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Thema: Bitte Hilfe: Wie soll ich mit den Zwangsgedanken meines Freundes umgehen?

  1. #1
    Neuling
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    Frage Bitte Hilfe: Wie soll ich mit den Zwangsgedanken meines Freundes umgehen?

    Ich habe meinen Freund nun seit ca 2 Monaten. Erst wollte ich ihn nicht so recht, weil ich noch in jemand anderen verliebt war. Er hat aber extrem um mich gekämpft. Schon damals hat er mir erzählt, er habe eine Zwangsstörung. Ich konnte keine Zwangshandlungen feststellen, aber er erklärte mir, es seinen ja auch ZWangsgedanken. Außerdem habe er ein "Distanz-Nähe-Problem". So ganz verstand ich nicht. Die Krankeit war auch eher ruhend, meinte er. Ich ließ mich, unter anderem weil er mich so sehr in Sicherheit bezüglich seiner Liebe zu mir gewogen hat, vollkommen auf ihn ein. Ich selber habe son paar Selbstzweifel, stecke noch in einer Ehe und habe dazu grade eine Beziehung beendet, weil derjenige mich nicht geliebt hat. Dass mich jemand liebt halte ich meist eher für sehr schnell änderbar. Ich habe an die Liebe meines jetzigen Freundes aber sehr stark geglaubt, weil er sie mir so sehr beteurt hat und weil wie eigentlich auch sehr sehr offen und durch unsere jeweiligen Therapien (ich mache eine Psychoanalyse, er derzeit eine Verhaltenstherapie) bedingt auch sehr reflektiert miteinander umgehen.

    So. Nun hat aber sein Distanz-Nähe-Problem zu so Situationen geführt, wo ich ihn wohl, ohne es zu merken und ohne es für ihn sofort bemerkbar zu machen, unter Druck gesetzt habe, mir nah zu sein, wo er nicht wollte bzw. etwas zu tun, was er nicht selber entschieden hat. Dass ihn das unter Druck setzt, hat er meist zu spät gemerkt, hat dann gleich für mich recht zurückweisend reagiert und sich anschließend extrem für sein Verhalten mir gegenüber geschämt. So schlimm geschämt, dass dieser Gedanke des sich-falsch-verhalten, unzulänglich, dumm, unfähig-sein zu einem Zwangsgedanken geworden ist.
    Er hat iwie keine Routine, um aus dem ZWang rauszukommen, also keine entsprechende ZWangshandlung. Er leidet aber sehr und er stellt nicht nur sich sondern auch seine Liebe zu mir in Frage. Er meint, sobald er nicht 1000%ig liebt (sondern seine Liebe normale Schwankungen hat), liebt er mich nicht mehr richtig. Das wird dann auch wieder zum Zwang. Dazu kommen wohl noch zwanghafte Aggressionsgedanken (darüber redet er bisher nicht). Jedenfalls hat er Angst, dass er unsere Beziehung damit ruiniert, flüchtet, mich in die Flucht schlägt.

    Ich habe auch sehr große Angst bekommen, eben weil ich grade erst enttäuscht wurde und auch schon mal von jemandem von heute auf morgen wegen dessen eigener dysfunktionaler Psyche verlassen wurde.

    Meine Fragen: Wie soll ich damit umgehen? Was soll ich tun, was keinesfalls? Was soll ich sagen, was nicht?

    Er bittet mich manchmal, ihm zu sagen, er solle nicht so streng mit sich sein. Das tue ich dann auch (weil ich es denke). Ist das richtig? Oder ist das ein Ritual, was ich nicht unterstützen sollte?
    Sollte ich ihm sagen, dass es bei einer Flucht seinerseits (also wenn er Schluss machen würde) kein zurück gibt, das für mich eine Grenze ist, die ich nicht akzeptieren würde. Damit würde ich ihm ja Druck machen, mich keinesfalls aus einer Panik-/Zwangssituation zu verlassen. Ist das sinnvoll? Oder kontraproduktiv und verstärkt noch die Zwänge?
    Sollte ich ihn ermuntern, wieder zum Psychiater zu gehen, bzw. Psychopharmaka zu nehmen (er hat schon eine Gesprächstherapie hinter sich, hat auch schon mal Psychopharmaka genommen und hat bevor wir zusammen gekommen sind quasi profilaktisch diese Verhaltenstherapie begonnen, nimmt aber derzeit nichts ein)?

