Hallo Ihr Lieben,
eine Herzensangelegenheit droht mir so langsam den Boden unter den Füßen wegzureissen . .
Ich liebe einen Mann, der unter Bindungsängsten leidet und Probleme hat, Nähe zu zulassen.
Er sagt, er liebe mich SO SEHR, dass er Angst hat, verletzt zu werden und das könne er nicht ertragen.
Er hat eine schlimme Ehe und Scheidung hinter sich.
Seine Exfrau hat ihn in drei Jahren Ehe 4 mal mit anderen betrogen und war letztlich von einem anderen schwanger.
Das war ein "Trauma" für ihn, welches er bis heute nicht verarbeitet hat.
Nach dem Rosenkrieg hat er sich direkt in eine neue Beziehung mit einer jüngeren Frau gestürzt.
Er sagt, er liebe sie nicht, sie hätte ihn damals aber "trösten" können.
Trennung von ihr kriegt er bislang nicht hin, weil dies bei ihm mit schlimmen Schuldgefühlen einhergeht.
Ich bin eigentlich das, was man von außen als "starke Persönlichkeit" betrachten würde, aber im Moment zieht sich eine schwarze Wolke über die Sonne in meinem Herzen. Ich stecke - glaube ich - inzwischen in einer Depression.
In der Therapie versuche ich meine Verhaltensmuster aus der Kindheit aufzudecken und umzulegen.
Ein langer und schwieriger Prozess . . .
Mein Vater war/ist Alkoholiker und in meiner Kindheit bekam ist ständige Ablehnung, Zurückweisung und Demütigung zu spüren.
Dies ist die Wurzel meines Problems . . . einen Menschen zu lieben, der dieses Szenario im heutigen Erwachsenenalter (40) fortführt.
Er läßt mich durch ständige Liebesbekenntnisse und fortwährender Kontaktsuche einfach nicht aus seinem Bann.
Dieses ständige Hin- und Her zerrt sehr an meinen Gefühlen, dass ich arge Probleme habe, in meiner Mitte zu bleiben. Inzwischen sind es 1,5 Jahre.
Wie bekomme ich mich daraus befreit ?
Theoretisch ist mir klar, dass ich an meiner Kindheit ansetzen muß.
Ich beschäftige mich viel mit den sogenannten "inneren Kind", aber ich komme da einfach nicht an mein Inneres dran.
Möglicherweise tief verdrängt und gut verschlossen (???)


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