Hallo Leute!
Ich bräuchte einfach mal einen objektiven Rat von Euch. Seit Jahren quälen mich immer wieder Depression. Im Moment ist es so schlimm, dass ich darüber nachdenke, in eine Klinik zu gehen.
Dabei weiß ich genau, WARUM ich Depressionen habe. Bei mir steht und fällt alles mit dem Thema Gruppenzugehörigkeit. Sobald ich ein gutes Arbeitsumfeld habe, einen guten Freundeskreis usw. bin ich ein sehr ausgeglichener, freundlciher Mensch. Sobald ich aber zu viel alleine bin geht der totale Horror in meinem Kopf ab. Also ich kann gut alleine sein, wenn ich weiß es gibt irgendwo Freunde, die ich gleich anrufen kann oder einen Partner. Ich muss die Personen nicht immer um mich haben, aber generell wissen, dass da jemand ist. Ohne feste Bezugspersonen bin ich schrecklich. Ich bin dann ständig depressiv, unglücklich, antriebslos, bekomme nichts gebacken und nehme den anderenkaum wahr, weil ich so mit mir beschäftigt bin.
Für mich alleine scheine ich nie zu wissen, was richtig ist, kann mich generell schlecht entscheiden. Ich hätte immer gern jemanden, der mir rät, was ich tun soll. Habe dauernd Zweifel an allem: Vor allem dem Beruf. Ich habe leider einen Beruf, in dem ich das Gefühl habe, dass ich vom Typ her nicht gut ankomme. Darunter leide ich schon seit Jahren. Habe im Studium wie auch sonst in der Arbeit immer Probleme gehabt dort Freunde zu finden. In anderen Gruppen passte die Chemie aber immer gut. Ich bin sehr kontaktfreudig und man kann auch viel Spaß haben mit mir. Das Studium habe ich nur aus Pflichtgefühl meinen Eltern gegenüber durchgezogen und weil ich immer nicht genau wußte, was ich will. Das ging auch ganz gut, weil ich mir an der Uni andere Gruppen suchen konnte und das Gruppenzugehörigkeitsgefühl woanders bekam. Seit ichaber arbeite ist das schwieriger. Das führt dazu, dass ich total motivationslos bin, in der Arbeit schludere und verzweifelt versucht habe, neben der Arbeit Gruppen zu finden. Aber das kappt ab einem bestimmten Alter (Anfang 30) nicht mehr so gut.
Mit den Männern lief es auch immer gleich: ich hatte immer Zweifel. Zweifel, dass er der Richtige ist und oft auch das Gefühl, dass ich nur mit der Person zuammenbin, damit ich das Einsamkeitsgefühl verliere und normal arbeiten kann.
Seit meine letzte Beziehung zerbrochen ist und ich den Arbeitsplatz wchseln musste, an dem ich mich sehr wohl gefühlt habe, geht bei mir nichts mehr. Ich nehme Tabletten, mache Therapie, aber es geht schon seit einem Jahr so und es ändert sich nichts. Habe das Gefühl alleine wirklich nicht leben zu können. Außerdem fühle ich mich in meinem Umfeld (anonyme Großstadt, Arbeit) einfach verloren und unwohl. Außerdem kann ich mich nicht entscheiden, wie ich weitermachen soll. Beruf wechseln, Stadt wechseln... Klinik? In mir drin habe ich das Bedürfnis anders zu leben: ländlicher in einer weniger anonymen Umgebung mit einem anderen Menschenschlag arbeiten. Aber ich hab das gefühl der Zug ist mit Anfang 30 abgefahren. Alle haben ihre Strukturen und Partner gefunden nur ich komme nicht an. Daslässt mich verzweifeln. Die Vorstellung mein Leben alleine ohne Freundeskreis und Partner verbringen zu müssen ist für mich wirklich ein Alptraum.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren

Lesezeichen