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Thema: Bringt Religion den Sinn?

  1. #1
    Neuling
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    Standard Bringt Religion den Sinn?

    Ich habe mir schon viele Gedanken darüber gemacht...
    Ist es schwerer ohne Glaube dem Leben einen Sinn geben zu können,
    ist es überhaupt möglich ohne Religion den Sinn im Leben zu sehen ?
    Oder ist es einfach nur verleugnum jede Schwierigkeit auf einen Gott zu schieben... er biegt schon alles wieder grade, mein Leben ist zwar ******* aber wenigstens das Leben nach meinem Tod wird schön, was denkt ihr ??

  2. #2
    Neuling
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    Hallo nobody,

    der Sinn des Lebens ist eine recht komplexe Angelegenheit. Ich bin fest der Meinung, dass er absolut subjektiv ist. Ich finde, es gibt keine allgemeingültige Formel wie alle Menschen gleich den Sinn des Lebens finden oder erfüllen können.
    Ich halte so ziemlich gar nichs von Religion, Gott ist ein imaginärer Freund und Religion ist etwas woran sich Menschen krallen können wenn sie nichts anderes haben woran sie sich erfreuen können.
    Ich habe es zwar schon woanders gepostet aber ich sehe für mich 3 Sinne des Lebens:
    1. biologisch: Fortpflanzung;
    2. persönlich: glücklich werden
    3. gesellschaftlich: "was werden" also Vollzeitarbeiter und viele Steuern zahlen
    Da 1 und 2 bei mir unabhängig sind nehme ich es mir heraus mich gegen Kinder zu entscheiden. Glücklich bin ich, ich bin recht leicht zufrieden zu stellen ich habe eine Freundin die ich liebe und die mich liebt und mehr brauch ich nicht. Alles was darüber hinaus geht sind Neigungen oder kleinere Wünsche die gerade vielleicht nur am finanziellen Aspekt hakeln. Am 3. arbeite ich gerade, Bewerbungen sind fast fertig.
    Vielleicht sind ein paar Denkansätze für dich dabei ... Leben nach dem Tod? Hoffentlich nicht, wenn es vorbei ist will ich endlich meine Ruhe haben und nicht in der Ewigkeit noch keine Ahnung was machen. Am besten noch wiedergeboren werden und Puberrtät und den ganzen Käse nochmal machen?! Nein danke.

    Viele Grüße
    Reck

  3. #3
    Neuling
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    Hallo

    Ich bin nicht Gläubig aber auch kein Gegner des Glaubens. Ich habe im Leben mitbekommen,
    dass der Glaube vielen Menschen hilft mit Problemen des Lebens besser fertig zu werden.

    In unserem Psychosetrio hat eine mit Psychose erzählt, das der Glaube ihr geholfen hat, mit einigen Zwängen fertig zu werden.

    Gruß mops

  4. #4
    Schreiberling
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    Hallo Mops,

    auch wenn Glauben manchen Leuten helfen mag, muss der Glaubensinhalt deswegen nicht wahr sein. Wenn du an die Heilkraft eines Placebos glaubst, kann auch sein, dass es dir besser geht obwohl es nur Zuckerkügelchen sind.
    Ich denke auch, dass jeder seinen Sinn im Leben selbst suchen muss. Irgendein Gott ist für mich auch keine Option. Ich finde es, ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, manchmal schon hanebüchen, was intelligente Leute für einen Unsinn glauben (Jungfrauengeburt, Himmelfahrt, Auferstehung). Meinetwegen kann jeder glauben was er will, nur diese merkwürdigen Vorstellungen als "Wahrheit" darzustellen, finde ich für Menschen in unserer heutigen Zeit, mit dem vorhandenen Wissen über naturwissenschaftliche Vorgänge, erschreckend.

    LG
    Anna

  5. #5
    Moderator Avatar von phel
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    Hallo Imnobody!

    Vielleicht kannst du mit der folgenden Aussage etwas anfangen:

    "My belief is that the truth is a truth until you organize it, and then becomes a lie. I don't think that Jesus was teaching Christianity, Jesus was teaching kindness, love, concern, and peace. What I tell people is don't be Christian, be Christ-like. Don't be Buddhist, be Buddha-like." ( Dyer )

    Liebe Grüße!

