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Thema: Bitte hilft mir

  1. #1
    Neuling
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    Standard Bitte hilft mir

    Ich brauche einen dringenden Rat bitte...


    Ich wurde seit Anfang an in der Hauptschule an gemobbt, mal schwach mal stark gemobbt, es war eine harte Zeit die ich zum Glück überstanden habe.

    Ich wurde überwiegend wörtlich (Beleidigungen) gemobbt, bestohlen und 3-mal körperlich gemobbt.


    2006 war das Ende der Hauptschulzeit, ich besuchte dann noch ein 2-jähriges Berufskolleg, auch dort war das erste Jahr sehr friedlich und schön, das 2 Jahr aber grausam ,auch übelste Drohungen und Beleidigungen.

    Seit paar Monaten habe ich starke Zwangsgedanken (Traumatisierung???), und Unwohlsbewusstsein.

    Immer kommen mir im Gedanken die Stimmen der Mobber wieder und die Bilder wo die Mobber mich schikaniert haben.
    Was ratet Ihr mir, soll ich mich dringend zu einer Traumatherapie melden (aber welchen???) oder ,geht es nach einer Zeit wieder weg diese Zwangsgedanken?
    Immer wenn ich die Augen schließe kommen mir die Mobbing-Gesichter und Zwischenfälle des Mobbing,vor. Die Leute haben mich oft "nachgeäfft" und ich rede nicht mehr so offen als früher davor...

    zu mir noch damit man das besser nachvollziehen kann, ich bin eine sehr stille und nette Person, und ich lasse mir nicht sehr viel gefallen also d. h. ich nehme diese Mobbing-Zwischenfälle auch nicht einfach vergessen.
    Denn es gibt Leute denen es sofort egal ist ,dass jemand sie mal angepöbelt hat ob stark oder schwach, und die vergessen es einfach. Doch bei mir ist das anderes, ich muss ständig daran denken und frustriert mich.

  2. #2
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo Azeri,

    da du die Zeit nicht vergessen willst hören die Gedanken nicht von alleine wieder auf, da brauchst Ablenkung und Gespräche und vorallen Dingen eine Perspektive, das die Schulzeit dir auch wirklich was gebracht hat, ausser Mobbing.

    Wie sieht es bei dir aus mit Ausbildung. Was hast so vor in der nächsten Zukunft?

    Es gibt Selbsthilfegruppen, die sich mit dem Thema Mobbing befassen, aber auch Jugendberatungsstellen könnte ich mir bei dir vorstellen.

    Traumatherapie, dafür brauchst noch einen langen Atem. Wartezeiten für einen Platz so ca. 9 Monate und länger. Zur Zeit müsstest dich sowieso nur aufs Stabilisieren und auf andere Gedanken kommen beschäftigen und an dir daran arbeiten, bevor es ans Eingemachte geht. Also eine Traumatherapie erlöst dich nicht von deinem ehemaligen Stress.
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  3. #3
    Neuling
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    Standard Mobbing

    Hallo!

