Ich habe dieses Forum durch Zufall gefunden, mir kam es aber gelegen, da ich heute "Morgen" total am Ende war.
Wieso?
Seit drei Nächten ungefähr schlafe ich sehr schlecht. Das geht bei mir immer Phasenweise von statten. Mal schlaf ich Tage oder Wochen gut, dann wache ich wieder eine Millionen mal auf, wälze mich hin und her, finde kaum Schlaf, bin verspannt, wovon ich dann wiederrum Kopfschmerzen bekomme. Wenn ich dann mal irgendwann einschlafe, dann wache ich erst wieder um 11/12 Uhr auf. So war es auch heute "Morgen".
Ich bin wach geworden und hab auf meinem Handy nach der Uhrzeit geschaut und ob ich Anrufe oder SMS verpasst habe. Da ging meine Türe auf. Meine Mutter kam rein und meinte "Das kanns nicht sein oder?".
Zu ergänzen wäre vielleicht noch, dass ich im Moment arbeitssuchend bin. Im Juli hab ich "erfolgreich" mein Fachabitur im Sozial- und Gesundheitswesen bestanden, 3,0 war der Durchschnitt, darum das erfolgreich in Anführungszeichen. Auf Nebenjobs bewerbe ich mich auch, bzw. Rufe an. Aber nur Absagen. Ich hab keine Ahnung warum. Sorry wenn ich das sage, aber jeder Trottel kriegt doch irgendwo, irgendeinen Job oder? :\
Darauf erwidert habe ich nichts. Ich kenne das ja schon.
Sie wuselte hier rum, hat vor sich her gebrummt, ihre Sachen für die Arbeit fertig gemacht (sie ist Friseurin und macht Hausbesuche).
Wieso sie nur vorbei kam?
Januar 2008 sind meine Mutter, meine Schwester und ich "zuhause" ausgezogen, ja meine Eltern sind geschieden. Nach wenigen Wochen hat es sich so entwickelt, dass meine Mutter bei ihrem neuen Freund eingezogen ist. Also waren meine Schwester und ich alleine, ich habe die "Mutterrolle" übernommen - ihre Probleme angehört, Sachen erledigt, Haushalt geschmissen, mich um die Hunde gekümmert. Sie ist jetzt nur noch über einen längeren Zeitraum hier (tage, Wochen), wenn sie sich mit ihrem Macker gestritten hat, oder sie mal wieder Schluss machen wollen. Bloß wenn sie dann hier ist, komm ich da gar nicht mehr drauf klar. Erst ist sie nie da und dann wil sie Anweisungen geben oder irgendwas gestalten, wie es ihr gefällt.
Damals war ich schonmal arbeitssuchend. Trotz einer guten FOR und der einjährigen Berufsfaschschule für Wirtschaft und Verwaltung habe ich keine Ausbildungsstelle bekommen. Jedoch hatte ich einen Aushilfsjob, als ich den aufgegeben hab, habe ich an einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilgenommen. Jedoch abgebrochen. Wieso? Ich hatte angegeben, dass ich eine Ausbildung in jewglichen Bürobereichen machen möchte. Wenn ich Praktika hatte die in der Lagerlogistik stattfanden oder sonstigem, rief meine "Betreuerin" bei meinen Praktikastellen an und sagte in meinem Namen ab, da das ja nicht meine angestrebte Richtung wäre. Egal wo ich mich beschwert hab oder Einschränkungen machen wollte, hieß es, dass könne nicht sein. Bla bla whatever.
Mittlerweile sind wir nochmal umgezogen und sind nur noch ein Zwischenlager für das Arbeitsmaterial meiner Mutter. Manchmal kommt sie vorbei. Aber dann beschwer sie sich nur. Es könne mal gesaugt werden - wieso wird nicht geputzt - wieso steht der Spül in der Küche.
