Ich habe meinen Freund nun seit ca 2 Monaten. Erst wollte ich ihn nicht so recht, weil ich noch in jemand anderen verliebt war. Er hat aber extrem um mich gekämpft. Schon damals hat er mir erzählt, er habe eine Zwangsstörung. Ich konnte keine Zwangshandlungen feststellen, aber er erklärte mir, es seinen ja auch ZWangsgedanken. Außerdem habe er ein "Distanz-Nähe-Problem". So ganz verstand ich nicht. Die Krankeit war auch eher ruhend, meinte er. Ich ließ mich, unter anderem weil er mich so sehr in Sicherheit bezüglich seiner Liebe zu mir gewogen hat, vollkommen auf ihn ein. Ich selber habe son paar Selbstzweifel, stecke noch in einer Ehe und habe dazu grade eine Beziehung beendet, weil derjenige mich nicht geliebt hat. Dass mich jemand liebt halte ich meist eher für sehr schnell änderbar. Ich habe an die Liebe meines jetzigen Freundes aber sehr stark geglaubt, weil er sie mir so sehr beteurt hat und weil wie eigentlich auch sehr sehr offen und durch unsere jeweiligen Therapien (ich mache eine Psychoanalyse, er derzeit eine Verhaltenstherapie) bedingt auch sehr reflektiert miteinander umgehen.
So. Nun hat aber sein Distanz-Nähe-Problem zu so Situationen geführt, wo ich ihn wohl, ohne es zu merken und ohne es für ihn sofort bemerkbar zu machen, unter Druck gesetzt habe, mir nah zu sein, wo er nicht wollte bzw. etwas zu tun, was er nicht selber entschieden hat. Dass ihn das unter Druck setzt, hat er meist zu spät gemerkt, hat dann gleich für mich recht zurückweisend reagiert und sich anschließend extrem für sein Verhalten mir gegenüber geschämt. So schlimm geschämt, dass dieser Gedanke des sich-falsch-verhalten, unzulänglich, dumm, unfähig-sein zu einem Zwangsgedanken geworden ist.
Er hat iwie keine Routine, um aus dem ZWang rauszukommen, also keine entsprechende ZWangshandlung. Er leidet aber sehr und er stellt nicht nur sich sondern auch seine Liebe zu mir in Frage. Er meint, sobald er nicht 1000%ig liebt (sondern seine Liebe normale Schwankungen hat), liebt er mich nicht mehr richtig. Das wird dann auch wieder zum Zwang. Dazu kommen wohl noch zwanghafte Aggressionsgedanken (darüber redet er bisher nicht). Jedenfalls hat er Angst, dass er unsere Beziehung damit ruiniert, flüchtet, mich in die Flucht schlägt.
Ich habe auch sehr große Angst bekommen, eben weil ich grade erst enttäuscht wurde und auch schon mal von jemandem von heute auf morgen wegen dessen eigener dysfunktionaler Psyche verlassen wurde.
Meine Fragen: Wie soll ich damit umgehen? Was soll ich tun, was keinesfalls? Was soll ich sagen, was nicht?
Er bittet mich manchmal, ihm zu sagen, er solle nicht so streng mit sich sein. Das tue ich dann auch (weil ich es denke). Ist das richtig? Oder ist das ein Ritual, was ich nicht unterstützen sollte?
Sollte ich ihm sagen, dass es bei einer Flucht seinerseits (also wenn er Schluss machen würde) kein zurück gibt, das für mich eine Grenze ist, die ich nicht akzeptieren würde. Damit würde ich ihm ja Druck machen, mich keinesfalls aus einer Panik-/Zwangssituation zu verlassen. Ist das sinnvoll? Oder kontraproduktiv und verstärkt noch die Zwänge?
Sollte ich ihn ermuntern, wieder zum Psychiater zu gehen, bzw. Psychopharmaka zu nehmen (er hat schon eine Gesprächstherapie hinter sich, hat auch schon mal Psychopharmaka genommen und hat bevor wir zusammen gekommen sind quasi profilaktisch diese Verhaltenstherapie begonnen, nimmt aber derzeit nichts ein)?
Bitte bitte, gebt mir ein paar Ratschläge ich hab so wenig Ahnung und will alles tun, was ich kann, um unsere Beziehung irgendwie zu retten bzw. zu sichern.
Danke!!


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)
, aber es ist auch Deinem Freund nicht gedient, wenn Du Dich zurück nimmst. Mute Dich zu, in dem Wort steckt "Mut"

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