    Bitte bitte, gebt mir ein paar Ratschläge ich hab so wenig Ahnung und will alles tun, was ich kann, um unsere Beziehung irgendwie zu retten bzw. zu sichern.

    Danke!!

  2. #2
    Schreiberling Avatar von Osterinsel
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    Hallo miri,

    hui...das ist eine komplexe Situation.
    Viel sagen, wie Du mit ihm umgehen solltest, kann ich Dir nicht, da ich mich mit Zwangsstörungen nicht auskenne.

    Ich würde aber auf jeden Fall mal Deinen Therapeuten drauf ansprechen, und auch eine Art Paartherapie anstreben.

    Denn eins ist klar: Du kannst zusätzlich zu Deinen Problemen nicht auch noch seine tragen. Uns hat unser Paartherapeut damals sehr dringlich ans Herz gelegt, uns jeweils um unsere eigenen Probleme zu kümmern und zu versuchen, uns selbst Halt zu geben, anstatt es vom anderen zu erwarten.

    Du kannst nicht seine Therapeutin sein, und auch nicht aus Angst, ihn zu verlieren oder zu verletzen, ständig einen Eiertanz um ihn herum aufführen.
    Ihr seid beide erwachsen und in erster Linie für Euch selbst verantwortlich.

    Ich finde es auf jeden Fall sehr positiv, daß ihr miteinander kommuniziert und über Eure Schwierigkeiten sprecht. Das solltet Ihr unbedingt beibehalten, und es ist auch mehr, als viele Paare hinkriegen. Da könnt Ihr zu Recht stotz auf Euch sein!

    Liebe Grüße von der Osterinsel!
    "Life is intrinsically, well, boring and dangerous at the same time. At any given moment the floor may open up. Of course, it almost never does; that’s what makes it so boring.” ~Edward Gorey

  3. #3
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    Hi miri

    du bist noch in einer Ehe, hast Schluss mit dem einen und hast jetzt den anderen? Vielleicht solltest du selbst erstmal zur Ruhe kommen?

    Warum bist du in der Analyse? Evt solltest du erstmal deine eigene Seele aufräumen, was du ja begonnen hast, um dich auf andere zu konzentrieren? Warum suchst du dir neben deinem Ehemann immer psychisch auffällige Männer für eine Affäre?

    Lass ihn doch einfach mal ein wenig in Ruhe bis er weiss was er will? Er ist wie es scheint nicht nur mit der Sache mit dir sondern allgemein mit sich überfordert! Denk doch mal an dich und stell Beziehung hinten an, schaff eine saubere Bahn in deinem LEben und dem deines Sohnes....

    Wünsch dir alles Gute u Erfolg in der Therapie

  4. #4
    Neuling
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    Danke euch beiden für eure Antworten, die Ermutigung und guten Wünsche!

    Ja, ich denke auch, ich muss mich auf mich konzentrieren. Und dass ich ihn nicht therapieren kann, ist mir klar, aber irgendwie muss ich ja reagieren. Und ich will ihn halten, das auf jeden Fall.

    Ja, ich wollte die Beziehung mit ihm eigentlich unter anderem deswegen nicht weil ich nach der Trennung von meinem Mann (sind ja nicht mehr zusammen) und der Lösung von meiner Affäre (weil er mich nicht liebte) nun eigentlich mal alleine klar kommen wollte. Da kam aber er daher und wie es so ist, schon ist man verliebt und siehe da: der ist auch noch genau so wie ich mir eigentlich einen Mann wünsche. Psychische Auffälligkeit hört sich schlimm an, aber hier wissen die meisten ja so gut wie ich: psychisch auffällige Menschen haben viele Stärken, Menschen mit Therapieerfahrung können oft wirklich gut analysieren, sich und andere, man kann mit ihnen reden etc. Das hat mich nun einmal tief beeindruckt an diesem Menschen und ich will ihn nicht verlieren.