Als ich heute "Morgen" dann im Badezimmer stand und mir das Gesicht gewaschen hab, kam sie rein und hat mich gefragt wie es aussähe mit der Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (ich hätte nochmal die Möglichkeit an einer Teilzunehmen. Mit mäßiger, bis keiner Begeisterung). Ich hab gesagt das ich da nicht schon wieder hin möchte. Das ich das erniedrigend finde. Da stöhnt sie und hat irgendwas geredet. Als ich dann durch den FLur in mein Zimmer wollte meinte sie "Gerade du. Du kannst dir im Moment sowieso nichts erlauben. Nur weil du dir zu fein bist, was zu machen!".
Meine Reaktion? Eigentlich hätte ich wissen müssen das sowas wieder kommt. Ich bin in mein Zimmer, hab die Türe zu gemacht, geweint und gerufen das sie verschwinden soll. Sie solle mich in Ruhe lassen. Sie verstünde nichts. Sie macht mich fertig.
Das hat mich so aufgewühlt, dass fast 1 1/2 Stunden meine Tränen einfach so geflossen sind, ich hab das nicht mal mehr richtig wahrgenommen. Wie ein Wasserhahn, den man nicht richtig zugedreht bekommt und immer weiter tropft.
Seit der Trennung meiner Eltern läuft gar nichts mehr. Mit meinem Vater habe ich sogar schon vor Gericht gestanden, weil ich den Unterhalt einklagen musste. Auch er warf mir immer wieder vor, nichts für den Unterhalt zu tun, den er zahlt.
Weinen ist auch so 'ne Sache. Im Alter von 13 bis 16 habe ich überhaupt nicht geweint, weil mein Vater mir mit 13 mal gedroht hat, wortwörtlich, mich "kaputt zu schlagen", wenn ich nicht aufhöre zu lügen. Dabei habe ich damals nur SNAKE mit seinem neuen Nokia Handy spielen wollte, hab aber einmal den falschen PIN eingegeben, Angst bekommen und gesagt ich war das nicht. Irgendeinen Film hab ich mit 16 geguckt und da musste ich los weinen. Meine Mutter bekam das damals mit, stürzte ins Wohnzimmer und fing auch an zu weinen und meinte "das ist so schön. Ich seh dich sonst nie weinen".
Ich merk mir manchmal echt jeden ****** -.-
Jetzt weine ich ziemlich oft. Wenn ich alleine bin, möchte ich manchmal sogar weinen wenn Nachrichten laufen. Dabei lerge ich gar keinen großen Wert auf Menschen.
Eigentlich hätte ich vor geraumen Zeilen schon geschrieben "Hm. Ich weiß gar nicht mehr wieso ich in dieses Forum schreibe", aber ich glaube ich würde mich weiter belügen. Das etwas nicht mit mir stimmt, dass weiß ich, denke ich. Was mich das denken lässt?
Wie gesagt, seit der Trennung meiner Eltern geht alles schief. Mein Leben erachte ich bereits jetzt schon als verkorkst und kann nicht behaupten noch besonders optimistisch zu sein.
In meiner Kindheit war ich ein schlankes Kind, wog dann mit vllt 14/15 ca 80/85 Kilo, bekam eine Essstörung (ich brauch keinen Arzt um das jetzt selbst zu erkennen) und kam auf 58/64 Kilo, immer etwas schwankend. Nach der Trennung nahm ich wieder zu und im November 2010 starb mein Herz, meine Hündin. Mittlerweile wiege ich 93+- Kilo bei ca 1.67m.
Ich habe starke Probleme Menschen zu vertrauen oder auf sie zuzugehen was Freundschaften angeht. Mein "neues" Gewicht hintert mich daran, denke ich zumindest. Denn mein altes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein ist auf nimmer Wiedersehen, verschwunden.
Als ich mich noch "toll" fand, war ich am Wochenende immer unterwegs, hab viel getrunken. Wohl auch sehr viel damit verdrängt, eine gewisse Abhängigkeit zu der damaligen Zeit kann ich nicht ausschließen.
