Hallo Leute, wie angekündigt ein weiterer Thread.
Ich fühle mich als wäre ich in einer Sackgasse. Ich bin jemand der nur funktionieren kann wenn er ein Ziel vor Augen hat. Ewig bin ich nur von Schulabschluss zu Schulabschluss gegangen mit dem großen Ziel zu studieren. Wurde aufgrund eines Hörfehlers auf die Hauptschule geschickt, dass wurde entdeckt und ich schreib nur einser und zweier habe mich aber entschlossen bei meinen Freunden zu bleiben und habe meine mittlere Reife ganz normal nach geholt, bis ich aufs Gymnasium kam. Ich kam mir immer unterfordert vor. Das hat man auch gemerkt, mir fiel eigentlich vieles sehr leicht. Ich hatte immer ohne große Anstrengung dieselben guten Noten.
Wie gesagt, mein Ziel war zu studieren und ist es noch.
Dann habe ich vor drei Jahren mein Abitur gemacht und wußte nicht was ich studieren sollte. Habe erst ein Praktikum beim Fernsehen absolviert und habe sehr gute Arbeit geleistet (Hab ich schriftlich), bin aber von diesem Berufswusch dennoch abgesprungen, da ich mehr wollte. Wie gesagt, ich wollte studieren.
Vorher zu erwähnen, meine Familie hat nicht viel Geld. Wir sind extrem hoch verschuldet. Meine Familie wäre fast daran zerbrochen oder besser gesagt ist es, da sich meine Eltern nur streiten. Sie leben im selben Haus, sie halten die Fasade aufrecht, empfinden nochwas füreinander aber im Prinzip leben sie getrennt. Sie schlafen nicht mehr im selben Bett, machen nichts mehr zusammen und streiten nur noch. Meine Schwester ist eine Stubenhockerin und studiert ebenfalls (typische Küstlerin), dementsprechend war ihre Studienwahl. Sie ist im übrigen 5 Jahre älter als ich. Achja, alle sind in psychologischer Behandlung. Mein Vater war sogar mal eingewiesen und hat einen erfolglosen Selbstmordversuch hinter sich.
Gut um, wenigstens dieses mal bei mir zu bleiben. Ich habe nicht viel Geld. Bin also gezwungen daheim zu wohnen, an der lokalen Universität zu studieren und arbeite nebenher (Ich muss mir alles selber finanzieren und erhalte keine Unterstützung wie Bafög usw.). Ich wußte erst nicht was ich studieren sollte (im Prinzip schon aber das gab es nirgends in Deutschland), so wurde ich von meinen Eltern in Informatik reingeredet, dass ich verabscheut habe. Mitten im zweiten Semester habe ich es nicht mehr ausgehalten und habe abgebrochen. Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht. Ich wollte danach Psychologie machen aber kam nicht rein, so verbrachte ich ein Semester in Physik (nur um für die Versicherung immatrikuliert zu bleiben) und habe mich daraufhin für Jura beworben und wurde genommen. Das studiere ich nun aber mittlerweile wüßte ich eine Möglichkeit wie ich das was ich machen wollte machen könnte aber dafür müsste ich nach Österreich. Ich würde so gerne Anthropologie studieren. Das wär mein Traum, allerdings weiß ich nicht wie.
Ich hab mein Leben hier, allerdings hasse ich mein Leben hier. Ich habe zwar viele Freunde, darunter auch wirklich echte Freunde. Die würde ich auch immernoch haben. Diese Freundschaften bestehen seit dem Kindergarten (bin übrigens 23) und zerbrechen nicht so leicht, die sind auch nicht das Problem. Meine Familie ist es. Ich will nicht schon wieder abbrechen und alle enttäuschen, allerdings will ich von daheim weg. Mein eigenes Leben leben und mein Ding durchziehen. Ich fühle mich hier nicht wohl. Ich arbeite seit zwei Jahren in einem Job den ich verachte, studiere an einer Uni die einen schrecklichen Ruf hat und zudem ein Fach indem ich keine Zukunft sehe. Ich lade niemanden mehr zu mir nach Hause ein, da ich nicht mal selbst hier sein will, wenn ich mit meinen Eltern reden will, sind sie nur enttäuscht und kommen mit den ollen Phrasen oder verstehen es einfach nicht und wenn ich wegziehe, lasse ich meine Schwester alleine, welche ein soziales Frack ist und ich ihr einziger Bezugspunkt. Ich kann Nachts nie schlafen, bleibe ewig wach und hasse seitdem Vögel weil sie Morgens singen und dann kann ich nicht schlafen. Ich bin unmotiviert, alles brallt an mir ab, alles ist mir egal und es will nicht aufhören. Es kommt mir vor als würde ich meine Arbeit durch das Studium unterbrechen, was mir nicht wie ein Studium vorkommt sondern wie so ein Ort an dem ich halt zu gewissen Zeiten sein muss. Ich bin nicht blöd, dass weiß ich. Viele meinen sogar ich sei hochintelligent und ein IQ Test hat das auch mal bewiesen (eigentlich halte ich von denn Dingern garnichts) und dennoch tu ich fast nichts, obwohl ich gut sein könnte wenn ich wollte aber alles in mir wehrt sich, da ich weiß da ich es einfach nicht will. Ich würde so gerne was aus mir machen, ich war früher nie faul und unmotiviert. Ich bin mit meinen Fähigkeiten zur Selbstanalyse am Ende und sehe nicht mehr weiter. Nach außen hin spiele ich immer den Kasper und den starken, jeder geht vor, ich steh immer hinten nach, so wollte ich es irgendwann auch weil ich alle die ich mochte schützen wollte und nicht mit meinem Senf belasten.
Das sollte die schönste Zeit meines Lebens sein und ich wünschte ich könnte sie überspringen. Was soll ich nur tun? Ich hasse mein Leben wirklich und ich denke das gerade alles im Begriff ist emotional zu eskalieren.
Es kann sein, dass ich jetzt ein paar Dinge missverständlich ausgedrückt habe oder was vergessen habe. Ich warte jetzt mal ein paar Antworten von euch ab (hoffentlich kommen welche) und füge dann dementsprechend hinzu.
Achja, ich bevor die Frage aufkommt, ich bin ein Kerl. Ich weiß nicht ob das bei dem Forum irgendwie angezeigt wird. Daher schreibe ich es vorsichtshalber nochmal hin aber ich denke es war eh ersichtlich.


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