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Thema: Bipolare Störung,wer weiss Rat?

  1. #1
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    Standard Bipolare Störung,wer weiss Rat?

    Hallo zusammen,

    ich war lange nicht hier und muss nun doch ganz eilig und dringend um euren Rat bitten.Meine Freundin leidet unter einer bipolaren Störung und befindet sich momentan in der depressiven Phase.Sie geht seit ca.3 Monaten nicht mehr aus dem Haus und zieht sich total zurück.Sie meldet sich seither auch nicht mehr bei mir!Ich schreibe ihr SMS und rufe an.Das einzige was zurückkam war eine SMS:"Ich lebe noch und mach Dir keine Sorgen und geniesse dein Leben"!Und sie schrieb das ihr niemand helfen kann.Einen Arzt sucht sie nicht auf!Das hat mir noch mehr sorgen gemacht.Nun will ich sie nicht allein lassen und habe mir vorgenommen sie zu besuchen.Nun meine Frage:"Wie gehe ich in ihrer depressiven Phase richtig mit ihr um"? Ich habe Angst etwas falsch zu machen.Ich möchte nichts falsch machen,drum bitte ich hier um Rat.Was würde ihr gut tun und helfen?Vll.ist ja jemand hier der auch damit zu tun hat.
    Danke euch schon mal
    Melody

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Melody Beitrag anzeigen
    Nun meine Frage:"Wie gehe ich in ihrer depressiven Phase richtig mit ihr um"? Was würde ihr gut tun und helfen?

    Hallo, Melody,

    boah, das ist eine wirklich schwierige Frage, da ich glaube, dass sie pauschal schlicht nicht zu beantworten ist.

    Wenn sie überhaupt nicht mehr das Haus verlässt, dann muß sie von außerhalb versorgt werden; hast du eine Vorstellung davon, wer es sein könnte, um über ihn mit ihr in Kontakt zu treten? Auch um Weiteres zu erfragen.

    Telefonierte sie zu Zeiten, in denen der Kontakt zwischen euch noch funktionierte, gerne? Ich frage, um herauszufinden, welches Medium ihr am liebsten war. Wäre es das Handy (via SMS) gewesen, dann hätte ich die Bemühungen um Kontakt mit ihr darüber weitergeführt und umgekehrt.

    Ich fürchte, solange sie "dichtmacht", wird es für Außenstehende auch weiterhin "sehr schwierig" sein, Kontakt zu ihr aufzunehmen.

    Ich wünsche dir viiiel Glück!


    LG.

  3. #3
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    Hallo Lars,

    ich bin froh das sich jemand meldet.Danke Dir.Es ist so,das sie niemanden an sich ranlässt.Keine Eltern,keine Verwandten,niemanden.Einer ihrer Familienangehörigen meinte das ich noch den besten Zugang zu ihr hätte.Bevor sie so schwer in diese depressive Phase abgerutscht ist haben wir telefoniert.Ansonsten haben wir uns ab und zu gesehn.Ich habe gestern erneut versucht Kontakt per SMS aufzunehmen.Sie antwortet nicht mehr.Ans Telefon geht sie auch nicht.Sie einfach mit einem Besuch zu überfallen wäre nicht gut.Ich habe mit einem Psychiater telefoniert.Er meint,ich soll versuchen sie zu überreden zu ihm zu kommen.Ehrlich gesagt weiss ich gerade gar nicht wie ich an sie rankommen soll.
    Kann man denn gar nichts tun?Sie kann doch nicht total kaputt gehn in ihrem Zimmer :-(.Medikamente nimmt sie ja auch keine.
    Viele Grüsse
    Melo

  4. #4
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    Standard

    In der Situation würde ich den Sozialpsychiatrischen Dienst des zuständigen Gesundheitsamtes einschalten. Es besteht ja die Gefahr der, zwar vielleicht nicht unmittelbaren, aber eben chronischen Verwahrlosung und Vereinsamung und ist von der Person so nicht gewollt, da sie in ihrem Wollen krankheitsbedingt stark eingeschränkt ist.