  6. Die folgenden 4 Benutzer bedankten sich bei phel für den sinnvollen Beitrag:

    Darkstar (04.11.2011),Mariposa (05.11.2011),PaperCrane (21.11.2011),schwarze_rose (08.11.2011)

  7. #6
    Neuling
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    Hallo Anna

    Wenn du an die Heilkraft eines Placebos glaubst, kann auch sein, ...
    Ich denke an die großen Weltreligionen. Ehrlich mehr an den christlichen Glauben, da er mehr Toleranz und Flexibilität zulässt.

    Oft ist die Einstellung zur Religion anders, wenn man im Nachhinein eintritt, als wenn man als Kind streng gläubig ist.
    Tritt man im Nachhinein ein, tut man es oft mit bestimmten Zielen und Hoffnungen.

    Gruß mops

  8. #7
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    Zitat Zitat von mops Beitrag anzeigen

    Ehrlich mehr an den christlichen Glauben, da er mehr Toleranz und Flexibilität zulässt.
    Hallo Mops,

    man kann es natürlich Flexibilität nennen, aber letztlich ist es doch so, dass der Glaube ist wie Gummi und jeder sucht sich raus, was ihm gerade passt. Früher hatten die Menschen furchtbare Angst vor der Hölle, kürzlich hat der Papst die Vorhölle wieder abgeschafft. Und er fährt mit dem Panzerglasmobil durch die Gegend und predigt Gottvertrauen. Ich finde das alles ziemlich gaga.
    Und wenn man Phels Aussage betrachtet, bedeutet das im Klartext, dass Jesus als Vorbild für menschliches Verhalten dienen soll und der ganze Rest drumrum Mumpitz ist. Ob die Gläubigen das auch wissen?

    LG
    Anna

  9. #8
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    Ich finde, man sollte erst einmal zwischen Glaube, Religion und Kirche unterscheiden, bevor man diese Frage beantwortet.

    Zitat Zitat von Anna55 Beitrag anzeigen
    Meinetwegen kann jeder glauben was er will, nur diese merkwürdigen Vorstellungen als "Wahrheit" darzustellen, finde ich für Menschen in unserer heutigen Zeit, mit dem vorhandenen Wissen über naturwissenschaftliche Vorgänge, erschreckend.
    Ich finde, man sollte Religion und Wissenschaft voneinander trennen.
    Albert Einstein war einer der größten Wissenschaftler überhaupt und er war Jude (und laut Wikipedia auch Pantheist).
    Charles Darwin selbst hat wohl geschrieben, dass er die Existenz eines Gottes nicht leugnet.
    Galileo Galilei und Sir Isaac Newton waren große Wissenschaftler und sie waren Christen - soweit ich weiß war Newton sogar abergläubisch.
    Von den alten Griechen will ich gar nicht erst anfangen.

    Die Menschen waren zu allen Zeiten gläubig und zu jeder Zeit konnte man sagen "zur heutigen Zeit, mit dem vorhandenen Wissen über naturwissenschaftliche Zusammenhänge". Zu keiner Zeit konnte Wissenschaft den Glauben widerlegen und zu keiner Zeit hat Glaube der Wissenschaft geschadet. Und beide sind der Wahrheit verpflichtet.

    Um die Frage zu beantworten:
    Ich glaube an die Lehren einiger Glaubensrichtungen/Religionen. Ich glaube aber nicht an einen Sinn im Leben. Das Leben ist sinnlos.
    Wir leben, weil Sterne gestorben sind und daraus neue Sterne entstanden sind. Weil ein wunderschöner blauer Planet entstanden ist, auf dem Leben existieren konnte und auf dem sich Leben weiterentwickeln konnte. Weil sich zwei Menschen, ohne erkennbaren Grund, scheinbar zufällig, getroffen haben und ein Kind gezeugt haben und weil dieses Kind ebenfalls einen Menschen traf und ein Kind zeugte.
    Wir sind das Ergebnis scheinbar zufälliger Ereignisketten. Wir sind aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Sterne.
    Und dieser Gedanke ist für mich Befreiung. Ich bin frei zu tun was ich für gut befinde. Ich suche keinen Sinn, ich folge nur dem Tao. Und ich versuche das Göttliche in allem zu sehen (siehe Pantheismus).
    "Who, being loved, is poor?" - Oscar Wilde
    Wo und wie habt ihr eure(n) Liebste(n) kennengelernt?

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