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Thema: Borderline oder Bipolare Störung...

  1. #1
    Neuling
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    Frage Borderline oder Bipolare Störung...

    Ich habe ein Problem.

    Von 2004 - 2006 war ich stationär in psychiatrischer Behandlung in verschiedenen Kliniken und man diagnostizierte eine bipolare Störung.

    Irgendwie hatte ich nachdem ich entlassen war, das Gefühl, die Tabletten helfen irgendwie nicht sondern haben nur üble Nebenwirkungen...
    Daher habe ich die Medikamente 2006 abgesetzt (Lithium). Das ging auch so einigermassen, d. h. suizidal war ich nur noch so zweimal. Die Stimmungsschwankungen und extremen Gefühlswallungen sind geblieben.
    Jetzt kürzlich aber, nach einem sehr belastenden Telefonat mit meiner Mutter, waren die kompletten Selbstmordgedanken und die Taubheit und Leere wieder da, ich konnte mich nur langsam bewegen und ständig weinen. Essen konnte ich gar nicht. Also...das nur grob zur Situation. Ich habe mich demzufolge, weil ich auch Familie habe...eine Tochter...nun entschlossen, wieder die Medis zu nehmen. Aber immer noch nagt in mir die Unsicherheit, dass ich gar nicht bipolar bin und ich die Tabletten dann umsonst nehme. Denn die Borderlinestörung und die bipolare Störung unterscheiden sich doch kaum, oder?

    Kennt sich da jemand aus und kann mir weiterhelfen, inwiefern sich die beiden Störungen unterscheiden? Ich habe Angst, dass sie eine Fehldiagnose gemacht haben und ich mich vergeblich mit superstarken Tabletten vollwerfe, die auf die Borderlinestörung überhaupt keinen Einfluss haben...

    Vielen Dank schonmal im voraus für Eure Antworten.

  2. #2
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    Hallo Schattenlicht,

    was sagt denn deine Psychaterin oder Nervenarzt??

    Eigenmedikation ist ne ganz gefährliche Sache und Hausärzte sind meistens überfordert und mit der Materie nicht so vertraut.

    Gerade, weil du eine Tochter hast, wäre professionelle Hilfe das Beste.

    Im Internet nach einer Diagnosesuchen ist voll ein Griff ins Klo...dafür gibt es Fachleute, die alles abwägen können.

    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  3. #3
    Neuling
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    Erstmal danke für Deine Antwort...

    Seitdem ich 2006 aus der Klinik rausbin hab ich auch keinen Psychiater mehr, da ich umgezogen bin. Jetzt hab ich aber wegen der Probleme wieder am Montag einen Termin mit einer mir unbekannten Psychiaterin. Aber ich habe halt Angst, dass sie der Klinik einfach so glaubt, d. h. deren Diagnose und ich halt weiter Lithium nehmen soll, obwohl ich viell. gar nicht bipolar bin.

    Oh weh...ihr seht schon, meine Krankheitseinsicht und mein Vertrauen in die Ärzte ist nicht so wirklich vorhanden...

    Aber Du hast schon recht @knuddel...im Internet wird man noch verrückter und dreht sich im Kreis. Mir wird da wohl wirklich nur der Doc übrigbleiben und ich hoffe mal, der (oder in dem Falle sie) findet das heraus...

    So wie jetzt geht es jedenfalls nicht weiter...

  4. #4
    Verleger Avatar von :knuddel:
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    @schattenlicht

    es ist doch egal, was die Ärztin glaubt oder wie ihre Diagnose aussieht, hauptsache dir wird geholfen und du wirst auf Medis eingestellt und betreut die dir helfen. Und wenn Medis nicht helfen, dann kannst dich wieder an sie wenden und ihr sucht nach einem anderen gemeinsamen Weg.

    Psychotherapie kann dir auch helfen, diesen unguten Gefühle besser zu begegnen. Hab keine Angst. Wenn du der Psychaterin nicht dein Vertrauen schenken kannst, dann such dir eine oder einen anderen. Es gibt auch Psychologische Ambulanzen, an die du dich wenden kannst, wenn es bei dir brennt.