    Ich frage mich, ob ich ihm sagen soll: Machst du einmal Schluss mit mir, bin ich weg. "Flucht" toleriere ich nicht. Das würde ich ihm gerne sagen, um das ganz klar zu machen und um mein Vertrauen wieder zu erlangen. Aber ich habe Angst, dass ihn das total verschreckt, seine Zwangsgedanken noch mehr antreibt oder so.

    Ich kenne mich mit Zwängen ja nicht aus. Ich finde vieles läuft das so paradox ab...

    Würde mich freuen, wenn ihr dazu eine Meinung hättet, zu dieser konkreten Frage.

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Rhett66
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    Hallo Miri,

    besser wäre vielleicht gewesen, Du hättest nichts von Zwangshandlungen oder -gedanken und einem "Distanz-Nähe-Problem" gewußt. Andererseits spricht es natürlich für Deinen Freund, daß er Dir das von Anfang an gesagt hat.

    Auch ich kenne mich fachlich nicht damit aus, aber was Du andeutest klingt doch nach starker Verunsicherung. Und ich bin da komplett anderer Meinung als Osterinsel: Doch, Du kannst ihm Halt geben und auch selbst Halt bei ihm finden und Doch, Du kannst zusätzlich zu Deinen eigenen Problemen auch noch seine tragen, denn das gemeinsame Tragen macht beiden die Last leichter. Vielleicht kannst Du zwar tatsächlich nicht qualifiziert seine "Therapeutin" sein, aber vielleicht braucht er auch gar keine Therapeutin, wenn Du ihm als seine Partnerin Sicherheit gibst.

    Sicherheit heißt: "Ich liebe Dich, egal was passiert".

    Dazu würde auch gehören, selbst eine Flucht seinerseits aus einer Panik- oder Zwangssituation heraus erstmal hinzunehmen und den nächsten und übernächsten Tag abzuwarten. Keiner erwartet von Dir, daß Du wochenlang auf ihn wartest. Aber wenn Du solche Szenarien bereits in Gedanken durchspielst, dann sollte auch ein Notfallplan darin enthalten sein. Paniksituationen dauern ja nicht tagelang. Aber wenn der Mann auf Grund Deiner Ansprache weiß: "Jetzt brauche ich nie wieder bei ihr anklingeln", dann wird er es vermutlich auch nicht tun. Schön wäre es, wenn Du ihn dann anrufst. Oder eben gar nicht erst so eine Drohung ausgesprochen hättest.

    Ihm zu sagen, er solle nicht so streng mit sich sein, ist kein Ritual, es sei denn, Du sprichst diesen Satz auf Aufforderung wörtlich nach. Aber wenn Du - wie Du ja selbst sagst - selbst dieser Meinung bist, dann darfst und solltest Du ihm das gerade dann sagen, wenn er es nicht erwartet. Wenn Du miterlebst, daß er wütend auf sich selbst ist, so daß Du fast Angst vor ihm kriegst: Nimm ihn in den Arm. Und er wird sich auf der Stelle beruhigen! Wenn er an sich selbst und seiner Liebe zu Dir zweifelt: Nimm ihn in den Arm und sag ihm, wie lieb Du ihn hast und wieviel Dir seine Liebe bedeutet! Wenn er Angst hat und befürchtet, Eure Beziehung zu ruinieren und Dich in die Flucht zu schlagen: Nimm ihn in den Arm und sag ihm, daß Du ihn nicht fallenlassen wirst, daß er sich auf Dich verlassen kann und daß Du nicht gehen wirst, solange er sich nicht mit Gewalt von Dir losreißen will. Wenn er sich für sein Verhalten Dir gegenüber schämt, so daß er Dir kaum in die Augen sehen kann und nicht mehr wagt, sich Dir zu nähern: Nimm ihn in den Arm und sag ihm, daß Du ihn verstehst und ihm vergibst, weil ja auch Du nur ein Mensch bist. Und sag ihm auch ruhig, wie wichtig er für Dich ist und daß auch er Dir Halt gibt, aber stell ihm kein Ultimatum.

