
Zitat von
Hanseplast
Hallo, Sandsturm!
Das, was Du da schreibst, trifft ziemlich genau auf meine Erfahrung in meiner Kindheit mit meinen Eltern (mehr mit meiner Mutter) zu, allerdings in noch krasserer Form. Danke dafür!
Die Punkte, die Du angeführt hast, treffen m. E. auf alle unsicheren Bindungspartner zu. Also egal, ob Borderline oder nicht. Bei BL gibt es aber noch zusätzlich psychotische Ausfälle der gewalttätigen Art, bei der auch Knochen zubruch gehen. Und in der Öffentlichkeit sind sie charmant und beliebt und verstellen sich, dass keiner glauben mag, dass sie privat ganz anders sind. Wenn man dann etwas über die BL-Person erzählt, was sie mit einem tut, wenn "die Kameras aus sind", wirkt man unglaubwürdig und bleibt (zumindest als abhängiges Kind) schutzlos ausgeliefert. Außerdem können BL-Persönlichkeiten das Blaue vom Himmel runterlügen (was Du ja auch angeführt hast).
Ich war z. B. mal mit einem zusammen (hat nur 4 Monate gehalten), der so drauf war - er hat mich innerhalb kürzester Zeit gebrochen. Und im Nachhinein hat er bei seinen mir nicht bekannten Kollegen (!) Geschichten über mich erzählt, die so verdreht waren, dass ich als totaler Idiot dastand, obwohl ER das gemacht/gesagt hat! Aber er hat es dargestellt, als wäre ich das gewesen. Jahre später ist mir das von einem Kollegen, den ich per Zufall kennengelernt hatte, zugetragen worden, aber ich konnte meinen Exfreund mangels Beweisen nicht anzeigen. Leider.
Warum Erwachsene sich längerfristig auf solche BL-Persönlichkeiten einlassen, kann ich nur damit erklären, dass sie selbst unsichere Bindungspartner oder abhängig (finanziell? Bürgschaft?) sind. Siehe Bindungstheorie nach Freud (=> wikipedia).
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