  5. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Lilola für den sinnvollen Beitrag:

    Melody (24.11.2011)

  6. #5
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    Daran habe ich auch schon gedacht Lilola.Aber ihre nahen Familienangehörigen wollen das nicht u.a. auch wegen dem Ansehen im Wohnort! :-(.Ich bin "nur" eine Freundin und kann mich nicht über ihre Familie hinwegsetzen.Dennoch quält es mich sehr zu wissen das sie so sehr leidet und sie sich nicht meldet und vorallem nicht helfen lässt..Oder wenigstens aufgrund ihrer Erkrankung wahrsch.auch nicht melden kann.Ich weiss nicht wie weit ich gehen darf als Freundin.Ich werde ihr dann nochmal schreiben.Was könnte ich ihr denn schreiben,vll.hat ja hier jemand eine Idee,damit Sie sich überwindet das ich sie besuchen darf.Ich will sie zu nichts zwingen nur bei ihr sein und vll.schaffe ich es ja sie zum Arzt zu bewegen.Ich denke ständig an sie und habe Angst um ihr leben.Nicht das sie sich noch etwas antut,wer weiss das denn schon....

  7. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von Melody Beitrag anzeigen
    Es ist so,das sie niemanden an sich ranlässt.Keine Eltern,keine Verwandten,niemanden.Einer ihrer Familienangehörigen meinte das ich noch den besten Zugang zu ihr hätte.


    Kann man denn gar nichts tun?Sie kann doch nicht total kaputt gehn in ihrem Zimmer :-(.Medikamente nimmt sie ja auch keine.
    ..ohhh, soo dramatisch ist das Ganze? Ich hatte angenommen bzw. es so verstanden, dass sie sich "lediglich" zurückgezogen hätte, aber eben medikamentös ausreichend versorgt wäre.

    Hmmm, der Tipp, den sozialpsychiatrischen Dienst in deiner Stadt einzuschalten, ist vermutlich das fast schon letzte Mittel, was (noch) zum Erfolg führen könnte, schade, sie tut mir wahnsinnig leid..

    Hälst du uns auf dem Laufenden?

    LG..

  8. #7
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    Standard

    Ja,leider.Ich hab ja geschrieben das ich nicht über den Kopf ihrer Angehörigen den sozialpsychiatrischen Dienst einschalten kann.Danke für eure Anteilnahme.Ihr wisst auch nicht was ich als Freundin noch effektiv tun kann ohne Erlaubnis der Angehörigen????Ich habe ihr vorhin eine SMS geschrieben.Es kam wieder keine Antwort.Nun werde ich nochmal mit einem ihrer Angehörigen sprechen.Ich hoffe sie verstehen das Sie dringend Hilfe braucht.Ganz ehrlich,ich hab richtig Angst um sie und dieses hilflose zusehen müssen ist das Schlimmste!
    Ja,ich halte euch auf dem laufenden.Danke nochmal ja.

    Melo

  9. #8
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    Standard

    Hallo Melo,

    ich finde das Verhalten der Angehörigen deiner Freundin ziemlich dumm und verantwortungslos. Offensichtlich haben sie keine Ahnung, was eine bipolare Krankheit ist, sonst würden sie wohl nicht das Gerede der Leute wichtiger finden als das Wohl ihrer Tochter. Wenn deine Freundin in Akutphasen keine Medikamente nimmt, ist die Suizidgefahr deutlich erhöht. Es bringt nichts, einfach zuzusehen und abzuwarten. Sie muss dringend in ärztliche Behandlung. Den Vorschlag mit dem Einschalten des sozialpsychiatrischen Dienstes finde ich gut. Du kannst den Leuten dort dein Dilemma erklären. Sie stehen sicher nicht zum ersten Mal vor einem solchen Problem und finden bestimmt eine Möglichkeit einzugreifen ohne dich mit reinzuziehen. Bei Selbstgefährdung kann auch eine Zwangseinweisung erfolgen. Das hört sich jetzt alles ziemlich krass an, ist aber allemal besser als zuzusehen, wie deine Freundin vor die Hunde geht. Wenn sich trotz Eingreifens des Soz. Dienstes nichts ändert, weil keine Selbtgefährdung vorliegt und deine Freundin sich weiterhin weigert, Hilfe anzunehmen, hast du wenigstens dein Möglichstes getan und musst dir keine Vorwürfe machen.

    LG
    Anna

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