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Thema: Bruder schliesst sich hinter den Türen ein...3 Tage lang

  1. #1
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    Standard Bruder schliesst sich hinter den Türen ein...3 Tage lang

    Hallo Community,
    Seit ein paar Jahren hat mein Bruder (jetzt 21 Jahre alt) sich verändert, er hat die Lehre abgebrochen und liegt nun zu Hause im Bett und spielt dazu Poker auf dem Notebook (wahrscheinlich verdient er so das Geld...). Meine Eltern versuchten alles, um ihn zur Vernunft zu bringen: sie unterhalten sich mit ihm, interessieren sich für ihn, geben ihm Hausarbeiten, damit er nicht den ganzen Tag im Zimmer sitzt, aber es hat nichts genützt. X mal haben sie mit ihm gestritten wegen das Kiffen und Pokern. Nun hat meine Mutter vor ein paar Tagen nochmals mit ihm gestritten und dann ist er einfach abgehauen - das hat er schon oft getan.
    Vor ein paar Tagen ist mein Bruder wieder zurückgekehrt...aber nun ist es noch schlimmer geworden: er isst nichts, er tut nichts, ausser im Bett liegen, lehnt jede Hilfe ab, will nicht an Weihnachten zu Verwandten gehen...WAS WILL ER???
    Wir sind total verzweifelt, zum Psychiater will er nicht (er hat eindeutig Depressionen. Wie können wir ihn dazu zwingen?) Ihn aus dem Haus schmeissen wollen meine Eltern auch nicht, weil er dann sowieso dasselbe machen würde, und sie haben Angst, dass er möglicherweise Suizid begehen würde.

    Ich bedanke mich für jegliche Hilfe,
    AlphaBeta

  2. #2
    Neuling
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    Standard hmmmmm

    Das Kiffen und Poker ist vielleicht schon eine SUCHT.Mehr als Gut zureden könnt ihr nicht.Dein Bruder kann auch schon in eine Psychose sein.In seiner Welt,wo er sein Leben lebt.Vielleicht erstmal zum Hausarzt und ein Antidepressive verschreiben lassen um wieder mit ihm eine Verbindung aufzubauen.Und dann zur Kur für 6 Wochen.

    Gruß Mcdj

  3. #3
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    Hallo,

    was verlangen deine eltern von ihm, das er sich einen job sucht, das er im hasuhalt hilft und das er nicht den ganzen tag am pc ist, die frage ist nun was sie dafür tun müssen um die dinge zu erreichen die sie gerne möchten?

    Ich würde ihm zeigen wie man wäsche wäscht und sagen das ich das ab nun nicht mehr für ihn tut, weil er ja genug zeit hat, ich würde das internt aus schalten lassen damit er vm pc weg kommt, wenn er dann wütend wird ist das okay, aber ich würde daraf verweisen das sie das internt bezahöen und es gerade nicht braucehn und wenn er weiterhin spielen möchte er es bezahöen kann.

    Du sagst er ist einr depression, kannst du dir vorstellen woher die kommen könnte?

    Liebe grüße licht

  4. #4
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    Hallo,

    google mal nach Spielsucht und lies Dich da mal ein. Ggf. mal zu einer Beratung gehen um mehr darüber zu erfahren und wie man sich als Angehöriger da verhält. Spielsüchtige müssen ganz klar aufgezeigt bekommen, dass sie sich Hilfe holen müssen, man sie ansonsten fallen lässt. Wenn er schon sehr tief drin steckt, kann er das ohne professionelle Hilfe nicht schaffen, dazu muß aber er vor seiner Sucht kapitulieren. Wenn man in unterstützt, unterstützt man die Sucht, da er keinen Grund hat damit aufzuhören. Leider müssen manche dazu erst mal ganz unten sein, um zu erkennen.
    Ob das auf Deinen Bruder zutrifft, kann ich so aus der Ferne nicht beurteilen, von daher mein Rat mal Spielsucht bei google einzugeben und Dich einzulesen.

    Der Rat das i-net zu kündigen ist schon mal gut. Er wird jedoch, falls er süchtig ist, Wege finden woanders zu spielen. Aber dann hat er zumindest nicht mehr die Unterstützung dazu von Euch.

    Depressionen sind übrigens ganz normal bei Spielsüchtigen. Deren Gedanken kreisen nur noch darum, wann sie wieder spielen können. Hier muß jedoch dann die Sucht bekämpft werden, damit die Depressionen verschwinden und es würde nicht genügen, nur was gegen die Depressionen zu machen, da sie Folge der Spielsucht sind.

