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Thema: Brauche bitte hilfe!!!!

  1. #9
    Verleger Avatar von Darkstar
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    Hallo Aki,

    ... wir haben sie aufgenommen obwohl sie 9 kinder hat die alle erwachsen sind ...
    ... aber alle verwandten, die wir haben wollen mit uns nichts zu tun haben, die rennen alle dem Geld hinterher.
    Darf ich da mal einen Gedanken äußern, der vielleicht nicht direkt etwas zu einer "Lösung" beitragen wird, aber ein zusätzliches Licht auf die allgemeine Situation wirft?

    Es sind 8 weitere Geschwister - und alle sind finanziell besser gestellt ...
    Es ist nunmal so, dass alle Kinder gleichermaßen (sogar: anteilig nach finanziellem Vermögen) verpflichtet sind, für die Betreuung Deiner Oma aufzukommen.
    Theoretsch könntet Ihr sie also sogar dazu verdonnern lassen, sich an den Kosten und dem Aufwand, den Ihr betreiben müsst, zu beteiligen - stelle Dir mal vor, Deine Oma müsste in ein Pflegeheim: dann wirds richtig teuer ... und wären dazu gesetzlich verpflichtet, sich an diesen Kosten angemessen zu beteiligen
    ... fürs Altersheim haben wir kein Geld.
    Und was ist mit den restlichen Geschwistern? Dass ihr das Geld dafür nicht alleine aufbringen könnt, ist schon klar - müsst Ihr doch aber auch gar nicht: geteilt durch 9 wird der Betrag für jeden auch kleiner. Und wer mehr hat, kann auch mehr beisteuern!

    Nur: hätte dies denn wirklich einen Einfluss auf das, was Dich da eigentlich belastet? Darauf, dass Deine Bedürfnisse einfach so völlig ignoriert werden?
    Vielleicht würde sich die Sache etwas entspannen, wäre da nicht das Problem mit der Betreuung Deiner Oma - sorry: vielleicht!

    Da scheint mir aber eher ein ganz anderes Problem vorhanden zu sein. Eines, das weniger mit Dir als mit Deinen Eltern zu tun hat.
    Anders ausgedrückt: sie haben da selbst ein Problem, das sie gerade auf Dich abwälzen ...

    Ob es alleine mit dem "großen Herzen" Deines Vaters zu tun hat, dass er sich da von seinen Geschwistern so sehr über den Tisch ziehen lässt?
    Ein "großes Herz" haben (also: nicht nein sagen können), kann auch daran liegen, dass man sich sehr leicht zurücksetzen lässt, sich unterordnet und sich, warum auch immer, nicht traut, auch mal die eigenen Bedürfnisse und die Rücksichtnahme auf sie durch andere einzufordern.

    Es kann doch nicht sein, dass er erst sein Leben völlig hintenan stellt und dann auch noch von Dir das gleiche fordert: sorry, es ist nunmal seine Mutter!
    Deine Eltern scheinen da aber nicht nur mit der Pflegeaufgabe völlig überfordert zu sein, sondern überhaupt mit ihrem Leben.
    Das kann natürlich etwas mit der Krankheit Deines Vaters zu tun haben - sowas lässt sehr schnell nicht nur die ganze Lebensplanung implodieren, an der man sich so lange orientiert hat.
    Es betrifft sehr schnell alle Bereiche einer Familie, nicht nur die des Kranken selbst.

    So verständlich und nachvollziehbar das auch ist: es ist aber keine Lösung, den Kindern jetzt das aufzudrücken, was man selbst nicht mehr kann, nur damit sich der "Plan" nicht ändern muss ...

    Sieh mal: das, was Du geschildert hast, betrifft doch zwei Parteien. Zum einen sind da Deine Eltern, die sich in irgendetwas verfangen haben, das sie nicht mehr lösen können. Und andererseits bist da Du als ein Mensch, der ebenfalls ein Recht auf ein eigenes Leben (in dem "normalen" Rahmen einer 15-jährigen eben ) und auf eine eigene Lebensqualität hat.

    Was Deine Eltern sich selbst antun: nun, das ist ihr Problem. Zur Not (und danach sieht es, IMHO, hier aus) müssten sie sich um Hilfe kümmern, um wieder in die Spur zurückfinden zu können.
    Diesen Teil kannst Du ihnen nicht abnehmen. Bei aller Liebe zu Deinen Eltern oder zu Deiner Oma: wenn sie sich da nicht bewegen wollen oder können, dann kannst Du auch nichts für sie machen.

    Was Du tun kannst, und das wurde hier ja schon angesprochen, ist, Dich um Dich und Deine Bedürfnisse kümmern, für Dich sorgen, dass Du da nicht jetzt schon Defizite erfährst, die Dir Deine Zukunft erschweren werden.
    Dies ist nicht egoistisch, es ist kein Zeichen von mangelnder Liebe zu Deinen Eltern, es ist auch nicht unfair - es ist die Verantwortung, die Du irgendwann einmal für Dich selbst tragen musst. Und damit völlig legitim!

    Es ist sicher sehr schwer, sich in Deinem Alter schon solchen Themen stellen zu müssen: es wäre selbst für uns "Alte" hier im Forum nicht leicht, da eine gesunde Abgrenzung durchziehen zu können, ohne dabei ständig in irgendwelche Gewissenskonflikte zu geraten.

    Nimm es mir jetzt bitte nicht krumm: Du bist noch ein Kind; eines, das gerade in einer sehr wichtigen Phase ist, in der viele Weichen für die Zukunft gestellt werden, eine Phase, in der Du andere Dinge "lernen" solltest als "wie pflegt man einen alten Menschen", "wie versorgt man Eltern und Haushalt so, wie es früher Dienstboten zu machen hatten" ...

    Hol Dir Hilfe, lass Dich bei den entsprechenden Stellen beraten. Das kann das Jugendamt sein (das spätestens dann ins Spiel kommt, wenn es gilt, bestimmte Dinge Deinen Eltern gegenüber durchzusetzen), aber auch eine Beratungsstelle der Caritas, Diakonie, der Schulpsychologische Dienst etc. pp.
    Sorge dafür, dass Du selbst die Unterstützung bekommst, die Du brauchst - unanbhängig davon, was Du alles an "Arbeit zuhause" dann noch übernehmen willst.

    Was Deine Eltern betrifft (und die Hilfe, die sie dann bräuchten): das ist erst der zweite Schritt - dann, wenn Du genügend Kraft und einen festen Boden unter Deinen Füßen hast.
    Und: zum größeren Teil ist es aber ihre eigene Aufgabe, sich nach Hilfe umzutun - Hilfe von außen. Und nicht das eigene Kind hierzu zu "missbrauchen".

    Hast Du da schon etwas unternommen oder Dich mal erkundigt, was es in Eurer Umgebung alles an Möglichkeiten gibt?

  2. Der folgende Benutzer bedankte sich bei Darkstar für den sinnvollen Beitrag:


  3. #10
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    Hallo

    Vielleicht wäre es sinnvoll,wenn Ihr mal mit Eurem Hausarzt darüber sprechen
    würdet,was es für Möglichkeiten gibt, ob zB. die Pflegeversicherung in die ja jeder
    einzahlt euch unterstützen könnte,finanziell,oder mit einer ambulanten Pflegekraft
    die zu Euch nach Hause kommen sollte!
    Dein Hausarzt kann Dir bestimmt sagen,wie man das in die Wege leitet,weil das
    für Dich ganz einfach nicht auszuhalten ist!

    lg raskowitz

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