Mittlerweile bin ich nur noch alleine. Ich kann es nicht ausstehen, wenn man mich besuchen will. Das versucht mittlerweile auch niemand mehr. Raus gehen kommt gar nicht mehr in Frage für mich. Mit anderen Menschen Kontakt? Seit ich das Fachabitur beendet habe, nicht mehr. Viel findet online statt. Wenn ich mal in Tränen ausbreche und meine Mum mich dann "runtermacht", aber denkt sie würde normal mit mir reden, und mich dann noch umarmen will, geh ich direkt einen schritt nach hinten und hebe die Hände, damit sie das erst gar nicht kann. Ich kann es nicht leiden. Ich blockiere da richtig.
Andere kommen gerne mit Problemen zu mir und ich kann ihnen Ratschläge und objektive Meinungen nennen. Aber ich selbst rede nie zu viel über mich. Wenn man mich fragt wie es mir geht, sage ich immer "passt schon" oder "ich lebe ja noch, so schlimm kanns also nicht sein".
Ich glaub umgebracht hab ich mich in den letzten Monaten nur nicht, weil ich dann meine Hündin zu tiefst beleidigen würde. Reicht schon das sie erst wegen mir gestorben ist.
Meine Gedanken kreisen am Tag, aber vor allem in der Nacht immer um die selben Themen. Wo werde ich mal landen. Was werde ich mal machen. Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. Alles zusammen. Mein Kopf ist nie leer. Was ist entspannen? Wenn ich es schaffe meinen Kopf ruhig zu stellen, schau ich TV ... liege nur hier .. kann mich zu nichts aufraffen. Sogar zur Toilette zu gehen kann dann nervig ohne Ende sein,
Zwei Beziehungen hatte ich bisher. Die längste davon war ca zwei Wochen. Ich kann mich anderen nicht richtig anvertrauen, Gefühle äußern, jemanden an mich ran lassen. Ich zieh den Schwanz ein und laufe weg. Dann sage ich mir, dass ich sowieso lieber alleine bin. Viel zu anstrengend diese Beziehungskisten.
Einem Lehrer habe ich mal oberflächlich erzählt, dass meine Mutter stress macht, ich im Grunde das Hausmädchen bin, es aber keinem Recht machen kann. Er hatte mir einen Termin bei der Schulsozialarbeiterin besorgt, was ich einmal in Anspruch genommen habe danach nie wieder, und meinte noch, es wäre Zeit das ich da (also hier) raus komme.
Hinzu kommt das wir auf dem Land wohnen. Hier ist die Führerscheinlosigkeit natürlich ein klares Hinderniss. Auch das Busfahren, im Monat würde ich bei täglich doppelter Fahrt ca 80€ ausgeben.
Immer wieder denke ich, ich such mir einfach zwei Minijobs, selbst wenn ich fünf Tage die Woche arbeiten müsste, wären es bei 5€ die Stunde nur 4 stunden am tag. Zwei Jobs wären dann also kein Problem. Ich könnte mir vielleicht eine kleine Wohnung nehmen, in der nächst größten Stadt, wo es auch Bus und Bahnhof gibt, die Jobs unmittelbar in der Stadt um Fahrten zu umgehen, Einkaufsmöglichkeiten (ich hab kein Auto, keinen Führerschein, ist man da heute zu 100% drauf angewiesen?!). Dann schreibe ich voller Elan Bewerbungen, suche im Internet, rufe irgendwo an. Und bekomme nur Absagen. Wo soll ich weitere Kraft hernehmen?
Wäre es der richtige Schritt auszuziehen? Aber wie mache ich das dann? die Möbel, neue Einrichtungen, Küche, Rechnungen. Würde ich... ICH, dass überhaupt packen?
(Rest unten, Text war zu lang .-.)


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