    Nur Mut
    Ein neues Leben kann man nicht anfangen, aber täglich einen neuen Tag!!!!!!!!!!!!

  5. #5
    Neuling Avatar von DerJohnny
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    Hallo Schattenlicht!

    Neuroleptika (bei bipolarer Störung) sind nach meiner Auffassung nur bei akuten Psychosen als letztes Mittel angezeigt.
    Es handelt sich hierbei um einen schwerwiegenden Eingriff in das zentrale Nervensystem.
    Und nur in Ausnahmefällen zur Prävention notwendig, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Psychose auszubrechen droht.
    Stärkste Nebenwirkungen , auch irreversible sind nicht die Ausnahme.
    Die meisten Psychiater verschreiben Neuroleptika allerdings auch zu häufig außerhalb von akuten Psychosen..

    Antidepressiva (bei bipolarer Störung und Borderline) dämpfen auch Affekte und Impulse und haben auch erhebliche Nebenwirkungen zur Folge.
    Zudem sind sie auch wenig geeignet bei einer parallelen Gesprächstherapie. Dem Patienten ist es so kaum möglich zu reflektieren und mit seinen Gefühlen in Berührung zu kommen, da die chemischbedingte Panzerung der Gefühle verhindert mit denselben in Berührung zu kommen.
    Aus meiner Sicht sind Antidepressiva auch nur als letztes Mittel angezeigt, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht.
    Viele Psychiater verschreiben solche allerdings schon bei leichten Depressionen.

    Kritische und fundierte Sicht zu Psychopharmaka:

    http://www.antipsychiatrieverlag.de/...influssung.htm

    Spontan meine Idee für dich: Gesprächstherapie bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten, der dich versteht und dem du vertraust.
    Falls Selbstmordgedanken zu stark werden, wären Ambulante Psychiatrische Pflege bzw. als letztes Mittel Antidepressiva notwendig.

    ->Insbesondere für Borderline und Psychopharmaka aber auch bei Bipolar II, III, IV und bei exogener bipolarer Störung gilt:
    DER SEELENKonflikt als Chance zur Heilung darf nicht zu früh aufgegeben werden nach meiner Meinung
    Impulse und Einsichten, die zu Selbstheilungstendenzen führten, sollten nur im Notfall als letztes Mittel durch PSYCHOPHARMAKA auf Eis gelegt werden.
    Dazu Gesprächstherapie- Psychotherapie, Homöopathie und reden , reden, reden mit vertrauten Menschen, damit man mit den wichtigen Gefühlen in Berührung kommt. Die Möglichkeit, dass ein seelischer BRUCH und eine Krise als eine Chance zu einer Verarbeitung wirklicher seelischer Brüche und Verletzungen genutzt wird, scheitert dann letztlich leider all zu oft mit der Psychopille, die dich knebelt und dich in die seelische Zwangsjacke steckt ohne Raum für Gefühle, die uns zu Menschen machen und das Wertvollste sind, das wir haben...


    Die Unterscheidung zwischen bipolarer Störung und Borderline ist praktisch oft schwierig, zumal ja nicht selten tatsächlich beides gleichzeitig vorliegt.
    Andererseits wird auch nicht selten beides gleichzeitig diagnostiziert, wobei in diesen Fällen nicht selten eines der beiden eine Fehldiagnose ist.
    So gibt es da auch häufig Fehldiagnosen.
    Besonders bei exogener bipolarer Störung, die sich z.B. aus Drogenmissbrauch ergibt, ist gleichzeitiges Borderline besonders gründlich zu prüfen.
    BEI Bipolar I ist die bipolare Störung (auch klinisch) leicht festzustellen , wenn zumindest einmal eine manische Episode vorliegt.
    Borderline könnte dann zumindest noch dazu kommen...
    Bei Bipolar II (starke Depression), III und IV, also ohne Manie, sondern bei Submanien wird die Abgrenzung dann schon schwieriger..

    Cheers
    Geändert von DerJohnny (17.01.2009 um 02:32 Uhr)

  6. #6
    Neuling Avatar von DerJohnny
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