Hallo ihr Lieben,
nun, ich würde euch gerne mal ein bisschen von meiner Beziehung und von deren Probleme erzählen und hoffe, dass ihr mit den ein oder andere Rat geben könnt.
Erst mal zu den wichtigsten "Daten". Meine Freundin und ich sind nun seit zwei Jahren zusammen. Sie ist 24 Jahre alt, ich 22.
Wichtig ist noch zu sagen, dass sie damals adoptiert wurde und das als Grundschulkind erfahren und total falsch verarbeitet hat. Seitdem leidet sie an Verlustängsten. Zudem leidet sie unter Depressionen, ist medikamentös eingestellt und war auch schon stationär, sowie ambulant in therapeutischer Behandlung.
Das erste halbe, bis dreiviertel Jahr unserer Beziehung war wirklich toll. Natürlich ist es immer so, man ist frisch verliebt und alles ist noch super aufregend. Irgendwann verändert sich die Beziehung, was nicht unbedingt negativ sein muss. Es wird eben vertrauter, der Alltag kommt und man fühlt sich sehr miteinander verbunden. So war es bei uns beiden auch.
Irgendwann fing es dann an, dass unser Sex immer weniger wurde bzw einseitig. Sie hat mich nicht mehr an sich heran gelassen und hat nur noch mich verwöhnt. Sie begründete es erst damit, dass sie von ihrem Job müde sei, dann hieß es, dass ihr Körper ihr nicht gefalle. Bis sie mir dann ehrlich gesagt hat, dass sie Schwierigkeiten hat, sich mir so zu öffnen und mich an sie heran zu lassen, aus Angst, irgendwann wieder verlassen zu werden.
Ich habe ganz oft das Gefühl, dass sie die Nähe sucht und wenn diese dann da ist, sie sie nicht ertragen kann und wieder flüchtet.
Das zeigt sich in ganz kleinen Situationen immer wieder. Sei es, dass sie bei mir immer sehr früh schlafen gehen und morgens lange schlafen will, wenn ich bei ihr bin. Ist sie alleine, sieht das oft ganz anders aus.
Sie hält sich oft nich an Abmachungen, kommt zu spät und die ganzen körperlichen Zärtlichkeiten lassen zunehmend nach.
Seit einigen Monaten streiten wir sehr oft und auch sehr stark. Die Situationen scheinen so festgefahren. Oftmals schicke ich sie dann nach Hause oder will von ihr gehen. Und aus ihrer Angst, dann alleine zu sein, lässt sie mich nicht gehen, hält mich fest oder stellt sich in die Tür, wenn ich sie rausschicken will.
Sie fängt wieder an, sich zu schneiden und es fühlt sich an, als wenn alles den Bach runtergeht.
Ich weiß wirklich nicht, was ich machen soll. Sie ist jetzt bei einer Therapeutin auf der Warteliste. Aber eben nur bei einer. Bei weiteren hat sie nicht mehr angerufen.
Die Unzufriedenheit herrscht in mir. Mir fehlen die Zärtlichkeiten, das Gefühl, begehrt zu werden, die vollkommende Harmonie und das Gefühl, dass man sich gegenseitig stärkt und nicht immer und immer wieder aufwühlt.
Seit zwei Tagen, haben wir wenig Kontakt. Das wollte ich so. Jetzt frage ich mich, was das überhaupt bringen soll? Die Probleme löst das ja auch nicht.
Vielleicht wart ihr ja auch mal in so eine Situation oder habt ähnliche Erfahrungen gemacht?
Liebe Grüße
Lea


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, gemeinsame Interessen entdecken und pflegen z.B. Tanzkurs, Kampfsport, zusammen an nem Batzen Ton rumschaben und gucken, was für ne Skulptur rauskommt usw. Muss ja nicht immer alles so bieder ernst sein.


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