    LG
    Thessa

  5. #5
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    Zitat Zitat von AlphaBeta Beitrag anzeigen
    WAS WILL ER???
    Wir sind total verzweifelt, zum Psychiater will er nicht (er hat eindeutig Depressionen. Wie können wir ihn dazu zwingen?) Ihn aus dem Haus schmeissen wollen meine Eltern auch nicht, weil er dann sowieso dasselbe machen würde, und sie haben Angst, dass er möglicherweise Suizid begehen würde.
    Auch wenn Ferndiagnosen riskant sind:

    Er hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis (=Schizophrenie).
    Die Einschaltung des zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienstes (Gesundheitsamt) wäre dringend zu empfehlen, außerdem die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung mit der Möglichkeit einer
    Behandlung auch gegen seinen Willen in einer psychiatrischen Klinik.

    Je länger unbehandelt, desto weiter geht der Hirnabbau und desto schlechter die Prognose!

    Gruß, lilola

  6. #6
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    Mehr als gut zureden geht hier nicht. Jeder muß seine Erfahrungen machen. Ihr könnt ihn von nichts abhalten, es ist sein Leben. Du kannst maximal gut mit ihm reden, aber Schimpfende Eltern haben noch nie etwas bewirkt. Wenn er der Meinung ist sich so ruinieren zu müssen, ist es sein Bier.




    Zitat Zitat von Lilola Beitrag anzeigen
    Auch wenn Ferndiagnosen riskant sind:

    Er hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis (=Schizophrenie).
    Die Einschaltung des zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienstes (Gesundheitsamt) wäre dringend zu empfehlen, außerdem die Einrichtung einer gesetzlichen Betreuung mit der Möglichkeit einer
    Behandlung auch gegen seinen Willen in einer psychiatrischen Klinik.

    Je länger unbehandelt, desto weiter geht der Hirnabbau und desto schlechter die Prognose!

    Gruß, lilola
    Sprich, weil der Junge nicht macht was wir als Eltern wollen, nageln wir ihm eine psychiatrische Diagnose an die Backe, an der er für den Rest des Lebens zu kauen haben wird. Natürlich alles in "bester Absicht", selbstverständlich. Absolut fatal, wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr.

  7. #7
    Neuling
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    Zitat Zitat von Erwin Beitrag anzeigen
    ...weil der Junge nicht macht was wir als Eltern wollen, nageln wir ihm eine psychiatrische Diagnose an die Backe,...
    Alles andere als das oben von mir Geratene wäre unterlassene Hilfeleistung.

    Das kann ich so sagen, weil ich täglich die Opfer von chronischen Schizophrenien sehe.
    Real bedeutet das: dauerhafte psychische Behinderung, weitgehende Interesselosigkeit (allenfalls für Zigaretten u. ä.), stets in finanzieller Misere, da nur von Sozialhilfe lebend, keine Lebensfreude, ständige Verachtung durch die meisten Mitmenschen, Verwahrlosung durch Unlust sich zu waschen oder Kleider zu wechseln, chronische körperliche Krankheiten, da man auf sich nicht mehr achtet und nicht zum Arzt geht, schlimmstenfalls Suizid, weil das Leben so furchtbar, sinnlos, leer erscheint oder einen Wahn und Halluzinationen endlos quälen....

    Keine schönen Aussichten. Wenn man da die Chance hat, dem durch Einnahme eines Medikamentes zu entgehen, dann gerne auch mit "an die Backe genagelter psychiatrischer Diagnose"!!!

  8. #8
    Roman Verfasser
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    Zitat Zitat von Lilola Beitrag anzeigen
    Alles andere als das oben von mir Geratene wäre unterlassene Hilfeleistung.
    Mit unterlassener Hilfeleistung sind schon die größten Schweinereien gerechtfertigt worden. Ein System, was letztlich Zwang bagatellisiert und Störungen und Verschlimmerungen oftmals geradezu provoziert und den Patienten in die Krankheit hineintreibt. In Wirklichkeit kann Psychiatrie, kann gar nichts helfen. Klar, man kann Medikamente oder Psychotherapie draufwerfen, aber ändern kann man an den schweren Fällen, und noch dazu mit Zwang, sowieso nichts. Für die Familie, und besonders die Mutter als eigentlichen Verursacher der Schizophrenie wirds freilich oft erträglicher wenn extern interveniert wird. Oftmals pervertiert die psychiatrische Behandlung auch zu einer Art in stillschweigender Häme verhängten Strafe für das unsägliche Verhalten des Patienten. Oft genug reagiert das behandelnde Personal die eigene Neurose an den Kranken ab.

    Gerade dieser Zwang, und diese Intervention, genau das macht die Leute oftmals erst so richtig krank.
    Geändert von Erwin (27.12.2011 um 19:52 Uhr)

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