    Wenn Du das alles kannst, dann brauchst Du ihn nicht zum Psychiater schicken, denn Du vermittelst ihm dann, daß er ok ist, so wie er ist. Wenn ihm Medikamente verschrieben sind und er in permanenter Behandlung ist, dann soll er das natürlich nicht absetzen. Aber wenn Du das alles nicht kannst, dann stimme ich Osterinsel und ksaderfi zu, daß Du es lieber lassen solltest und "erstmal an Dich denken sollst". Viele in diesem Forum sind der Meinung, man könne nur "erfolgreich" lieben, wenn man sein eigenes Leben im Griff hat. Vielleicht haben sie ja recht ... Wissen kannst es nur Du selbst!

    Gruß Rhett

  6. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Rhett66 für den sinnvollen Beitrag:

    TheCube (03.07.2010)

  7. #6
    Gast784
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    hallo Miri

    Ich frage mich, ob ich ihm sagen soll: Machst du einmal Schluss mit mir, bin ich weg. "Flucht" toleriere ich nicht
    dem steht jetzt erstmal eine Frage voran: kannst Du das, was Du ankündigst, dann auch wirklich durchziehen???

    denn Deine eigentliche Entscheidung ist doch die:
    Und ich will ihn halten, das auf jeden Fall.
    Ansonsten hat sich Deine Frage erübrigt.



    Ihr beiden habt durch eure psychischen Erkrankungen die Fähigkeit zur Selbstreflektiion und Kommunikation erworben, das ist das positive dran, ja. Dadurch habt ihr grundsätzlich schon mal gute Karten.

    Aber Du solltest in eines nicht verfallen: die Erkrankung (Deine und Seine) als Dreh- und Angelpunkt nehmen und alles nur nach ihr auszurichten. Erkrankungen sind erstmal nix anderes als Disbalancen, woher auch immer die kommen. Die anzugehen gehört in professionelle Hände. Das ist bei euch beiden der Fall. Die Kommunikation sollte daher - meiner Meinung nach -in beide Richtungen gehen. Unter euch, wie es euch mit dem jeweils anderen geht, was seine/Deine Reaktionen bei ihm/dir auslösen, und aufs Krankheitsbild bezogen nochmal mit euren Therapeuten.

    ich habe vorhin ein interessantes Zitat gelesen, welches hier ganz gut passt, wie ich finde:

    "da man keine Kontrolle hinsichtlich des Wohlergehens eines anderen hat, sollte man auch nicht die Verantwortung hierfür übernehmen. Wenn man das doch tut, erwachsen einem angemaßte Schuldgefühle"

    Darum darauf achten, dass alles da hin kommt, wo es hin gehört. Eure jeweiligen Gefühle und sozialen Reaktionen in eure Beziehung, die Krankheit in die Therapie. Ihr habt so eine gute Kombination. Therapie = Trockentraining, in der Beziehung könnt ihr das anwenden. Aber jede Therapie wird darauf abzielen, jemanden wieder in die Selbstverantwortung zu bringen und nicht dahin, dass er die Bürde jemandem anderen aufträgt oder sie für jemanden anderen übernimmt.Das solltet ihr im Auge behalten.
    Geändert von Gast784 (19.04.2010 um 09:42 Uhr)

  8. #7
    Neuling
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    Lieber Rhett, liebe Gabiannarele, danke für eure Antworten!

