Hallo an die Forengemeinde,
ich habe mir überlegt, hier meine Gedanken und Gefühle zu hinterlassen.
Diskussionen und Anregungen sind sehr gerne erwünscht.
Vorgeschichte: Hier gehts lang http://www.psychologieforum.de/depre...nnt-10297.html
Ich fange mal mit dem heutigen Tag an. Morgens, eigentlich so wie immer in der letzten Zeit, ist unser kleiner Wildfang unser Weckdienst. So schön anzuschauen wie er durch die Stäbchen seines Bettchens in richtung seiner Eltern lacht. Ich versuche mich dann zu freuen, aber irgendwie wirkt es immer alles so erzwungen in mir. Der restliche tag vor der Arbeit ist leider auch wie die letzten Wochen. Ich fühle mich wie ein nasser fransiger Sack der im Wind baumelt. Ich esse kaum was, trink ne Tasse Kaffee und denke wie ein blöder über absolut dämliche Sachen nach. Eigentlich rattert bei mir ständig der Kopf. Ich bekomm einfach absolut nichts mehr gebacken, bin so lustlos und in mich gekehrt.
Ich seh einfach die Spitze des Berges nicht, verlier mich irgendwie im nichts, jeden tag aufs neue!
Am schlimmsten ist für mich der Zustand, dass ich meinen Kleinen so gerne so lieben würde wie er es verdient, aber aus irgendeinem Grund geht es nicht!
Ich fahre dann in Gedanken verloren zur Arbeit, aber auch da läuft es nicht anders ab. Keine Konzentration, kein Antrieb.
Meine Kollegen haben den Braten auch schon gerochen und merken, das bei mir im moment nichts rund läuft.
Ich bin ein totaler Katastrophendenker geworden, nur noch negativ, alles grau, irgendwie...! Habe zumindest heute morgen noch einige Adressen von Psychologen herausgesucht.
Irgendwie muss ich versuchen wie ein Bergsteiger zu sein, stück für stück nach oben klettern, irgendwann muss sich doch mal der Nebel lichten und die Sonne scheinen. Ich verstehe nicht was passiert ist mit mir...!
Kennt ihr das, wenn das Leben so an einem vorbeiläuft? Wie in einem Musikvideo, wo der Protagonist sich scheinbar in einer Zeitschleife befindet und um ihn herum alles rasend schnell abläuft. So fühle ich mich derzeit.
Meine Frau sagte vor ein paar Tagen zu mir, "Wo ist der Mann mit dem Goldenen Herz von früher?"
Ja, früher war ich ein Kämpfer, zwar auch mit Pausen, aber ich habe gekämpft! Heute bin ich eher der, der gerettet werden muss!
Ich werde sehen, was die Zeit mit sich bringt.
Lg
dan
Edith: Mein Arbeitstag/abend neigt sich dem ende, was soll ich sagen, im Moment gehts mir so richtig schlecht. Der Kopf hämmert, mir ist übel und meine Laune ist im tiefsten Keller den sie finden konnte.
Man, ich kann ja nicht mal mehr normal denken...!
Wünsche allen eine ruhige und friedvolle Nacht!


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