5. Warum bin ich so wütend?
    Von Lana123 im Forum Liebe & Partnerschaft
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 13.02.2010, 14:04

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •