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Thema: Bin sehr verwirrt

  1. #1
    Neuling
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    Standard Bin sehr verwirrt

    Hallo zusammen,
    ich mache seit nem guten Jahr eine Verhaltenstherapie. Vor einiger Zeit habe ich mich sehr in meinen Therapeuten verliebt und erlebe seither gefühlte 100 verschiedene Arten von Liebe, Zuneigung oder wie man es auch nennen mag. Es ist aber nicht nur verliebt sein, was ich meine. Es ist manchmal auch wie zu einem Vater. Bruder oder Freund. Dass ich verliebt bin, weiß er. Wir haben das jedoch nicht ausführlich besprochen. Er versteht es aber. Nun ist es aber so, dass ich seit einigen Wochen anstelle im 2 Wochen Rhythmus wöchentlich zu ihm ging, weil ich mich von meinem Mann trennen möchte.

    Ja, und jetzt kam der Urlaub und ich musste drei Wochen ausharren. Das war wirklich die Hölle für mich. Ich habe ihn und das, was ich bei ihm bekomme so vermisst. Es war die schlimmste Art von Sehnsucht, die ich kenne. Ich hab so viel geweint und meine Gedanken waren nur noch bei dem Thema. Ich habe auch entsprechende Ängste, dass ich in den Abgrund falle, wenn die Therapie zu Ende geht.

    Ich würde darüber gern mit ihm reden, aber weiß andererseits nicht, wie ich all das in Worte kleiden kann. Ich hab Angst vor Ablehnung und auch wenn da sehr schmerzhafte Gefühle dabei sind, so tut er mir aber auch sehr gut und hat mir Dinge gezeigt, die mir unbekannt waren. Ich würde zu niemand anderem wollen.

    Ich weiß nicht, ob ihr das verstehen könnt. Oder kennt jemand von euch so extreme Gefühle? Ich wäre dankbar, wenn mir jemand einen Rat geben könnte, wie ich ihm das sagen kann, ohne dass ich mich total verloren dabei fühlen müsste....

  2. #2
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    Zitat Zitat von Mrs. Brightside Beitrag anzeigen
    Dass ich verliebt bin, weiß er. Wir haben das jedoch nicht ausführlich besprochen. Er versteht es aber.
    Weiss er, dass du in ihn verliebt bist? Nein, oder?

  3. #3
    Neuling
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    Doch. Das weiß er. Er wußte es, bevor ich es ihm sagte.

  4. #4
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    Ich denke, es wird darauf ankommen, wie er allgemein mit dem Thema umgeht. Z.T. hängt es mit der Therapiemethode zusammen, weil VT ja eigentlich eher nicht mit Übertragung arbeitet. Z.T. eben auch mit der Person.
    Wann hat er Dich denn darauf angesprochen? Vielleicht wäre es möglich, erstmal nur zu fragen, wie er das sieht, in der Therapie.
    Es gibt ja auch verschiedene Arten, das in der Therapie zu thematisieren: Einfach nur in den Raum stellen, damit es raus ist. Drüber reden, die Grenzen klar stellen, aber ansonsten mit den anderen Themen weiter machen. Drüber sprechen, was man tun kann, damit es einem trotzdem besser geht. In die Tiefe gehen, gucken, was das, was man in der Therapie bekommt, draußen vermisst wird und was das ist, was man auch draußen brauchen könnte...und wie man dahin kommt.

  5. #5
    Bestseller Autor Avatar von Mirjam
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    ....und was hat er dazu gesagt?

    Dieses Phänomen ist übrigens alles andere als selten, wird ihm vermutlich auch nicht zum 1. Mal passiert sein.

  6. #6
    Neuling Avatar von Magier
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    Hallo Mrs. Brightside,

    dass du dich verliebt hast könnte mehrere verschiedene Gründe haben oder aber alle treffen zu.

    Ein Therapeut ist bei den meisten oder eigentlich fast allen Patienten tatsächlich der erste Mensch, der dir wirklich zuhört und dich als eine Person mit Wünschen, Sehnsüchten und mit den Fehlern die du hast wahrnimmt.
    Er verurteilt dich nicht für deine Schwächen und nimmt dich so an wie du bist.
    Nun bist du nicht die erste Patientin die denkt, das würde an seiner Persönlichkeit liegen! Das trifft nicht zu. Es liegt am Übertragungsmechanismus und daran, dass Therapeuten darin geschult sind, nicht auf ihre Patienten gegenzuübertragen. Dadurch kannst du deine Gefühle auf einen glasklaren Spiegel projizieren. Das ermöglicht dir, dich selbst zu sehen.

    Die starken Gefühle, die man in der Therapie entwickelt, sind tatsächlich so gewollt. Du solltest weiterhin zu ihm gehen und lernen, dein Inneres wahrzunehmen. Nimm dich wahr, deine Gedanken, deine Gefühle, deine körperlichen Empfindungen und spreche bewusst darüber.

    Du bist im Stadium deiner Therapie nicht das Selbst, welches du sein willst. Du bist ein Butterkrebs, sehr verletzlich.
    Du wächst und brauchst Schutz, bis du wieder einen Panzer ausgeformt hast.

    Halte durch und triff keine wichtigen Lebensentscheidungen! Das ist mein Rat für dich. Ich weiß, es ist schwer, es tut weh, aber das ist der Schmerz des Heilungsprozesses und wenn du dran bleibst, wird es weg gehen und sich in ein anderes Gefühl verwandeln. Das ist eben das Experiment Therapie, das sehr viel Mut braucht und Kraft. Konzentrier dich auf dich! Auf dein Innerstes. Schreib deine Gedanken, Gefühle, deine Empfindungen in ein Tagebuch. Hier im Forum habe ich gesehen, kann man auch Tagebuch führen. Vielleicht möchtest du das?



    Viele Grüße
    Zügle deinen Groll! ~ Horaz

  7. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Magier für den sinnvollen Beitrag:

    Mirjam (09.01.2017)

  8. #7
    Neuling
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    Liebe Mirjam,
    er meinte, dass es das öfters gibt und damit zusammen hängt, dass es passiert, weil man etwas bekommt, was man nicht hatte. Und wir gucken müssen, wo das her kommt. Da hatte ich das Thema auch ewig vor mir her geschoben, weil ich Angst hatte. Ich war nur n bisschen naiv zu glauben, sowas verheimlichen zu können :-)

  9. #8
    Bestseller Autor Avatar von Mirjam
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    Standard

    Was konkret würdest du ihm denn gerne noch zu diesem Thema sagen?

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