    Habe soeben deinen Beitrag gelesen und muss sagen, dass dieser mich sehr berührt hat, da ich selber sehr heftig über einen Zeitraum von 6/7 Jahren einiges an Mobbingattacken (sowohl verbal als auch körperlich) erleben und über mich ergehen lassen musste / ergehen lassen habe. Dies ist zwar auch schon mehrere Jahre her und vergessen habe ich das nie. Aber ich habe mich weiterentwickelt und meine Erfahrungen, nachdem ich lange und viel (nicht immer glücklich; ja und ich kenne auch die Gefühle der Rachsucht, die damals auch immer wieder mal vorgekommen sind) gemacht,darüber und über mich reflektiert , produktiv und gewinnbringend für mich genutzt. Ich bin diese Sache allerdings etwas anders angegangen und habe mir immer gedacht, gut, du bist an der Reihe und beweist Ihnen, dass du Ihnen um ein vielfaches voraus bist und zeigst ihnen dass du mehr schaffen kannst als sie. Anfangs mit den Gedanken, ihnen etwas beweisen zu müssen, bis mir klar wurde, dass das absolut schwachsinnig ist; warum muss ich solchen hirnlosen Gestalten etwas beweisen? Wofür? Rache bringt nichts und mit Ihnen etwas zu tun haben wollte ich auch nicht. Aber ich habe dadurch gesehen, dass ich etwas schaffe, etwas kann, viel erreichen kann. Und das hat mir Selbstvertrauen gegeben und mich dazu gebracht genau die Dinge anzugehen und mich solchen Dingen, Personen und Situationen zu stellen, die mir Angst machten und entwickelte mich somit immer einen Schritt weiter. Mobbing ist eine schlimme Erfahrung die sow wie ich sie erlebt habe keinem gönne. Allerdings hat diese Erfahrung mich vieles gelehrt und mir viel gebracht da ich mich damit auseinandergesetzt habe und diesbezüglich gewinnbringend für mich genutzt habe. Gerne bin ich auch bereit ganz freundschaftlich mal per mail oder Tel. mit dir zu reden. Habe dafür gerne ein offenes Ohr! :-) Schick mir einfach ne PN. Zwar habe ich keine Zwangsgedanken o.ä Symptome entwickelt, kenne mich aber aufgrund meines Fernstudiums und der Tatsache dass meine Freundin unter solchen seit Jahren leidet relativ gut damit aus. Fakt ist, wenn du das Bedürfnis hast, etwas zu tun und mit jemandem zu reden, dann solltest du das auch tun. Persönlich würde ich dir zunächst einmal ein Beratungsgespräch. Entweder bei einem Therapeuten oder zunächst auch erstmal bei einer öffentlichen Beratung. Wobei meine eigene Erfahrung mir allerdings sagt, dass viele öffentliche Beratungsstellen nicht wirklich immer über kompetente und praxisnahe Berater verfügen. Da solltest du dann gezielt suchen und dich über die Beratung und / oder den Berater/in informieren. Ansonsten vereinbare doch erst einmal einen Termin bei einem/einer Therapeut/in würde ich vorschlagen. Wie gesagt, habe gerne ein offenes Ohr für dich. MfG Dennis

  4. #4
    Neuling
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    Standard Ps.

    An welcher Art / was für Zwangsgedanken leidest du denn wenn ich fragen darf? Wenn du es nicht öffentlich schreiben möchtest kannst es ja per PN schreiben. MfG Dennis

  5. #5
    Schreibkraft Avatar von Andy Naivpsychologe
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    Hallo,
    also ich an deiner Stelle würde drüber stehen und mich freuen.
    Freuen das es vorbei ist, und zusätzlich mal aus der perspektive zu sehen und dich zusätlich vieleicht daran erfreuen das sie vieleicht nur neidisch auf dich waren(warum auch immer). Ebenso darüber das du ja scheinbar so ein zarte Persönlichkeit bist? und sie ihren neid vieleicht bloß so an dir ablassen Beziehungsweisse an dich herankommen wollten.

  6. #6
    Neuling
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    Standard Mobbing

    Bitte lasse nicht den Aspekt außer Acht, dass er selber schreibt, dass ihn diese Dinge nicht nur visuell immer wieder realitätsnah vor Augen scheinen. Das ihn das belastet und er das klar erkennbar macht hier! Ich persönlich verstehe ihn sehr gut, da ich es selber durch habe. Also sollte der wesentliche Kern wirklich darin liegen ein Beratungsangebot in Anspruch zu nehmen, bzw. fachliche Unterstützung, da er klar erkennbar macht, dass er mit dieser Situation und diesen Dingen unglücklich ist. Seine Symptombeschreibung lässt zudem erkennen, dass eine PTBS nicht gänzlich auszuschließen ist. Ich finde dass er den richtigen Weg geht, bzw. es schon ganz richtig erkannt hat und ermutige ihn auf jeden Fall für sich fachliche Unterstützung zugute kommen zu lassen. Ich werde sicherlich niemanden entmutigen oder vermeintlich negatives einreden wollen und schon mal gar nicht Diagnosen oder ähnliches stellen wollen, denn dazu bin ich nicht in der Kompetenz. Aber wenn ich nach bestem Wissen und Gewissen hier seinen Beitrag lese fühle ich mich gut und vor allem richtig, wenn ich jemanden, der offensichtlich Unterstützung sucht einen entsprechenden Rat gebe (und nicht rede, bzw. schreibe ohne intensiv darüber zu reflektieren).

