Guten Morgen, Physalis.
Ich habe gestern viel nachgedacht, auch über mich. Dabei musste ich feststellen, daß ich leider wieder viel zu sehr Rücksicht genommen habe, und mich und mein Befinden zwar wahrgenommen, aber nicht an erste Stelle gesetzt habe. Das hatte ich mir doch fest vorgenommen! Auch hat mein Selbstwertgefühl wieder extrem gelitten, ich habe wieder nicht mehr viel davon .....
Es ist nicht so, daß ich meinem Partner auf biegen und brechen gefallen will, denn ich bin wie ich bin, und finde mich gut so. Es ist viel mehr das, daß ich "zu lieb" bin, mich in Personen hinein fühle, und ihre Probleme auch zu meinen werden. Ich "teile" alles mit ihnen ..... Komisch! Und ich kann es mir nicht abgewöhnen. Ich dränge mich nicht auf, halte mich zurück, denke aber viel über die Person und deren Probleme nach, was mich dann auch belastet.
Natürlich bin ich selbst für mein Leben verantwortlich, ich kann alles allein, das weiss ich. Ich sehne mich aber nach Liebe, nach Zuneigung und Geborgenheit, das fehlt mir seit vielen Jahren.
Freunde sagen, daß ich ein selten lieber Mensch bin, wobei ich das nicht nachvollziehen kann, denn ich fühle mich "normal". Auch finde ich nicht, daß ich besonders hübsch oder sexy bin, während andere das immer wieder äußern. Wenn es aber so ist, wie andere sagen, warum finde ich dann keinen Mann, der das zu schätzen weiss? Warum muss ich immer alles geben, und bekomme dies nicht mal ansatzweise zurück?
Was ich nicht verstehe ..... Wenn er Angst vor Nähe hat, warum konnte er dann Sex mit mir haben, wenn auch nur alkoholisiert!? Mit der Zeit wurde der Sex härter, bis hin zum Hals zudrücken, was mir doch zu weit ging. Er hatte die Zügel in der Hand, ich war unterwürfig, denn dominant sein liegt mir nicht. Er konnte quasi alles mit mir machen, er hatte die Macht!
Inzwischen vermute ich, daß er sich nicht mehr melden wird. Er wird sich ablenken, das gewesene verdrängen. Vermutlich wird er mir sogar die Schuld geben ohne darüber nachzudenken, wie er sich verhalten hat. Seine Angst, unter die er bestimmt leidet, ist sein "Schutz", damit erklärt er sein Verhalten und versteckt sich dahinter. Wie oft sagte er: entweder du liebst mich so, oder du lässt es bleiben. Dann gehe ich eben! ..... So gleichgültig irgendwie, aber im nächstem Moment bat er mich nicht aufzugeben ......
Es geht mir trotzdem nicht besser. Am Wochenende kommt meine Freundin, darauf freue ich mich.
Lieben Gruß, Engelchen


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