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Thema: Bruder gestorben

  1. #1
    Neuling
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    Unglücklich Bruder gestorben

    Es ist jetzt schon 18 Jahre her das sich mein Bruder umgebracht hat...aber ich kann immer noch noicht damit umgehen...hb alles was von meinem Bruder ist in einen Koffer getan und den hüte ich wie einen Schatz..sogar die Dinge die meine Tochter von ihm bekommen hat hab ich weggenommen und weg getan..nur aus Angst ihn zu vergessen..keiner kann mir helfen..ich geb ja sogar mir die Schuld,weil ich nicht da als er mich brauchte...jeder sagt mir ich bin nicht Schuld..aber das geht nicht in meinen Kopf...mein damaliger Mann sagte immer nun hör auf zujammern...ich durfte keineTrauer zeigen...als er starb war ich im 8 Monat schwanger...musste aufpassen das ich das Kind nicht verlor..ich konnte also nicht richtig heulen nichts...hab nur alles in mich gefressen..immer nur stark sein...und heute bin ich psychisch krank..Verlustängste..Zukunftsängste...nur Angst...hab Angst alles was ich Liebe zuverlieren....mein Leben ist Angst....

  2. #2
    Painter
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    Hi Sunnysun,

    Trauerarbeit kann man auch nachholen - zum Friedhof gehen, sich verabschieden, mit deinem Bruder sprechen, einen Brief schreiben, etc.
    Hast du eigentlich das Problem mit deinem Mann gelöst?
    Wenn nicht (oder vll. auch so) sollte ich wohl mal einen Psychologen empfehlen - ich denke du hast viel aufzuarbeiten und da ist eine Therapie der geeignete Ort.

  3. #3
    Verleger Avatar von Natz
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    das muss wegtrainiert werden... ein " weiser ratschlag " wird dir da nicht helfen ---
    Super Tip!
    Ich weiß ja nicht, ob Du schon mal einen Verlust erlebt hast aber wenn ich mich richtig erinnere, ist das nicht der erste Kommentar von Dir, wo ich an den IQ eines Stück Feldweges denke.
    LG, Natz




    Manche Leute drehen nie durch-was müssen die doch für ein grauenhaftes Leben führen (Bukowski)

  4. #4
    Roman Verfasser Avatar von Corelli-Crystal
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    Hallo Sunny,

    ich glaube auch das es daran liegt, das Du Deine Trauer nie
    richtig zu und rauslassen konntest oder durftest.

    Wie Du schon geschrieben hast, es zerfrisst Dich innerlich
    schon 18 Jahre lang.... höchste Zeit die Trauer endlich zuzulassen
    und sich ihr zu stellen.
    Vielleicht zusammen mit einem Therapeuten, wenn Du das möchtest...

    Vor allem darfst Du Dir nicht die Schuld für den Tod Deines Bruders
    geben. Deine Schuldgefühle bringen keinem was, am allerwenigsten
    Dir selbst!

    ER hat den Entschluß gefasst seinem Leben ein Ende zu setzen.
    Selbst wenn Du da gewesen wärst, dann hättest Du es sicherlich
    nicht verhindern können. Menschen die diesen Entschluß gefasst
    haben ziehen das durch.....
    Ausserdem hättest Du Deinen Bruder nicht rund um die Uhr "bewachen"
    können. Du hattest zu der Zeit Dein eigenes Leben mit einer grossen Verantwortung Deinem ungeborenen Kind gegenüber....

    Liebe Grüsse
    Corelli

    Es ist Unsinn, sagt die Vernunft
    Es ist Unglück, sagt die Berechnung
    Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst
    Es ist aussichtslos,sagt die Einsicht
    Es ist lächerlich, sagt der Stolz
    Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht
    Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung

    Es ist was es ist, sagt die Liebe

    Erich Fried

  5. #5
    Neuling
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    Unglücklich

    Ich durfte nie Trauer zulassen...War auch schon in Therapie...aber bei mir macht es nicht klick...ich bin ein Mensch der zieht sich jeden Schuh an..das kann man so sehen...alles was passiert bin ich Schuld...ich muß funktionieren Jeden vor allem bewahren...abe jeder denkt ich bin immer Stark nichts und niemand kann mir weh tun....

