Hallo news,
meinst Du mich damit? Ich hab das nicht kritisiert. Ich sage nur, zur Veränderung gehört den Ist-Zustand erstmal wahrzunehmen, auch und gerade wenn er schmerzhaft ist. Und natürlich kann Literatur da helfen.
Aber viele Bücher sind sehr reißerisch aufgemacht: in nur 5 Schritten zum großen Glück usw. Da es so viele davon gibt und Bestseller sind, kann man schon annehmen, dass eben sehr viele Menschen nicht so genau hingucken wollen und alles konsumieren, das ihnen verspricht, dass es auch ohne genaues hingucken geht.
Und es braucht einfach eine gewisse Fähigkeit zur Selbstreflektion, um wirklich mal den Finger in die eigene Wunde zu legen. Das ist sicher nicht immer nötig, aber manchmal durchaus. Vor allem, wenn man mit einem Thema schon länger rummacht. Manche Veränderungen kommen einfach nicht ohne diesen Schritt in Gang. Aber dieser Schritt ist sehr unbeliebt und vielfach auch völlig unbekannt.
Und auch das reine theoretische vor-sich-hinbruddeln wird zu keiner wirklichen Veränderung führen, wenn es dabei bleibt und das angelesene Wissen nicht in die Praxis gelangt. Was ich immer wieder beobachte, ist dass des Wissen lediglich dazu benutzt wird, um sich überlegen zu fühlen oder zu glauben, man hätte es gecheckt. Aber im Kontakt und in der Kommunikation mit der Außenwelt bewegt sich deshalb nicht zwangsläufig was. Das ist ein Schritt, den kann man sich nicht anlesen, den muss man
tun. Und da hapert es nämlich oft.
Aus Gedanken werden Worte, aus Worte werden Taten.
Viele Menschen bleiben in den Gedanken oder in den Worten stecken. Und merken es nicht einmal.
lg Gaby
PS: o.g. Buch kenne ich nicht und will es daher natürlich nicht kritisieren. Im Gegenteil, es klingt sehr interessant, weil von Strukturierung die Rede ist. Meine Antwort bezog sich nur auf die Frage nach den eigenen Erfahrungen.
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