  7. #7
    Schreibkraft Avatar von Andy Naivpsychologe
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    Frage

    Ich weiss zwar nicht was ich ausser acht lasse wenn ich ihm meine MEINUNG
    beziehungsweise wie ich damit umgehen würde, sage, aber ich bin halt nur
    Naivpsychologe und kein studierter des Faches.
    Doch selbst wenn, bist Du nicht der Meinung er sollte irgendwo mal beginnen oder willst den ganzen Text reflektieren.
    Na, keine Ahnung Lernender.

    Reflekt: Bitte helft mir

    P.S. Der Weg besteht durch den, der Ihn geht

  8. #8
    Neuling
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    hallo Azeri
    ich habe das auch erlebt,ich wurde von meinen sogenannten Freunden sogar Jahre lang gemobbt. Nur war ich zu feige,hatte kein Stolz und habe mir immer sogar eingeredet, das sie es nicht so meinen. Doch egal was man sich einredet,bleibt die Tasache, dass die Wunden immer grösser und grösser werden.
    Vor ein Paar Jahren habe ich dann den Kontakt abgebrochen, es war eine schwere Zeit vor allem wenn man 10 jahre zuvor "befreundet" war. Aber ich habs überstanden und habe mich wieterentwickelt als alle die, die damals auf mir rumgehackt haben. Nichtdestotrotz, hat es seine Spuren hinterlassen und ich verspüre immer ein Defizit in meinem Selbstwertgefühl. Auch wenn ich weiss , dass ich besser bin als alle die, die mich damals gemobbt haben, kann ich das nicht abstellen, und in diesem Sinne verstehe ich auch was du meinst. Ich war mal an einem Punkt wo ich nicht mehr weiter wusste. Da man sein Befinden als "Gezeichneter" nicht kontrollieren kann, habe ich angefangen zu meditieren, und ich muss sagen in gewisserweise hat es mir geholfen. Also ich bin eigentlich überhaupt kein spiritueller Mench, eher radikaler Realist, doch ich glaube auch an die Macht des Unterbewussseins, da es natürliche Wissenschaft ist, und man sein Unterbewusssein durch Übungen beienflussen kann. Daneben habe ich einen Termin beim Therapeuten vereinbart, weil ich mir das einfach für meinen Seelenfrieden erhofft habe. Das erstaunliche dabei ist, ich wollte mit einem Fremden darüber reden, nie mit Menschen, die mir nahe sind. Weiterer Grund für mich dies zutun war einfach die Tatsache, dass ich davon überzeugt war, das alleine dieses Handeln an sich, zum Therapeuten zu gehen, mir helfen würde, weil ich so mich meinem Leiden stelle. Ich habe dann auch eine Therapie bekommen, die von der Krankenkasse getragen wurde(musste keine 9Monate warten). Nach ein paar Sitzungen wollte mein Therapeut dann die Therapie abbrechen, weil er der Meinung war, dass ich nicht "krank" genug war. Ich sagte nur, dass es mir aber besser gehen würde, wenn ich nach der Stunde aus der Praxis rausgehen würde. Daraufhin hat er dann die Therapie fortgesetzt. Also was ich dir damit sagen will, probier es doch einfach mit einem Therapeuten, denn vielt. kommt es nicht darauf an wie er dich therapiert, sondern alleine die Tatsache, dass du es machst,bist du einen Schritt weitergegangen, dir selbst zu helfen. Und wie heisst es so schön, "Jeder Mensch ist zur Selbstheilung fähig"

    mfg

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