  6. #6
    Gast784
    Gast

    Standard

    alles was passiert bin ich Schuld
    Hallo Sunnysun,

    die Trauer um Deinen Bruder ist das eine. Das andere, was anscheinend aber auch sehr festgefahren ist, ist Dein Thema mit Schuld und dass Du anscheinend sehr schlecht für Deine Bedürfnisse sorgen kannst. Darum gehts doch in Deinem anderen Thread: http://www.psychologieforum.de/was-i...-ehe-5918.html

    Über das Schuldthema haben wir hier schon einiges geschrieben, wie destruktiv und sinnlos das ist. Kannst den Begriff ja mal in die Suchmaschine hier werfen. Scheint fast so, als würde deshalb bei Dir alles stagnieren, weil Du Dich in dieser Schuldrolle halten lässt. Auch die Trauer kann vll deshalb sich nicht lösen.

  7. #7
    Neuling
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    Bedankte sich ein mal in einem Post.

    Standard Verstehen

    Hallo!

    Ich bin nun 28 Jahre alt und habe vor ca. genau 10 Jahren meinen älteren Bruder ebenfalls durch einen Suizid verloren. Von daher kann ich mich gut in dich einfühlen. Zwar haben wir auch darüber gesprochen, aber indirekt habe ich im Nachhinein auch das Gefühl, dass nicht wirklich zugelassen wurde, dass wesentliche Aspekte an-bzw. besprochen wurde, bzw. vieles wurde einfach totgeschwiegen aus diversen (verletzenden?!) Hintergründen und dergleicvhen, was den Prozess des Verarbeitens aber nicht unbedingt erleichtert hat und sich natürlich in vielerlei Dingen wiederspiegelt. Wirklich seelisch mit mir zu tun habe ich erst seit einigen Monaten und mit einem Burn-Out (auch wenn das andere Ursachen hat) und mit diversen Problemen hinsichtlich Wut und Aggressionen zu tun wobei diese Vergangenheit sicherlich auch mitunter eine relevante Rolle spielt. Ich wünsche mir meinen Bruder auch heute noch so oft wieder und wünsche mir dass es einfach nie geschehen und vielleicht nur ein schlechter Traum wäre. Aber leider ist das nie der Fall. Auch kenne ich diverse Wunschphantasien dass er doch noch leben würde usw. Ich wünschte mir natürlich auch, dass er sich Hilfe gesucht hätte und heute dass er sich an uns / mich geandt hätte. Aber ich hätte es damals nicht wirklich "verstanden" bzw. war geistig einfach nciht wirklich soweit, dass ich hätte alles deutlich erkennen und handeln können. Das sehe ich jetzt. Und vor allem solltest du sehen, dass es auch nicht deine Aufgabe ist und du dich auch mit dir selbst auseinandersetzen musstest. Dich trifft keine Schuld. natürlich wünscht man sich jetzt, dass man etwas hätte erkannt und getan, aber es gibt keinen Grund die Schuld bei sich selbst zu suchen. Das wichtigste ist auch zu berücksichtigen wie dein Bruder gedacht und wie er diverse Dinge und Personen als auch Erlebnisse wahrgenommen und verarbeitet hat.

  8. #8
    Schreiberling
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    Standard selbstmord

    vor ungefähr einem jahr hat sich ein freund von mir umgebracht. so ziemlich jeden tag denke ich an ihn, ich weiss noch nicht mal so genau warum. aber vielleicht kann ich ein paar sachen aufklären, die mir im laufe der zeit durch eigenes erleben klar geworden sind. ein mensch, der sich umbringen will, ist an einem punkt angelangt, an dem er nicht mehr reden kann. er hat lange gekämpft, sich immer wieder an die oberfläche zurück geholt und nun ist er total am ende. er stellt sich vor, dass es so weiter geht, wie es bislang schon gewesen ist und will das einfach nicht mehr. es jemand anderem zu erzählen hiesse sich auf diskussionen einzulassen, auf erneuten kampf, aber das geht nicht mehr. er kriegt das einfach nicht mehr gebacken. dass die dinge in einem halben jahr ganz anders aussehen könnten, tröstet ihn nicht, das ist ein ewiger zeitraum, den er sich nicht mal mehr vorstellen kann. ich war seelisch so erschöpft, dass ich kaum noch den weg ins bad geschafft habe, geschweige denn den weg zum arbeitsamt, der nötig fürs überleben gewesen wäre. die erschöpfung ist einfach riesig...irgendwo in meinem unterbewusstsein muss wohl noch ein funke lebenswillen gewesen sein, denn ich hab mich wieder erholt, aber es gibt viele menschen, die das nicht mehr hinkriegen, weil die erschöpfung einfach zu gross war und niemand hätte sie davon abhalten können, diesen weg zu gehen, wenn sich diese menschen einmal dazu entschlossen hatten. schon die vorstellung, dass dieser ewige kampf vorbei ist...ich weiss, dass es schwer ist, aber akzeptiert ihre wahl...

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