    Rhett, deine Antwort hat mich zu Tränen gerührt! Ich danke dir sehr dafür. Sie spricht genau das an, was ich wohl bin: eine Kämpfernatur, jemand, der einen eigentlich geliebten Menschen nicht so leicht fallen lässt, jemand dem sein Stolz nicht viel Wert ist und jemand der einfach ungern aufgibt. Teil meiner Therapie war, u.a. bei meiner Ex-Affäre: loslassen lernen. Jemand gehen lassen, der einen augenscheinlich nicht lieben kann oder will. Irgendwann sich selber in den Vordergrund zu stellen und sich nicht aufzugeben.
    Deine NAchricht hat für mich aber dennoch viel Wahrheit, ich glaube, das was du vorschlägst, ist zumindest zunächst richtiger als ihm die besagte Drohung auszusprchen, vor allem, wenn, wie Gabiannarele vermutet hat, ich es vielleicht sowieso nicht "durchziehen" würde. Ich bin mir meiner Grenzen nicht sehr sicher. Ich weiß nur, dass ich bereit bin, ihm Halt zu geben, aber ich brauche auch selber sehr viel davon. Ich muss für mich in nächster Zeit ausloten, wieviel Halt grade durch seine letzten Aussagen ("Ich bin mir unsicher in Bezug auf unsere Beziehung", "Ich bin in meiner letzten Beziehung mehrmals geflohen", "Ich kenne in der Liebe nur weiß (übergroßes Liebesgefühl) und schwarz (gar keine Liebe)") verloren habe und wo ich den wieder her nehmen soll. Ich vermissen ihn einfach jetzt eher als früher, mache mir Sorgen, dass er grade s c h w a r z denkt und ob er jemals wieder zu weiß findet. Meine Gedanken kreisen mehr um ihn als vorher und ich muss mich zusammen reißen, nicht auch auf Distanz zu ihm zu gehen, um durch sein Näherkommen Bestätigung zu finden - ein dummes Spielchen, was ich hasse! Ich glaube es ist wahr, das wäre nicht der richtige Weg - ihn mit Distanz meinerseits zu bestrafen. Ich muss eine Art offene Tür für ihn darstellen ohne zu viel zu fordern.
    Aber dennoch: Im Mittelpunkt steht mal wieder jemand anders, nicht ich...

    Gabiannarele,
    danke dir auch
    Das hab ich ihm auch gesagt: Er soll nicht alles mit seiner Krankheit begründen, nicht jetzt schon die gleiche pathologische Beziehung vorhersehen, die er mit seiner Ex hatte. So etwas sind sich selbst erfüllende Prophezeiungen. Aber andererseits hilft das Wissen um die Krankheit mir, sein Verhalten verstehen zu können. Ich habe keine Zwänge. Ich konnte erst gar nicht verstehen, wie seine Zwänge aussehen. Vielleicht, wenn ich verstehe, warum er wie handelt, kann ich es leichter akzeptieren und nehme es nicht so persönlich. Denn das blöde ist ja: Sein Distanz-Nähe-Problem haut genau in die Kerbe meines Selbstwertproblems. Mein "unlockerer", sensibler, enttäuschter Umgang damit haut genau in die Kerbe seiner Zwangs-Vorwürfe. Diesen Teufelskreis gilt es ja wohl zu durchbrechen - allerdings ohne sich komplett zu verbiegen.

    ... warten wir ab. Ich habe gleich ein Gespräch mit meiner Therapeutin.
    PAssend zu allem kam heute für mich völlig unerwartet eine Postkarte meines Ex-Lovers... aber das ist ein anderes Thema

  9. #8
    Gast784
    Gast

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    hallo Miri,

    diese Nähe-Distanz-Themen und Spielchen, haben sie wirklich sooo viel mit der Krankheit zu tun? Die Liebeswelt ist doch heutzutage voll davon, egal auf welchem Intelligenz- und Bewusstseinslevel die Leute sind (warum hat darüber eigentlich noch niemand ein Buch geschrieben? )

    Ihr habt zumindest den Vorteil, dass ihr euch darüber bewusst seid und dass ihr reden könnt. Das ist schon mal gut.

    Und achte schön, auf Deine Mitte. Auch wenn Rhett mich jetzt am liebsten hauen würde , aber es ist auch Deinem Freund nicht gedient, wenn Du Dich zurück nimmst. Mute Dich zu, in dem Wort steckt "Mut" Er tuts ja auch.

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